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 Echte Gefühle und verständliche Kommunikation by sehpferd.

Gefühle im Dialog - Möglichkeiten, Nutzen und Gefahren

Gefühle gibt es in allen Schattierungen
Wenn du Dialoge führen willst, ist zuerst wichtig, dass der Partner versteht, „von was“ du eigentlich sprichst.

Das allgemeine Prinzip heißt: Beobachtung - Beschreibung – Auswirkung. Es wird bei sehpferds "echte gefühle und Kommunikation" ausführlich beschrieben.

Dein Kernaussage beginnt nach diesem Verfahren damit, WAS du mitteilen willst, WIE du es siehst, und WELCHE Auswirkungen dies hat (oder haben könnte).

Drei wichtige Tipps für die Kommunikation über Gefühle

Wenn du ein eigenes Gefühl mitteilen willst …

Wenn es sich um Dein Gefühl handelt, benennst du zuerst den Zustand, in dem du dich befindest. Dann schilderst du, wie es dir dabei geht, und endest damit, was du erwartest oder befürchtest.

Wenn du die Gefühle anderer ansprechen willst

Geht es darum, die Gefühle einer anderen Person festzustellen, dann beginnst du mit einer persönlichen Beobachtung. Dann sagst du, wie du sie aus deiner empfindest, und ergänzt dann die Folge(n) die sich daraus ergeben (könnten). Diese Variante wird oft genutzt, um sich vorsichtig an eine Beziehung heranzutasten.

Wenn du glaubst, Konflikte klären zu müssen

Konflikte entstehen, wenn dein Verhalten und das Verhalten einer anderen Person euer gegenseitiges Verhältnis belasten. Wenn du das gerne klären würdest, dann beginne mit der Beobachtung, die dich veranlasste, das Gespräch zu beginnen, um dann zu sagen, wie diese auf dich wirkt. Sprich dann vorsichtig darüber, welche Folgen der Konflikt für dich hat oder möglicherweise haben könnte.

Andere auf ihre Gefühle ansprechen – ein Balanceakt mit Gefahren

Was aus deiner Sicht eine „neutrale“ Beobachtung ist, kann aus der Sicht einer anderen Person bereits eine Bewertung ausdrücken und vielleicht sogar Empörung bewirken. In diesem Fall ist also große Vorsicht geboten. Viele Menschen verbitten sich solche „Übergriffe“ und „machen zu“, sobald sie sich angegriffen fühlen.

Gefühle sind nicht "wahr" oder "unwahr"

Eine Behauptung, die ich oft höre, ist „wahre Gefühle kommen aus dem Herzen“. Das ist erstens falsch, weil das Herz nicht Sitz der Gefühle ist. Zweitens ist es auch psychologisch unsinnig, weil die Emotionen, die wir zeigen, eine Folge von biochemischen, nonverbalen und verbalen Umsetzungsprozessen sind.

Und schließlich werden angeblich „wahre“ Gefühle auch mithilfe von Manipulation erzeugt. Manche Menschen beherrschen diese Kunst, und mehr und mehr wird sie eingesetzt, um die Gefühle anderer durch Computer-Programme (KI) zu manipulieren.

Hinweis: Wenn du einfache Methoden suchst, deine Kommunikation in jede beliebige Richtung zu erweitern, dann versuche es mal mit der Minimax-Methode (2023 in 19. Auflage erschienen). Sie wird im gleichnamigen Buch des Psychotherapeuten Manfred Prior beschrieben und ist sehr leicht zu verstehen und anzuwenden.

Kommunikation

Dieser Text wurde am 7.4.2026 verändert. Ein Satz wurde entfernt, zwei Absätze wurden hinzugefügt.

