<?xml version="1.0" encoding="utf-8" ?>

<rss version="2.0" 
   xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#"
   xmlns:admin="http://webns.net/mvcb/"
   xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
   xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
   xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
   xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
   >
<channel>
    
    <title>alles über echte gefuehle und kommunikation (Artikel mit Tag liebe)</title>
    <link>https://realfeelingspro.de/</link>
    <description>gefuehle und kommunikation in einfacher sprache erklaert</description>
    <dc:language>de</dc:language>
    <generator>Serendipity 2.5.0 - http://www.s9y.org/</generator>
    <pubDate>Wed, 15 Apr 2026 13:36:53 GMT</pubDate>

    <image>
    <url>https://realfeelingspro.de/templates/2k11/img/s9y_banner_small.png</url>
    <title>RSS: alles über echte gefuehle und kommunikation - gefuehle und kommunikation in einfacher sprache erklaert</title>
    <link>https://realfeelingspro.de/</link>
    <width>100</width>
    <height>21</height>
</image>

<item>
    <title>Small Talk, um Liebe zu finden?</title>
    <link>https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/139-Small-Talk,-um-Liebe-zu-finden.html</link>
            <category>Gefühle - Meinungen und Kontroversen</category>
            <category>Kommunikation 2026</category>
    
    <comments>https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/139-Small-Talk,-um-Liebe-zu-finden.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://realfeelingspro.de/wfwcomment.php?cid=139</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://realfeelingspro.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=139</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
    <content:encoded>
    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 1024px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:112 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;1024&quot; height=&quot;945&quot;   srcset=&quot;https://realfeelingspro.de/uploads/wenn_sich_die_tuer_oeffnet.800W.serendipityThumb.jpg 1200w,https://realfeelingspro.de/uploads/wenn_sich_die_tuer_oeffnet.400W.serendipityThumb.jpg 600w&quot; src=&quot;https://realfeelingspro.de/uploads/wenn_sich_die_tuer_oeffnet.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Türen über Intimes öffnen sich nach außen&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Was bedeutet &lt;a href=&quot;https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/128-Kommunikation,-Gefuehle-und-Manipulation.html&quot;&gt;Small Talk&lt;/a&gt; eigentlich im Zusammenhang mit dem Kennenlernen? Wozu benötigen wir sie, wenn wir Beziehungen oder Affären, Sex oder andere intime Handlungen gestalten und genießen wollen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist zunächst ein Grundsatz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Fall nicht mit der Tür ins Haus, sondern warte, bis sie sich einen Spalt auftut.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Das Gespräch ist in diesem Fall zweiteilig: Du beginnst ein Gespräch mit der Person, die dich interessiert. Nach dem „ersten Eindruck“ und drei bis vier Sätzen zur Einleitung solltest du in etwa wissen, „wie die andere Person tickt“. Das gilt besonders dann, wenn du stets &lt;a href=&quot;https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/109-Kommunikation-die-Bedeutung-der-Fragen-fuer-den-Gespraechsverlauf.html&quot;&gt;offene Fragen&lt;/a&gt; benutzt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Höre heraus, was wichtig ist &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du versuchst dabei, „Nuancen“ herauszuhören, zum Beispiel, welche Wünsche sie hat, die sie sich derzeit nicht erfüllen kann. Jeder Mensch, der für irgendeine Beziehung „offen“ ist, lässt dich ein klein wenig in seine Gefühle hineinsehen. Das geht natürlich umso besser, je sympathischer uns der „andere Mensch“ ist, und umso erfolgreicher, je mehr er „jetzt und hier“ an einer Begegnung interessiert ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Aktiv zuhören bedeutet auch, Verborgenes freizulegen &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Königs- oder Königinnenlösung ist dabei das „&lt;a href=&quot;https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/111-Kommunikation-die-wundersame-Kraft-des-aktiven-Zuhoerens-und-die-Bedeutung-fuer-den-Gespraechsverlauf.html&quot;&gt;aktive Zuhöre&lt;/a&gt;n“. Mit dieser Art der „stillen Kommunikation“ kannst du das Gespräch auf Themen hinlenken, die zwar „im Raum stehen“, aber noch nicht angesprochen wurden. (Das ist ähnlich wie beim „&lt;a href=&quot;https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/129-Kommunikation-ueber-Gefuehle-Ich,-Du-und-der-Elefant.html&quot;&gt;Elefanten im Raum&lt;/a&gt;“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Von der unverbindlichen Näherung bis zur körperlichen Nähe&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Grund dafür liegt auf der Hand: Ein unverbindliches Gespräch, ja sogar eine emotionale Annäherung oder einen Flirt, kannst du mit nahezu jedem Menschen beginnen. Bei einer lustvollen Beziehung kommt nun noch dazu, dass sich dadurch relativ schnell etwas in deinem Leben verändern könnte – das wollen die meisten Menschen allerdings nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb werden die meisten Türen zunächst nur einen Spalt weit geöffnet. Sie öffnen sich weiter, wenn beide Personen ähnliche Wünsche, Vorstellungen oder Begierden haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie weit der Weg von der  unverbindlichen Näherung bis zur körperlichen und/oder emotionalen Nähe ist, kann dir niemand voraussagen. Manchmal dauert er nur wenige Stunden, dann wieder einige Tage oder Wochen.  
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 15 Apr 2026 12:53:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/139-guid.html</guid>
    <category>affäre</category>
<category>beziehung</category>
<category>kennenlernen</category>
<category>liebe</category>
<category>lust</category>
<category>small talk</category>
<category>smalltalk</category>

