Kommunikation: Psychologen, Pädagogen und Veranstalter
Im Umgang mit Menschen muss man sich darüber im Klaren sein, dass es in der Kommunikation immer Vorbehalte gibtHarry S. Sullivan, Psychiater, Psychotherapeut
Kommunikation wird von Pädagogen, Psychologen und Praktikern unterrichtet. Grundsätzlich ist dabei sinnvoll, Grundlagen der Dialektik, der Rhetorik, der Kybernetik und der Gesprächspsychotherapie zu kennen.
Was die Psychologie in die Kommunikationslehre einbringt
In einer Schrift zum Psychologiestudium heißt es:
„Das kritische Denken (ist) eine wertvolle Fähigkeit in jedem Beruf, der die Bewertung von Informationen erfordert.“Die Psychologie kann uns beispielsweise dabei helfen, Fragen, Antworten und andere Gesprächsroutinen zu verstehen, einzuordnen und zu verändern.
Das ist zwar nicht die gesamte Psychologie, die Kommunikationstrainer in Seminaren verwenden, aber es sind die ersten drei Bausteine.
Muss der „Trainer“ zwangsläufig Psychologe sein?
Die Frage wird oft gestellt, aber sie lässt sich einfach an einem Beispiel beantworten:
Eine Person, die Kommunikation lehrt, sollte die Gesetze, Möglichkeiten und Risiken der Kommunikation kennen. Je nachdem, wo sie lehrt und wen sie schult, können die Seminare sehr unterschiedlich ausfallen. Dabei hilft ungemein, möglichst viele Grundlagen, also Theorien, Methoden und Werkzeuge zu kennen.
Das bedeutet, auf unterschiedliche Anforderungen der Kunden (Klienten) eingehen zu können.
Wie in allen Bereichen des menschlichen Verhaltens spielt der „Zeitgeist“ in jede Wissenschaft hinein - auch in Kommunikationstrainings. Dabei wachsen die Ansprüche und die Erwartungen der Lernenden. Die Lehrenden allerdings haben heute kaum mehr Möglichkeiten als vor vielen Jahren.
Zwischen Lehrenden und Lernenden stehen heute die wortgewaltigen Versprechungen, mit denen manche Veranstalter werben. Doch alle Versprechungen treffen schon bald auf die erste Hürde: Umsetzen können sie nur die Lernenden. Sie benötigen dazu den Mut und die Geduld, das Verstandene in die Praxis umzusetzen. Ich kann dir nur wünschen, dass es dir gelingen möge.
Zitat (oben) aus: "Das Psychotherapeutische Gespräch", Frankfurt 1976.
Zitat Mitte: Kurzfassung einer Abhandlung zum Psychologiestudium.
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