Kommunikation über Gefühle – Ich, Du und der Elefant

Ich, Du, Wir und der Elefant
Obwohl die Gefühlswelt in nahezu jede Kommunikation hineinreicht, ist es dennoch schwer, über Gefühle zu sprechen. Das gilt besonders dann, wenn ethische, religiöse oder sonstige kulturelle Gründe normalerweise keine „offenen“ Dialoge über Gefühl zulassen.

Alles eine Frage der Beziehung ...

Diese Tatsache muss nicht zwangsläufig zum Problem werden. Wenn du dich beispielsweise in keiner aktuellen Beziehung zu der Person befindest, die mit dir über Gefühle sprechen will, fällt es dir normalerweise leichter, als wenn du in irgendeiner Beziehung zu ihnen stehst.

Auch in einer Beziehung zu einem sehr guten Freund oder einer sehr guten Freundin sind wenig Probleme bei Gesprächen über Gefühle zu erwarten. Das gilt jedenfalls dann, wenn du mit dieser Person bereits eine gewisse Routine entwickelt hast und weißt, dass du ihr vertrauen kannst.

Wesentlich schwieriger wird die Lage, wenn du dich in irgendeiner Beziehung (Arbeit, Verein, Verwandtschaft, Freundeskreis) zu einer Person befindet, weil du etwas „offenbarst“, was dort möglicherweise verbreitet wird.

Ziemlich „brenzlig“ kann es werden, wenn du bereits eine intensive oder gar intime Beziehung mit der Person hast und du ein „etwas befremdliches“ Gefühl mit ihr teilen willst. In diesem Fall kann eure Beziehung gefestigt oder aber auch gestört werden.

In einer Situation ist der „Sprung über die Hürde“ unerlässlich, aber dennoch nicht einfach. Das gilt immer dann, wenn du mit der Person noch keine Freundschaft oder Liebesbeziehung hast, aber gerne eine hättest.

Über die Hürden springen - der Weg zum Erfolg bei Gesprächen über das Fühlen

Wenn du das Bedürfnis hast, über ein Gefühl zu sprechen, dann ist zunächst nötig, die Bereitschaft des anderen zu überprüfen. Manche Menschen reagieren befremdet, und wenn es so ist, hat es wenig Sinn, mit ihnen über Gefühle zu sprechen. Andere sind der Meinung, dass es nicht angebracht ist, über Gefühle zu sprechen. („Darüber spricht man doch nicht“).

Gespräche „mit Ankündigung“

Wenn du selber einen Grund oder Anlass hast, über Gefühle zu sprechen, dann sag es möglichst undramatisch. Es kann sich um ein eigenes Gefühl handeln, um das Gefühl einer anderen Person oder um „einen Elefanten“ der bisher im Raum stand und endlich „befreit“ werden soll.

1. Mein Gefühl: „Ich habe häufig den Eindruck, dass ich … “
2. Dein Gefühl: „Du wirkst auf mich, als wärest du enttäuscht. Was ist passiert?“
3. Unklares Gefühl (Elefant im Raum): „Wir schleichen im Büro umeinander herum wie zwei Katzen. Hast du Lust, mal über die Gefühle zu sprechen, die wir dabei empfinden?“

Befürchtungen

Gespräche über „den „Elefanten im Raum“ sind immer heikel, weil damit ein Thema auf den Tisch kommt, das vorher vermeiden wurde. Wird ein klärendes Gespräch (nicht nur im Beispiel) für eine tiefere Bindung sorgen? Wird es die Zusammenarbeit behindern, wenn es "schief geht“?

Auch die beiden anderen Situationen sind nicht problemlos. Wenn ich sage: Ich habe den Eindruck“, dann kann dies wie ein Übergriff wirken. Sage ich „du wirkst auf mich“, dann kann die andere Person diese Beobachtung ablehnen.

Besonders kritisch ist der „Elefant“. Wer ihn sichtbar macht, riskiert, dass die andere Person behauptet, da wäre gar kein Elefant.

Der Ausdruck „da steht ein Elefant im Raum“ steht für ein bekanntes, heikles Thema, das aus Angst vor Konflikten, Scham oder Höflichkeit nicht behandelt wird.


