In diesem Abschnitt beschäftigen wir uns mit der gegenwärtigen (2020 - 2026) und zukünftigen Entwicklungen der Kommunikation selbst und den Seminaren,in denen sie behandelt wird. Dabei geht die Tendenz bei den Trainings einerseits in Richtung "Persönlichkeitsentwicklung" (persönlicher und beruflicher Erfolg). Anderseits werden heute vermehrt Seminare angeboten, bei denen Emotionen die größere Rolle spielen (Förderung von Empathie).
Kommunikation als universelle „Problemlösung“?
In manchen Publikationen wird „Kommunikation“ heute als Universalmittel zur Lösung von Problemen aller Art empfohlen. Zu Bedenken ist jedoch, dass die „Lösung“ von Problemen in der Auflösung der Knoten liegt, was oft eine Verhaltensänderung bedingt. Es handelt sich also um eine relativ komplexe Aufgabe, in der Kommunikation nur als Werkzeug, nicht aber als Lösungsweg gilt.
Eine schnelle Lösung kann gefunden werden, wenn der Lösungsweg blockiert ist, aber durch einige Fragen geöffnet werden kann. Hat das Problem viele Ebenen und wurden schon allerlei erfolglose Maßnahmen zur Lösung versucht, dann kann die Lösung nicht durch gängige Kommunikationsmethoden gelöste werden. Professionelle Problemlöser nutzen in diesem Fall die Möglichkeit, das Problem zunächst genauer zu definieren, etwa durch einen IST-SOLL-Vergleich.
Die neueste Entwicklung – Gefühle durch Kommunikation mit Algorithmen (seit 2020)
Manipulation drurch einen Roboter - 2026 bereits Realität
Die neue Herausforderung für Menschen, die sich mit Kommunikation beschäftigen, ist die KI (künstliche Intelligenz, englisch AI – Artifical intelligence“. Die Kommunikation zwischen einem echten Menschen und einer Maschine, die einen Menschen imitiert, wirft völlig neue Fragen auf. Sie beginnen bei der klassischen Definition von „Verstehen und verstanden werden“ und sind längst bei der „Empathie“ der „Chatbots“ (Kommunikationsroboter) angekommen. Nach neuesten, weitgehend bestätigten Forschungen können Chatbots mehr Empathie erzeugen als Menschen. Das liegt natürlich nicht an den Maschinen, sondern an einem Trick der Programmierer: Solange das Programm die Gefühle, Meinungen oder andere Äußerungen bestätigt, empfindet der Mensch lustvolle Genugtuung. Echte Menschen hingegen bringen ihre eigenen Gefühle ein, die niemals völlig identisch mit den Gefühlen eines anderen Menschen sind. Seither gilt: Maschinen können menschliche Gefühle mit einfachen Mitteln manipulieren.
Diese Methode gilt mittlerweile als gefährlich, weil sie zur Manipulation der Gefühle, eventuell sogar zur Gehirnwäsche eingesetzt werden kann.
Und über den Tag hinaus - was wird aus der menschlichen Kommunikation?
Die Zukunft ist immer eine Herausforderung. Mit den „sozialen Medien“ und dem Einsatz künstlicher Intelligenz besteht die Möglichkeit, Menschen auch ohne „aktiven Dialog“ zu beeinflussen - negativ wie positiv. Fachleute warnen schon heute (2026) vor einer möglichen „Gehirnwäsche durch KI“. (1) Bewiesen ist, dass „Chatbots“ so programmiert werden können, dass nicht nur die Meinung des Kommunikationspartners manipuliert werden kann, sondern auch seine Gefühle.
Aus der Sicht des konstruktivistischen Denkens bedeutet dies eine Art „künstliche Gleichschaltung“, die dazu führen könnte, dass die Realität absichtlich verfälscht wird. Manche Autoren und Autorinnen sind der Meinung, dass dies bereits geschieht.
(1) The Instability Of Truth", New York 2025
Hast Du etwas vermisst, mehr erwartet und möchtest Du Kritik üben? Dann sag es einfach.
