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    <title>alles über echte gefuehle und kommunikation (Artikel mit Tag lernende)</title>
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    <description>gefuehle und kommunikation in einfacher sprache erklaert</description>
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    <pubDate>Mon, 06 Apr 2026 13:07:26 GMT</pubDate>

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    <title>RSS: alles über echte gefuehle und kommunikation - gefuehle und kommunikation in einfacher sprache erklaert</title>
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    <title>Kommunikation: Psychologen, Pädagogen und Veranstalter</title>
    <link>https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/124-Kommunikation-Psychologen,-Paedagogen-und-Veranstalter.html</link>
            <category>Kommunikation 2026</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
    <content:encoded>
    &lt;blockquote&gt;Im Umgang mit Menschen muss man sich darüber im Klaren sein, dass es in der Kommunikation immer Vorbehalte gibt&lt;/blockquote&gt;&lt;em&gt;Harry S. Sullivan, Psychiater, Psychotherapeut &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommunikation wird von Pädagogen, Psychologen und Praktikern unterrichtet. Grundsätzlich ist dabei sinnvoll, Grundlagen der Dialektik, der Rhetorik, der Kybernetik und der Gesprächspsychotherapie zu kennen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Was die Psychologie in die Kommunikationslehre einbringt &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Schrift zum Psychologiestudium heißt es:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;„Das kritische Denken (ist) eine wertvolle Fähigkeit in jedem Beruf, der die Bewertung von Informationen erfordert.“&lt;br /&gt;
&lt;/blockquote&gt;Die Psychologie kann uns beispielsweise dabei helfen, Fragen, Antworten und andere Gesprächsroutinen zu verstehen, einzuordnen und zu verändern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist zwar nicht die gesamte Psychologie, die Kommunikationstrainer in Seminaren verwenden, aber es sind die ersten drei Bausteine. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Muss der „Trainer“ zwangsläufig Psychologe sein?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frage wird oft gestellt, aber sie lässt sich einfach an einem Beispiel beantworten: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:93 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;1022&quot; height=&quot;6&quot;   srcset=&quot;https://realfeelingspro.de/uploads/waagerecht.800W.serendipityThumb.png 1200w,https://realfeelingspro.de/uploads/waagerecht.400W.serendipityThumb.png 600w&quot;  src=&quot;https://realfeelingspro.de/uploads/waagerecht.png&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;em&gt;Ein Deutschlehrer muss kein Schriftsteller sein. Dennoch lehrt er, Schriftstücke zu erstellen. Das heißt, dass er mit der Sprache umgehen kann und gewisse Regeln kennt, nach denen Schrifttum (Aufsätze, Reportagen, Erfahrungsberichte, Bildbeschreibungen) erstellt wird. Er sollte beispielsweise seinen Schülern und Schülerinnen erklären können, wie Dialoge in Romanen verwendet werden.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:93 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;1022&quot; height=&quot;6&quot;   srcset=&quot;https://realfeelingspro.de/uploads/waagerecht.800W.serendipityThumb.png 1200w,https://realfeelingspro.de/uploads/waagerecht.400W.serendipityThumb.png 600w&quot;  src=&quot;https://realfeelingspro.de/uploads/waagerecht.png&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;br /&gt;