Gespräche mit sanften „Vorgaben“

Der Weg zu einem Gespräch über Gefühle ohne „Ankündigungen“ ist ebenfalls möglich. Es ist oftmals der bessere Weg, da Ankündigungen oder Appelle (Aufrufe) oftmals zur Verwirrung oder Ablehnung führen. Eine sanfte Vorgabe besteht darin, der anderen Person kleine Schwächen zu offenbaren. Das führt in gewöhnlichen, nicht belasteten Gesprächssituationen dazu, dass auch der Partner darauf eingeht. Manchmal warten Gesprächspartner darauf, dass die Themen deutlich intimer werden.

Wenn dein Gegenüber absolut nicht darüber sprechen will, wird er den „unterschwelligen“ Vorschlag ignorieren. Greift er oder sie dich an, weil du deine Schwächen zeigst, dann versuche, dem Gespräch eine andere Wendung zu geben (z. B. durch Metakommunikation) oder es irgendwie zu beenden.

Wie bereits erwähnt: Meist funktioniert diese einfache Methode, wenn du mit einem selbstbewussten Menschen sprichst, der sich seinerseits nicht scheut, über Gefühle zu sprechen.

Wenn es um Intimitäten geht

Ein besonderer Fall sind Gespräche bei sogenannten „ersten Dates“, bei denen oft sehr viel über „Gemeinsamkeiten“ gesprochen wird, die bei näherem Hinsehen belanglos sind. Gelingt es dabei nicht, Gefühle in das erste Gespräch einzubringen, so ist es so gut wie aussichtslos, dass sich „mehr“ entwickelt. Selbstverständlich gilt auch dabei, dass du nicht „mit der Tür ins Haus fallen solltest“, aber es lohnt sich, gemeinsam durch eine „offen gehaltene Tür“ zu gehen.

Gerade bei „ersten Begegnungen“ gibt es oft große Hürden, die „Beobachtungen“, die sich dort ansammeln, in „Gefühle“ umzumünzen und dabei die eigenen Bedürfnisse zu berücksichtigen. Das allein reicht aber auch noch nicht: Bedürfnisse in Worte zu wandeln, ist ein Versuch mit ungewissem Ausgang. Am Ende einer ersten Begegnung kommt es nahezu ausschließlich darauf an, wie viel Intimität du (und der/die jeweils andere) zulassen.

Wenn du eine Technik suchst, mit der du deine Kommunikation strukturieren kannst, dann lies her nach. Spezielle Hinweise zu drei häufigen Gesprächen über Gefühle findest du hier.

Hinweis: Die Beispiele zu diesem Thema nehmen sehr viel Raum ein. Wir versuchen, bis Ende April einige Dialoge zu veröffentlichen.
Bild © 2026 bei sehpferd.de

Kommunikation - die Bedeutung von „Verstehen“ und „verstanden werden“

Die Grundlagen von „Verstehen“ und „verstanden werden“

Verstehen heißt zunächst, dass man mit etwas Gesagtem … passende Gedanken verbindet und die Bedeutung oder den Sinn davon erfasst.

(Rhetos)

Verstehen – etwas gedanklich erfassen

„Verstehen“ bedeutet im Wesentlichen, den Inhalt des Gesprächs in möglichst vielen Details zu erkennen und sie möglichst präzise zu erfassen. Die Nachrichtentechnik, die Kybernetik und die Rhetorik unterstützen diese Definition.

Verstehen - sich in etwas einfühlen

Das Wort kann aber auch bedeuten, die Emotionen der anderen Person möglichst „nachfühlen“ zu können. Dies wird auch mit dem Wort „einfühlen“ beschrieben, in der Bildungssprache wird es dann zur „Empathie“. Die Psychologie benutzt das Wort in dieser Weise.

