Web Analytics Made Easy - Statcounter
Skip to content
 Echte Gefühle und verständliche Kommunikation by sehpferd.

Das beste Kommunikationsseminar für dich finden

Schau nach beiden Seiten - und wähle deinen Weg
Das beste Kommunikationsseminar ist das, was am besten zu deinem Leben passt. Wenn du nur einmal in die menschliche Kommunikation hineinschnuppern willst, benötigst du hauptsächlich die Grundlagen. Das heißt, du besuchst am besten ein Basis-Seminar. Die meisten beruhen auf dem Sender-Empfänger-Modell von Claude E. Shannon, dem „Vater der Informationstheorie“. Dabei ist es gleichgültig, in welche Richtung spätere Forscher dieses Prinzip ausgebaut, verändert oder bezweifelt haben – niemand kam an den Theorien von Shannon vorbei.

1. Klar, transparent und gut begründet – die Basis

Aus gutem Grund empfehle ich alle Seminare, die als Basis eine technisch nachvollziehbare, einfache Theorie vermitteln. Die meisten von ihnen arbeiten mit verständlichen, universell verwendbaren Modellen. Typisch für solche Seminare ist, dass sie sich gar nicht oder nur sehr begrenzt auf Philosophen, Psychologen oder Soziologen berufen.

2. Seminare, die sich auf Paul Watzlawick berufen

Wenn sich ein Anbieter auf Paul Watzlawick beruft, dann meint er, dass die von ihm verwendet Verfahren auf die Gedankenwelt von Paul Watzlawick zurückgehen. Watzlawick hatte die Lehre von der menschlichen Kommunikation 1967 in die Psychologie eingeschlossen. Dabei wurden sogenannte „Axiome“ verwendet, die insgesamt eine Art „Universaltheorie“ der menschlichen Kommunikation darstellen. Diese Theorie musste aber noch in eine Praxis umgewandelt werden, um für den Alltagsgebrauch tauglich zu sein. Das heißt: Alle, die sich auf Watzlawick berufen, haben eigene Methoden entwickeln müssen, um seine Lehre für die Praxis aufzubereiten.

3. Schulz von Thun und das Vier-Ohren-Modell

Friedemann Schulz von Thun hat die Gedanken von Paul Watzlawick mit denen von Carl Rogers verbunden. Rogers Theorien ermöglichten den Kommunikationstrainern, eine neue, erfolgreiche Technik in das Kommunikationsschema einzubauen: das „aktive Zuhören“. Heute sind sowohl die Modelle wie auch die Aussagen von Thuns allgemein anerkannt und in den DACH-Ländern zu einer Art Standard geworden.

4. Seminare – angepasst auf die Bedürfnisse

Völlig unabhängig von den Theorien, Methoden und „Werkzeugkästen“ der Kommunikation müssen die Ziele der Seminare zu den Bedürfnissen der Teilnehmer passen. Unternehmen, die sich ausschließlich mit Schulungen beschäftigen, berücksichtigen dies und stellen „maßgeschneiderte“ Seminare zur Verfügung. Wenn wir unterstellen, dass alle „Profis“ sind, ist dies die beste Methode, um berufsbezogene Trainings durchzuführen.

5. Wenn der Name Programm ist

In Deutschland sind Seminare zur Konfliktbewältigung sehr beliebt, wie sie beispielsweise unter dem Namen „GfK“ angeboten werden. Sie sind für Personen geeignet, die beruflich oder privat häufig in Konflikte eingebunden sind und diese gerne methodisch lösen würden.

6. Vergangenheit

Im Laufe der Jahrzehnte oder gar der Jahrhunderte verschwinden manche Methoden. Auch neue Wege, von denen sich die Autoren oder Trainer viel versprochen hatten, schafften nicht den Durchbruch. Solche Verfahren sind nicht etwa „ausgebleicht“, weil sie unsinnige waren, sondern weil die Zeit sie überholt hat. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass die heutigen Anbieter sie noch im Programm haben.

7. Gegenwart

Heute finden wir im Internet eine große Anzahl von Ankündigungen, dir eine verbesserte Kommunikation zu ermöglichen. Die Frage ist in jedem Fall: Was ist daran für DICH besser und decken diese Seminare deine persönlichen Bedürfnisse wirklich ab? Wenn du im Zweifel sein solltest: Versuch doch einfach, einen ähnlichen Kurs in der nächstgelegenen Volkshochschule zu belegen und schau dir einmal an, was du davon „mitnehmen“ kannst.

8. Zukunft

Die Zukunft wird stark von „künstlicher“ Kommunikation geprägt sein, also von Programmen, die versuchen, in Diskussionen oder Dialoge einzugreifen, um sie zu beeinflussen. Dies muss nicht zwangsläufig „schlecht“ sein, jedoch verfügen solche Programme über unendlich viele Methoden, „echte“ Menschen so zu manipulieren, dass sie zu emotionalen Marionetten der Programme werden. In Zukunft wird es vor allem darum gehen, solche Manipulationen abzuwehren. Das „beste“ für dich kann also ein Lehrgang zur „Abwehr unerwünschter Kommunikation“ werden.

Hinweise:

Erklärung: Der Autor dieses Artikels, ob unter seinem Klarnamen oder unter dem Namen „sehpferd“ veröffentlicht, verfolgt mit diesem Artikel keinerlei wirtschaftlichen Interessen.

