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 Echte Gefühle und verständliche Kommunikation by sehpferd.

Kommunikation über das Intimleben – worum es geht

Wollen, wünschen, vereinbaren - Dialoge über Wünsche
Kommunikation über das Intimleben – worum es geht - erster Teil

Wenn gibt es um Sex oder sex-ähnliche Intimitäten geht, verfallen viele Menschen in Sprachlosigkeit, egal, ob es um sie selbst oder um andere geht. Wir haben einfach nicht gelernt, uns offen über unsere Wünsche, Neigungen und Gelüste auszutauschen. Viele Menschen haben zudem noch tief verwurzelte „Tabuthemen“, über die sie niemals reden wollen.

Wenn deine Stunde kommt - sei auf ein Gespräch vorbereitet

Und doch kommt einmal die Stunde, in der es gar nicht anders geht, als etwas „Intimes“ zu besprechen. Ob du gerade dein allererstes sinnliches Date hattest oder dein zwanzigstes, ob du bereits in einer Beziehung lebst oder nicht: immer wieder kann das Thema der sinnlichen Begierden aufkommen.

Was sagen uns Sexologen und andere Fachleute dazu?

Die Kommunikation mit dem Partner ist ein wesentlicher Bestandteil von Sexualität und Intimität. Offenheit und Ehrlichkeit führen zu mehr sexuellem Wohlbefinden und Zufriedenheit, (doch) … vielen Menschen fällt es schwer, effektiv mit ihrem Partner über Sex zu sprechen.

Egal, welchen Text du aus Lehrbüchern, Selbsthilfebüchern oder in Beiträgen von Sexualkundlern entnimmst, überall liest du das Gleiche: Reden hilft. Und wenn du dann wissen willst, wie du es tun kannst, dann heißt es: „Aber es ist kompliziert“. Also ist es gut, sich rechtzeitig darüber klar zu werden. Wie du über deine Bedürfnisse beim Sex reden kannst.

Taufrische Paare: Verhütung zuerst

Bei „taufrischen Paaren“ ist das erste Thema meist: „Wie verhütest du?“

Manche Frauen nehmen zu Dates immer Kondome mit, weil sie denken, dass es nicht schaden kann, sie selber mitzubringen. Bei Dates kann es durchaus zu einem spontanen Verlangen nach Sex kommen, und kaum etwas ist fahrlässiger, als darauf nicht vorbereitet zu sein.

Das Nein – sonnenklar

Eine ganz andere Frage scheint tatsächlich zum Problem zu werden: Es gibt zahllose Artikel zum Thema „NEIN zum Sex zu sagen.“ In gleicher Weise versucht man, den jungen Männern beizubringen: „NEIN“ heißt „NEIN“. Das alles ist – so hoffe ich jedenfalls – sonnenklar.

Das JA – selten ausgesprochen

Unklar hingegen ist für viele junge Männer, wie „taufrische Paare“ sich auf ein „Ja“ einigen können. Für das „Ja“ gilt nämlich, dass es oft nicht als „Appell“ vorgetragen wird, sondern „in anderer Weise“ vermittelt wird.

Diese „andere Weise“ kann im Sinne der Kommunikationstheorie darin bestehen, die Perspektive zu wechseln. Das kann ein Wechsel der Kleidung sein (leichter, zugänglicher) oder ein Wechsel des Ortes (vom Ort des Kennenlernens auf das eigene Sofa). Ältere Paare werden darüber lächeln, aber junge, unerfahrene Paare, die zum ersten Mal intim miteinander werden, sollten versuchen, dabei präziser zu werden, also zum Beispiel:

1. Berühre mich hier (welcher Körperteil, womit).
2. Küss mich nicht (Körperteil benennen).
3. Ich mag, wenn du mich (Berührung formulieren).
4. Ich würde dich gerne … (Handlung benennen).


Wenn du „bereits mit einer sexuellen Handlung aktiv“ bist, zeig ihm/ihr gerne, dass du sie genießt.

Das Tier in dir spricht keine „Gelehrtensprache“

Eine geeignete Sprache für sexuelle Handlungen zu finden, ist oft nicht einfach. Die Regeln für eine zurückhaltende Kommunikation ändern sich, sobald die Türschwelle zum Schlafzimmer überschritten wird. Ob Frau oder Mann: Beide fallen zurück auf ihre ursprünglichen Begierden, für die es keine „feinen“ Worte gibt. Animalisch wirkende Laute, wie etwa das Stöhnen, Röcheln, Aufschreien beherrschen die Szene. Das ist genau das, was man in der Kommunikation einen „Wechsel der Perspektive“ nennt.

Abtauchen in unser animalische Selbst

Üblicherweise führt uns die sexuelle Beziehung zurück auf unseren Wurzeln: Wir bieten einander die nackten Körper an und vollziehen sexuelle Akte wie andere Säugetiere auch. Vorher und nachher sind wir dennoch das, was wir zu sein glaubten: zivilisierte Menschen.

Soweit die Kommunikation vor und während der ersten sexuellen Erfahrungen. Doch die Praxis des 21. Jahrhunderts fordert weitaus mehr Kommunikation ein: Es gibt viele „erste Male“ – auch innerhalb langjähriger Beziehungen. Und sie fordern uns immer wieder heraus – egal, wie alt wir sind.

Deshalb hat dieser Artikel noch eine Fortsetzung für alle, die erst im reiferen Alter entdecken, dass es noch andere Lüste gibt als „das Übliche“.

Zitat: Guardian nach der Übersetzung durch Google.
Hinweis: Wenn du noch sehr jung bist oder alles noch einmal in einfacher Sprache lesen willst, dann schau mal bei Lilli nach.