Das Gefühl vermitteln, etwas zu verstehen

Es ist durchaus möglich, der anderen Person das Gefühl zu geben, verstanden zu werden. Da ist eine Kommunikationstechnik, die alle Menschen benutzen können: Aktives Zuhören erzeugt Teilhabe, und Teilhabe gilt als „verstehen“.

Verstanden werden - einfach und strukturiert reden

Ein Mensch, der verstanden werden will, benutzt eine möglichst einfache Sprache, die er so gliedert, dass die Botschaft beim Partner auch „ankommt“.

Der Begriff kann auch bedeuten, sich intensiv darum zu bemühen, Emotionen so zu vermitteln, dass die andere Person sich möglichst vollständig „einfühlen“ kann. Dies ist ein sehr hoher Anspruch, der oftmals nicht erfüllt werden kann.

Für die meisten Fälle ist es ausreichend, der anderen Person zu vermitteln, dass du dir Verständnis für deine Emotionen wünscht.

Die Bedeutung für beide Partner

In einem reinen Informationsgespräch kann ich jederzeit überprüfen, ob der jeweils andere alles verstanden hat. In der gleichen Weise kann ich überprüfen, ob ich selbst alles verstanden habe. Dazu benutze ich Rückfragen oder Feedback.

Gespräche haben oft mehrere Aspekte – zum Beispiel einen Informations- und einen Beziehungsaspekt. In einer Beziehung spielen Emotionen eine größere Rolle als in einer Zweckgemeinschaft. Aus diesem Grund wird in einigen Gesprächen viel Wert daraufgelegt, Gefühle anzusprechen.

In einem überwiegend emotionalen Gespräch erzeugt „verständnisvolles aktives Zuhören“ den Eindruck, zu verstehen. Die andere Person bekommt dadurch das Gefühl, verstanden worden zu sein.

Wichtig bist vor allem, die Ziele im Augen zu behalten. Durch Kommunikation kann Trost, Rat, Lebenshilfe, eine Problemlösung und noch viel mehr vermittelt werden, wenn sich die Partner über ihre Ziele und Möglichkeiten einig sind.

Emotionen einfach erklärt

Viele Menschen fragen: Was sind eigentlich Emotionen? Beim Erklären wird oft angenommen, dass Gefühle und Emotionen nur zwei verschiedene Namen für dieselbe Sache sind. Ich will versuchen, euch den Unterschied zu erklären.

- Emotionen sind innere Regungen, die andere an dir erkennen können.

- Du kannst sie auch an anderen erkennen.

- Sie bestehen aus einer Mischung aus angeborenem oder erlerntem Verhalten.

- Hinter den Emotionen stehen biochemische Prozesse und psychische Empfindungen, die wir auch als Gefühle bezeichnen.

- Das heißt: Wir können andere anhand ihrer Emotionen einschätzen und wir können ebenso lernen, uns selbst auf diese Weise einzuschätzen.

- Es heißt aber auch: Emotionen lassen sich kontrollieren. Das tun die Menschen nahezu alle. Das, was sie dabei tun heißt ganz allgemein „Kultur“. Sie beschreibt das erwünschte Verhalten im Umgang miteinander.

- Was auch bedeutet: Es ist ziemlich schwierig, die echten Gefühle herauszubekommen.

Gefühle fließen - wenn du sie festhalten willst, benötigst du Worte

Wenn du deine Gefühle in Worte fassen kannst, lernst du etwas über dich selbst – das ist das Wichtigste. Gefühle auszutauschen oder jemand andrem verständlich zu machen, ist wesentlich schwieriger.

einfach_spracheDieser Artikel ist ein Versuche, den Unterschied zwischen Gefühlen und Emotionen in einfacher Sprache zu erklären. Dazu musste ich viele komplizierte Begriff weglassen, die Wissenschaftler gerne benutzen. Wir haben dazu etwas mehr aus psychologischer Sicht in einfacher Sprache.