Eine Person, die Kommunikation lehrt, sollte die Gesetze, Möglichkeiten und Risiken der Kommunikation kennen. Je nachdem, wo sie lehrt und wen sie schult, können die Seminare sehr unterschiedlich ausfallen. Dabei hilft ungemein, möglichst viele Grundlagen, also Theorien, Methoden und Werkzeuge zu kennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das bedeutet, auf unterschiedliche Anforderungen der Kunden (Klienten) eingehen zu können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie in allen Bereichen des menschlichen Verhaltens spielt der „Zeitgeist“ in jede Wissenschaft hinein - auch in Kommunikationstrainings. Dabei wachsen die Ansprüche und die Erwartungen der Lernenden. Die Lehrenden allerdings haben heute kaum mehr Möglichkeiten als vor vielen Jahren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:72 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;320&quot; height=&quot;214&quot;   srcset=&quot;&quot; src=&quot;https://realfeelingspro.de/uploads/lehren_lernen_320.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;Zwischen Lehrenden und Lernenden stehen heute die &lt;em&gt;wortgewaltigen Versprechungen&lt;/em&gt;, mit denen manche Veranstalter werben. Doch alle Versprechungen treffen schon bald auf die erste Hürde: &lt;em&gt;Umsetzen können sie nur die Lernenden.&lt;/em&gt; Sie benötigen dazu den Mut und die Geduld, das Verstandene in die &lt;a href=&quot;https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/120-Kommunikation-von-der-Theorie-zur-Praxis.html&quot;&gt;Praxis &lt;/a&gt;umzusetzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich kann dir nur wünschen, dass es dir gelingen möge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Zitat (oben) aus: &quot;Das Psychotherapeutische Gespräch&quot;, Frankfurt 1976.&lt;br /&gt;
Zitat Mitte: Kurzfassung einer Abhandlung zum Psychologiestudium. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:73 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;363&quot; height=&quot;56&quot;   srcset=&quot;https://realfeelingspro.de/uploads/kommunikation_2026.400W.serendipityThumb.png 600w,https://realfeelingspro.de/uploads/kommunikation_2026.png 726w&quot; src=&quot;https://realfeelingspro.de/uploads/kommunikation_2026.png&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=Kommunikation 2026&gt; 
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    <pubDate>Fri, 20 Mar 2026 15:09:00 +0000</pubDate>
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    <category>lehrende</category>
<category>lernende</category>
<category>praktiker</category>
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<category>veranstalter</category>

</item>
<item>
    <title>Gefühle – Einleitung zu „Fühlen ist ein wundersames Gefühl“</title>
    <link>https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/2-Gefuehle-Einleitung-zu-Fuehlen-ist-ein-wundersames-Gefuehl.html</link>
            <category>Fühlen ist ein wundersames Gefühl - Buch</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
    <content:encoded>
    Schon mein Titel &lt;em&gt;„Fühlen ist ein wundersames Gefühl“&lt;/em&gt; mag viele meiner zukünftigen Leser zweifeln lassen. Wieso kann „Fühlen“ ein „Gefühl“ sein? &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Doch wer Schulaufsätze, Novellen und andere Schriften durchsucht, wird schnell erfahren, wie viele Menschen „Gefühle fühlen“. Ich fand das „bejahende Fühlen deiner Gefühle“ ebenso wie man „Fühlen erlernen“ kann oder wie du „Kontakt zu deinen Gefühlen“ herstellen kannst. Das sind alles Ideen, die davon ausgehen, dass Gefühle ein „psychisches Phänomen“ sind. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wer Schreiben lehrt, sei es ein Deutschlehrer oder jemand, der Autoren heranbildet, wird immer darauf hinweisen, dass man weder die Angst noch die Lust fühlt, weil sie bereits Gefühle sind. In normalen Schulen wie auch in Schreibschulen gibt es Auflistungen, wie man Gefühle am besten beschreibt – nämlich anhand der Auswirkungen. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wie kommt es nun, dass wir immer wieder lesen, dass wir Gefühle „fühlen“ sollen? &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Antwort ist erstaunlich einfach: Alles, was wir nicht beschreiben können, wollen, sollen oder gar dürfen, versuchen wir mit einem einzigen Wort zu erklären. Falls uns jemand um eine etwas genauere Beschreibung bittet, werden wir mit anderen Worten abgespeist, und so geht es gerade so weiter. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das muss nicht sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Was, zum Donnerwetter, sind eigentlich Gefühle?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Erstaunlicherweise steht nicht einmal fest, was alles unter den Begriff „Gefühle“ fällt. Einmal sind es die Grundlagen des Lebens, die uns die Evolution mitgegeben hat, um zu überleben. Dann sind es Reize, die von außen auf uns einwirken und mit den Sinnen aufgenommen werden. Besonders intensiv wirken biochemische Prozesse, die das Gehirn einleitet, um elementare Triebe zu steuern. Hinzu kommen Stimmungen, die wir ebenfalls als Gefühle bezeichnen. Eine exakte Definition des Wortes „Gefühl“ existiert nicht. Und weil das so ist, müssen wir an die „Graswurzeln“ zurück - in diesem Fall zu den Grundlagen unserer Existenz. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Was also sind Gefühle wirklich? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Grunde ist es ganz einfach: Gefühle sind in ihren Grundlagen alle Impulse, die nötig sind, um unser Leben zu erhalten oder zu gestalten. Man könnte sie auch als „Anreize“ oder „Auslöser“ bezeichnen, denn Gefühle allein bewirken gar nichts. Ich zitiere dazu eine Quelle aus der Schule: &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Reizbarkeit ist ein Merkmal des Lebens. Ohne Aufnahme von Informationen ist keine sinnvolle Interaktion eines Lebewesens mit seiner Umwelt denkbar.&lt;/blockquote&gt;  &lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Aus Gefühlen werden manchmal Emotionen&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Auswirkungen einiger Gefühle nennen wir Emotionen, auf Deutsch oft „Gemütsbewegungen“ genannt. Es sind sozusagen „Gefühle in Bewegung“. Denn die Evolution hat uns nicht ohne Absicht mit Gefühlen ausgestattet - sie sollen etwas bewirken. Gefühle, die keine Auswirkungen haben, werden von uns gar nicht beachtet, weil sie vorab abgefiltert werden. Auch „das Gefühl in Bewegung“, also die Emotion, muss nicht sofort etwas Bestimmtes auslösen. Psychisch halbwegs gesunde Menschen können ziemlich sicher sein, dass ihr Gehirn nur dass „durchlässt“, was wirklich dringlich und lebensentscheidend ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Wissenschaftliche Definition von Emotionen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Um das Zusammenspiel von Gefühlen, Emotionen sowie Gedanken und ihren Auswirkungen zu verstehen, halte ich diese Erklärung für hilfreich:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Emotionen sind psychologische Zustände, welche durch neurophysiologische Veränderungen hervorgerufen werden, die auf verschiedene Weise mit Gedanken, Gefühlen, Verhaltensreaktionen und einem gewissen Grad an Freude oder Unmut verbunden sind.  &lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Der Satz ist im Grunde revolutionär. Er sagt uns, dass es gar nicht darauf ankommt, welche „Gefühle“ auf uns einwirken, sondern nur, was sie in uns bewirken. Die heutige Forschung beweist uns mit einiger Sicherheit, wo die Grundlagen der Gefühle zu suchen sind: In biochemischen Prozessen, die wir nicht oder nur unter Mühen beeinflussen können. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Mit diesem Wissen können wir nüchterner an die Gefühle und ihre Auswirkungen herangehen als mit jeder philosophischen oder psychologischen Theorie.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Wie aber nähern wir uns den Gefühlen wirklich? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wir versuchen, Gefühle in Alltagssprache zu fassen. Wir beginnen damit, Gefühle zu beschreiben, statt sie zu benennen. Dann kümmern wir uns darum, welche Emotionen daraus entstehen. Und schließlich werden wir uns damit beschäftigen, was daraus folgt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Praxis ist allerdings ungleich schwerer. Die verschwommenen, analogen „Gefühlsregungen“ lassen sich nur schwer in Worte umsetzen, und die Neigung, statt dessen Schlagworte zu verwenden, ist verführerisch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb versuche ich, hier zu beschreiben, warum uns Gefühle in Erklärungs- und Formulierungsnot bringen – und damit begründe ich auch die Notwendigkeit, diese Schrift zu verbreiten. Mein Ansatz ist die Evolution, gefolgt von der Selbstregulation und den Grundlagen der menschlichen Kommunikation. Mein Ziel ist, die menschliche Natur aus einer unabhängigen Sicht zu erklären – und zwar so, dass mich möglichst viele Menschen verstehen. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Beginnen will ich allerdings mit einem kurzen Abriss der Ideen, die &lt;a href=&quot;https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/5-Seit-wann-reden-wir-von-Gefuehlen-und-wie-nannte-man-sie-vorher.html&quot;&gt;vor dem 21. Jahrhundert&lt;/a&gt; vertreten wurden. Keine Angst, es wird nicht zu theoretisch. Wenn du diesen Abschnitt übergehen willst, kannst du ohne weiteres auch damit beginnen, etwas über die &lt;a href=&quot;https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/8-Ein-Modell-der-Gefuehle-technisch-und-stark-vereinfacht.html&quot;&gt;Methoden&lt;/a&gt; zu lesen, die ich hier verwende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Teil dieser Artikelsammlung wurde in einer stark vereinfachten Sprache für Schüler ab 10 Jahre verfasst. Wenn es sie gibt, wird in beiden Beiträgen darauf hingewiesen. Jeder Artikel kann einzeln gelesen und verstanden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:4 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;310&quot; height=&quot;207&quot;    src=&quot;https://realfeelingspro.de/uploads/lehren_und_lernen_stufe_zwei_310.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;em&gt;Diese Einleitung  meines Themas „Fühlen ist ein wundersames Gefühl“ steht hier anstelle eines Vorworts. Der Artikel wendet sich., wie die meist der hier veröffentlichten Beiträge, an Lehrende und Lernende. Sie wurde bewusst in vereinfachter Sprache geschrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zitat: &lt;a href=&quot; https://www.gymn-rhgn.org/BK_SekII_Biologie_Neurophysiologie.pdf&quot;&gt;Neuropsychologie&lt;/a&gt;. &lt;/em&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 04 Apr 2024 08:35:00 +0000</pubDate>
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    <category>autoren</category>
<category>einfache sprache</category>
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<category>schüler</category>

</item>
<item>
    <title>Seit wann reden wir von Gefühlen - und wie nannte man sie vorher?</title>
    <link>https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/5-Seit-wann-reden-wir-von-Gefuehlen-und-wie-nannte-man-sie-vorher.html</link>
            <category>Fühlen ist ein wundersames Gefühl - Buch</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
    <content:encoded>
    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 620px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:3 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;620&quot; height=&quot;675&quot;   srcset=&quot;https://realfeelingspro.de/uploads/gefuehle_in_alter_zeit.400W.serendipityThumb.jpg 600w,https://realfeelingspro.de/uploads/gefuehle_in_alter_zeit.jpg 620w&quot; src=&quot;https://realfeelingspro.de/uploads/gefuehle_in_alter_zeit.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Als das Wort Gefühle noch selten gebraucht wurde ...&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Wenn du wissen willst,  wie lange es schon das Wort Gefühle im heutigen Sinne gibt, lies diesen Artikel. Er ist ziemlich lang, und  deswegen sagen wir dir schon jetzt: du brauchst ein bisschen Geduld.  &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Das Gemüt und der Affekt  &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gefühl als „menschliche Regung“ wurde erst spät in den deutschen Sprachgebrauch aufgenommen. Zuvor benutzte man den Begriff „das Gemüt“ für die Zusammenfassung von Zuständen, die uns bewegen. Im heutigen Sprachgebrauch heißen sie „Emotionen“. Damals allerdings nannte man sie auch „Affekte“, weil sie nicht restlos willentlich gesteuert werden konnten. Um zu beschreiben, was das Gemüt umfasste, schauen wir unter „Gemütsbewegungen“ in Meyers Lexikon von 1895:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Gemütsbewegungen nennt man diejenigen geistigen Erregungszustände, welche den Körper deutlich in Mitleidenschaft ziehen, wie Freude, Schmerz, Schrecken, Scham etc.