Eine persönliche Mitteilung an die Benutzer(innen) meiner Schriften über Kommunikation.
Liebe Leserin, lieber Leser,
Was ich hier schreibe, ist ein Teil der Kommunikation zwischen Ihnen und mir. Sie ist nicht vollständig, weil Sie jetzt nicht antworten können. Allerdings steht Ihnen frei, das zu tun, nachdem Sie diesen oder einen anderen Artikel von mir gelesen haben. Ich versichere Ihnen zunächst, dass dieser Artikel von einem Menschen geschrieben wurde.
Falls Sie dies für „selbstverständlich“ halten: Bereits heute werden Blogbeiträge und Internet-Artikel ganz oder teilweise von künstlicher Intelligenz (KI) erzeugt. Tatsächlich wird heute schon die Hälfte aller neuen Internet-Artikel von verschiedenen KI-Programmen „geschrieben“. Diese Tendenz zeichnet sich seit 2022 ab, als etwa 10 Prozent der Internet-Artikel durch KI erzeugt wurden. 2024 waren es etwa 40 Prozent, und 2025 schien sich der Anteil auf etwa 50 Prozent zu stabilisieren. (1)
Für einige dieser Artikel wurde künstliche Intelligenz eingesetzt, um möglichst alle Aspekte eines Themas zu berücksichtigen. Die Ergebnisse der KI wurden dabei mehrfach anhand anderer Quellen überprüft.
In dieser Artikelserie wurden verschiedene Sichtweisen der Kommunikation eingebracht, von denen einige zu den „Standards“ gehören. Da die meisten dieser Theorien über 50 Jahre alt sind, wurden die Erklärungen dazu überarbeitet. Teilweise sind heute Ergänzungen nötig, um sie zu verstehen - in jedem Fall aber habe ich versucht, sie sprachlich zu vereinfachen.
Derjenige Teil, der aus er Praxis der Kommunikationsseminare stammt, wurde ohnehin ständig aktualisiert und an neue Zielgruppen angepasst, während die Grundlagen sich kaum verändert haben. Neue Erkenntnisse ergaben sich durch die Änderung des Kommunikationsverhaltens (Mobiltelefon, Chat, soziale Medien, Internet) und vor allem aus dem Einsatz künstlicher Intelligenz.
Ich bitte Sie nun, mir zu folgen, Rückkoppelung zu geben oder ihre Einwände zu formulieren.
Vor lange Zeit sagte mir ein Manager, er habe seine gesamte Karriere auf zwei Sätze aufgebaut: „So what?“ (Was solls) und „why not“ (warum eigentlich nicht?).
Seine Einstellung passt hervorragend zu den guten Seiten des „positiven Denkens“, nämlich eine Sache mutig anzugehen, um sie zum Erfolg zu führen (why not). Zugleich werden „Unkenrufe“ aus dem Fachgebiet oder einer Tradition abgewehrt „So what?“. Kurz: Positives Denken kann Innovationen im Verhalten, Denken und Fühlen erzeugen.
Etwas aus einer anderen Perspektive sehen
Was die Welt bewegt, lässt sich nicht unbedingt ändern. Auch der Zeitgeist ist allgegenwärtig, und er spiegelt nicht immer die eigene Realität wider. Es ist aber möglich, viele Umstände des Lebens in einem anderen Licht zu sehen oder „aus einer anderen Perspektive“.
Die Methode, Dinge aus einer anderen Perspektive sehen zu können, ist das eigentliche Geheimnis hinter der Psychologie. Jede der Sichtweisen und alle Schulen der Psychologie gehen davon aus, dass eine neue Perspektive das Denken, Fühlen oder Handeln verändern kann. Das gleiche Prinzip wird auch zur Klärung, Veränderung und Lösung komplexer technischer oder organisatorischer Vorgänge benutzt.
Menschliche Kommunikation - von Kieselsteinen und Betonwänden
So weit, so gut. Jedenfalls, solange wir davon ausgehen, dass es sich bei beiden Partnern um Menschen handelt. In so gut wie jedem Gespräch unter Menschen gibt es Kieselsteine, Stolpersteine, über die wir fallen können und Betonwände, vor denen wir zurückschrecken. Menschen merken dies, und sie handeln dann auch wie Menschen: Ignorieren, umgehen, hinweisen, klären oder andere Wege suchen.