Kurzinformationen zum "hineinschnuppern": Uni Gießen.

Angebote von verschiedenen Firmen und Organisationen: Semigaor.

Gespräche über Gefühle - wie mache ich das?

Aktives Zuhören - wenn du etwas über seine/ihre Gefühle erfahren möchtest
Wenn Gefühle in einem Gespräch eine Rolle spielen sollen, dann ist es gut, den Weg dahin zu kennen. Zwar ist das Internet voll von klugen Leuten, die über alle Formen der Kommunikation schreiben, aber zumeist bliebt alles bei der Transaktionsanalyse (Eric Berne) oder beim Kommunikationsquadrat (nach Schulz von Thun) hängen. Das sind gängige Modelle, aber noch keine Methoden. Im Internet wird dieser Unterschied gerne verschleiert. Ich empfehle daher, die Original-Literatur zu lesen.

Was du konkret tun kannst ... ein kleiner Ratgeber

Der Beginn - Small Talk schnell verlassen

Wenn du jemanden nur sehr oberflächlich kennst, beginnt dein Gespräch meist mit „Small Talk“. Um von dort auf eine Gefühlsebene zu kommen, ist es günstig, etwas von dir zu erzählen, das du sonst nicht „öffentlich“ machst. Es sollte nicht zu intim sein, aber intim genug, um dein Gegenüber zu interessieren.

Der Versuch: Zieht der Partner mit, wenn es um Gefühle geht?

Ob er oder sie „mitzieht“, kannst du leicht feststellen, Du fragst „und wie ist das bei dir?“ Wenn der/die andere wirklich an dem Gefühl und/oder an dir interessiert ist, wird er/sie das Thema aufnehmen und etwas Intimeres von sich erzählen. Normalerweise laufen alle Gespräche, bei denen es um etwas Wesentliches geht, nach einem Muster ab:

1. Über welches Gefühl will ich reden?
2. Was passiert mit mir bei diesem Gefühl?
3. Welche Erfahrung nehme ich daraus mit?


Wenn der/die andere noch zögerlich ist

Falls jemand anders das Gespräch begonnen hat und du erkennst, dass er/sie gerne über Gefühle reden mochte, sich aber nicht traut, dann führst du ihn auf eine persönliche Ebene. Sagt er beispielsweise „im Frühling verlieben sich die Leute doch gerne“, kannst du nachfragen, ob ihm/ihr so etwas schon einmal passiert ist.

Bewährt: Fragen stellen, ruhig zuhören, interessiert sein

Bei Gefühlen werden die Gespräche zumeist ruhiger, das heißt, ihr werdet euch nicht ständig neue Fragen stellen und neue Antworten erwarten. Ist eine Frage einmal gestellt, und antwortet dein Gegenüber lange und ausführlich, so kannst du dessen Redefluss über eine ziemlich lange Zeit aufrechterhalten. Man benutzt dazu eine Praxis, die sich „aktives Zuhören“ nennt. Dabei wird der Partner durch Worte und Gesten „bestätigt“. Manchmal wird auch eine Technik benutzt, die Experten „Paraphrasieren“ nennen. Oftmals erfährst du dabei wesentlich mehr und erhältst wesentlich intimere Aussagen, als wenn du mehrfach nachfragst.

Gute Zuhörer erfahren mehr über die Gefühle anderer als Menschen, die zu viel danach fragen.

sehpferd team.

Die Kommunikationsampelschaltung: Grün steht für freie Fahrt

Manche Menschen vergleichen Gespräche über Gefühle mit einer Ampel: Solange sie auf „Gelb steht“, kannst du das Thema sowohl „intimer“ gestalten als auch „allgemeiner“. Das ist manchmal nötig, wenn du jemanden noch nicht genau kennst und nicht weißt, worauf es hinausläuft. „Grün“ heißt in diesem Fall: Lass den anderen so viel erzählen, wie er mag, und je mehr er/sie herauslässt, umso mehr kannst du von dir persönlich erzählen. „Rot“ ist übrigens wirklich ein Stoppzeichen in der Kommunikation. Die meisten Machen eins bis drei höfliche Versuche, das Gegenüber von einem Thema abzuhalten, das für sie unangenehm ist. Hilft das nicht, muss Klartext her: Du zeigst dann, dass du jederzeit bereit bist, das Gespräch abzubrechen. Das ist kein „schlechtes Benehmen“, sondern dient deinem Selbstschutz.

Versuche, zu lernen, wie Kommunikation funktioniert

Ich hoffe, dass ihr dies alles irgendwo lernen könnt. Ein weitverbreiteter Irrtum besteht darin, es gäbe eine „bessere“, positivere oder „erfolgreichere“ Kommunikation im privaten, intimen Bereich. In guten Kommunikationsseminaren lernst du, wie Kommunikation funktioniert und was du tun kannst, um sie zu verändern. Und das ist schon eine Menge mehr, als du in er Schule darüber gelernt hast.

Dieser Artikel wurde in verständlichem Deutsch für Lehrende und Lernende geschrieben.

Hinweis

Der Autor hat in den 1970er Jahren Kommunikation gelehrt, beobachtete die Szene aber weiter. Seit 2006 hat er wieder an der Diskussion um Kommunikation teilgenommen.