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Schon damals war man sich nicht sicher, ob man „Gefühle“ separat ansehen sollte oder unter die „Affekte“ einreihen müsste. Man kam zu dem Schluss, dass man diejenigen Emotionen „Affekte“ bezeichnen müsste, die sich als &lt;em&gt;„rasch vorübergehende Abweichungen vom natürlichen Gleichgewicht des Seelenlebens“&lt;/em&gt; entpuppen. Die anderen, „edlen“ Gefühle galten als „Bestandteile des menschlichen Charakters“. Dazu würden unter anderem die Liebe zu Ehefrau und Kindern sowie das Ehrgefühl gehören. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Diese Einteilung in „flüchtige Leidenschaften“ und „tugendhafte Gefühle“ ist zwar völlig unwissenschaftlich, wirkt aber bis zum heutigen Tag nach. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Wer spricht über Empfindungen und Leidenschaften?  &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das „Sprechen über Gefühle“ ist ohnehin eine Idee, die uns erst im 19. Jahrhundert begegnet, und hier hauptsächlich unter Schriftstellern. Sie waren gefordert,&lt;em&gt; gefühlsstarke Texte&lt;/em&gt; zu produzieren, als sich die deutsche Romantik verbreitete und zahllose Anhänger fand. Dabei spielten die „&lt;em&gt;Gefühle aus dem Inneren&lt;/em&gt;“ erstmals eine tragende Rolle, während man zuvor glaubte, Gefühle würden „von außen“ an die Menschen herangetragen. Erst im 20. Jahrhundert diskutierte man, ob es sinnvoll sei, sich über Gefühle in Gesprächen auszutauschen. &lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Aus der Seele, aus der Lust, aus der Brust &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ältesten Quellen verweisen darauf, dass der Ausdruck „Gefühl“ in erster Linie mit „Sinnlichkeit“ in Verbindung gebracht wurde. Auch in der Dichtung muss man das Wort „Gefühl“ noch mit der Lupe suchen. Als globaler Begriff für „die“ Gefühle kommen nur ausgesprochen wenige Quellen infrage, die zudem als „mundartlich“ bezeichnet werden. &lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Denn alle Gefühle, große und kleine,&lt;br /&gt;
Kommen aus der Seele alleine. &lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
 (Im Original: Mittelniederländisch, 1864, in „der leken spieghel“)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Allgemeinen stand das „Gefühl“ aber auch stellvertretend für „die Lust“, beispielsweise:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt; „Sanfte Gefühle, von dir einst durchdrungen … die Schäferin war ihr Gesang“.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
 (Friedrich Karl Kasimir von Creutz, ca. 1750.) &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Oder, in ähnlicher Weise:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Ihr, o Schönen dieser Zeit, ihr galanten Schäferinnen, &lt;br /&gt;
Anders hab&#039; ich nichts vor euch, nehmt den besten meiner Sinnen, &lt;br /&gt;
Nehmt das zärtliche Gefühle und die treue Redlichkeit.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
 Johann Christian Günther, Dichter, 1732.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Der schnelle Wandel des Begriffs in Lexika &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wenn überhaupt von Gefühlen als „Regungen aus dem Inneren“ gesprochen und geschrieben wird, dann unter dem Stichwort „Gefühl – psychologisch“. Die neue Wissenschaft tauchte beispielsweise in „Mayers Konversationslexikon“ (1885-1892) auf. Dort wird auch bereits ein Kernsatz erwähnt, der bis heute Gültigkeit hat:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;In der Natur der Gefühle ist es begründet, dass sie der äußern Darstellung und Mitteilung durch (sichtbare oder hörbare) Zeichen große Schwierigkeiten bieten.