Mensch-Maschinen-Kommunikation - wie Computer-Programme Gefühle benutzen
Anders ist es beim Dialog von Mensch und Maschine. Eine verbreitete Theorie basiert darauf, dass „Maschinen keine Gefühle haben“. Aus diesem Satz wird oft ein logischer Fehlschluss abgleitet: „Weil sie keine Gefühle haben, können sie auch keine Gefühle erkennen“.
Sie können es längst. Sie untersuchen das geschriebene oder gesprochene Wort auf emotionale Ausdrücke, insbesondere auf Defizite. Sie können nun so programmiert werden, dass sie ähnlich verfahren wie ein Mensch – also Aussagen bestätigen, ergänzen oder infrage stellen.
Diese Programme könnten auch so eingestellt werden, dass sie ständig widersprechen, neue Aspekte einbringen oder Kritik üben.
Und sie können so ausgestaltet werden, dass sie stets bestätigen, mitfühlende Sätze hinzufügen oder alles gutheißen, was der Mensch sagt oder schreibt.
Schädlicher Optimismus durch Einsatz von KI
Besonders der letzte Fall sollte die Alarmglocken in den Ohren dröhnen lassen. Denn durch solche Programme, die KI benutzen, können falsche Hoffnungen erzeugt und Probleme verharmlost werden. (Schädlicher Optimismus, „toxic positivity“).
Das Fazit - optimistisch sein, aber kritisch bleiben
Ganz allgemein gilt also: Nicht einlullen lassen – gleich ob dir jemand etwas „schönreden“ will oder ob er, sie oder es dich durch eine „positive Haltung“ verführen will, um deine Gedanken in die gewünschte Richtung zu lenken.
Wenn das so ist, dann ist zumeist der/die andere oder die Institution, die das Programm geschaffen hat, der Nutznießer - und du könntest das Opfer sein.
Heute ist das Internet ja überall, und wahrscheinlich benutzt du es auch. Und wie du weißt, kannst du im Internet eine Menge Wissen absaugen und sogar für die Schule oder eine andere Ausbildung nutzen.
Die Frage, ob das Internet Gefühle auslösen kann, ist einfach zu beantworten: Wenn Bücher und Filme das können, dann können es Internet-Beiträge auch. Aber das ist nicht schlimm – dafür gibt es ja Schulstunden, in denen „Medienkompetenz“ gelehrt wird.
Gefahren durch "künstliche Intelligenz" bei Chat-Bots
Eine neue „Erfindung“ das Internets sind Programme, die Fragen beantworten können, die du selber stellst. In der Fachsprache heißen sie "Chat-Bots" - das sind Roboter, mit denen man Gespräche führen kann. Also Achtung! Du sprichst dann nicht mit Menschen, sondern mit Maschinen. Und die können dich sogar auf Internet-Seiten selber ansprechen. Meistens beantworten solche Chat-Bots Fragen, die häufig vorkommen. Da ist vielleicht nicht für jeden OK, hilft aber doch manchmal.
Gefahr durch Chat-Bots, die dich ausspionieren wollen
Schlimmer ist es, wenn dich Chat-Bots ausfragen wollen. Sie fangen ganz harmlos an, damit du ihnen vertraust. Nach einiger Zeit fragen diese Programme dich aus. Das ist so gefährlich, als wenn dich Menschen auf der Straße ansprechen und ausfragen – und wahrscheinlich noch gefährlicher. Denn sie fragen denn sie fragen dann nach Sachen, die du niemals ausplaudern solltest – zum Beispiel nach deiner Handy-Nummer oder nach einem Passwort. Das reicht manchmal schon, um viel Ärger zu bekommen.
Wenn du im Internet so einem Chat-Bot begegnest – geh schnell aus dem Programm und schalte den Computer aus. Dieser Artikel wurde in verständlichem Deutsch für Lernende ab 10 Jahren geschrieben.