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Interessant ist dabei, dass schon 1895 die Trennung von „Gefühlen“ und „Gefühlen psychologisch“ aufgehoben wird, denn nun leitet Meyers den Abschnitt so ein:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Gefühl bezeichnet im abstrakten Sinne die Eigentümlichkeit oder Fähigkeit der Seele, durch Empfindungen, Wahrnehmungen und Vorstellungen angenehm oder unangenehm berührt zu werden. Im konkreten Sinne die dadurch entstehenden mannigfaltigen Gefühle der Lust oder Unlust.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;(Nicht im Internet zu finden, Besitz des Autors).&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die neue Version war offensichtlich eine Folge der Forschungen des Leipziger Professors Wilhelm Wundt (1832 – 1920). Er begründete ein an die Naturwissenschaften angelehnte Beweisführung für das, was uns als „Gefühle“ bekannt wird. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Seither werden Gefühle sehr unterschiedlich beurteilt. In der Literatur wie auch im Volksmund benutzt man eher das Wort „Gefühl“, während man ansonsten eher von „Emotion“ spricht. Der Begriff „Gemüt“ geht hingegen immer mehr zurück und die natürlichen Gefühle werden nicht mehr als bloße „Affekte“ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soweit der historische Rückblick auf das Wort. Ich empfehle, noch die Ergänzung zu lesen. Dort führe ich verschiedene Gruppen auf, die sich mit &lt;a href=&quot;https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/10-Der-Siegeszug-des-Begriffs-Gefuehle-und-einige-Irrtuemer.html&quot;&gt;Gefühlen beschäftigen&lt;/a&gt; und schreibe kurz über die Sichtweisen, die dabei vertreten werden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du wissen willst, warum die &lt;a href=&quot;https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/12-Die-Psychologie-als-Hueter-der-Gefuehle.html&quot;&gt;Psychologie&lt;/a&gt; eine so wichtige Rolle bei den Betrachtung der Gefühle spielt, dann lies hier weiter. Du kannst die Einleitung auch Überschlagen, wenn du wissen willst, wie die &lt;a href=&quot;https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/13-Die-Psychologie,-die-Gefuehle-und-wir.html&quot; title=&quot;https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/13-Die-Psychologie,-die-Gefuehle-und-wir.html&quot;&gt;Psychologie Gefühle einordnet&lt;/a&gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du danach suchst, was  der Unterschied zwischen &lt;a href=&quot;https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/14-Gefuehle-und-Emotionen.html&quot;&gt;&lt;em&gt;Gefühlen &lt;/em&gt;und &lt;em&gt;Emotionen&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; ist, kann es hilfreich sein, den verlinkten Beitrag zu lesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine vereinfachte Version für Grundschüler ist ebenfalls vorhanden. Sie trägt den Titel: &quot;&lt;a href=&quot;https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/7-Das-Wort-Gefuehle-seit-wann-gibt-es-das.html&quot;&gt;Das Wort Gefühle - seit wann gibt es das?&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Soweit Meyers zitiert wird: &quot;&lt;a href=&quot;https://www.retrobibliothek.de/retrobib/seite.html?id=106454  &quot;&gt;retrolib&lt;/a&gt;&quot;&lt;br /&gt;
Weitere Wörterbuch-Zitate nach einer neueren Ausgabe von Meyers.&lt;br /&gt;
Wörterbuchnetz-Zitate,&lt;a href=&quot;https://woerterbuchnetz.de/DWB/gefühl&quot;&gt; Grimm&lt;/a&gt;, hier nachzulesen&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
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Bild von Leon Lebègue, historisch, Detail, Buchillustration.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Text aus Kapitel 1 der Online-Reihe &quot;Fühlen ist ein seltsames Gefühl&quot;. 
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    <pubDate>Thu, 04 Apr 2024 11:53:00 +0000</pubDate>
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<category>fühlen</category>
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