</item>
<item>
    <title>Emotionale Verfügbarkeit - ein Unwort, wenn ihr ein Paar werden wollt </title>
    <link>https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/92-Emotionale-Verfuegbarkeit-ein-Unwort,-wenn-ihr-ein-Paar-werden-wollt.html</link>
            <category>Gefühle - Meinungen und Kontroversen</category>
    
    <comments>https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/92-Emotionale-Verfuegbarkeit-ein-Unwort,-wenn-ihr-ein-Paar-werden-wollt.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://realfeelingspro.de/wfwcomment.php?cid=92</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://realfeelingspro.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=92</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
    <content:encoded>
    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 620px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:64 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;620&quot; height=&quot;620&quot;   srcset=&quot;https://realfeelingspro.de/uploads/der_handel_mit_emotionen.400W.serendipityThumb.jpg 600w,https://realfeelingspro.de/uploads/der_handel_mit_emotionen.jpg 620w&quot; src=&quot;https://realfeelingspro.de/uploads/der_handel_mit_emotionen.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Emotionen, Schönheit, Sex - alles &quot;verfügbar&quot;?&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Der Begriff &lt;em&gt;„emotionale Verfügbarkeit“&lt;/em&gt; ist, ebenso wie das Gegenteil, die &lt;em&gt;„emotionale Nichtverfügbarkeit“&lt;/em&gt;, eine grobe Verallgemeinerung. Sie hat in der Psychologie ihren Platz, wenn von Kindern die Rede ist, deren Eltern „gefühlsmäßig“ für sie „nicht erreichbar sind.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;h1&gt; Emotionale Verfügbarkeit &lt;/h1&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Was der Begriff &lt;em&gt;„emotionale Verfügbarkeit&lt;/em&gt; wirklich bedeutet &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was die Beziehungen Erwachsener zueinander angeht, so ist folgender Satz gleichfalls richtig (1):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Emotionale Nichtverfügbarkeit beschreibt die Unfähigkeit, emotionale Bindungen in Beziehungen aufrechtzuerhalten. Da es schwierig ist, eine gesunde Beziehung ohne eine emotionale Verbindung zu führen, neigen solche Menschen dazu, Beziehungen als Herausforderung zu empfinden.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Setzt man statt „verfügbar“ nun „bereit“ ein, so ergib sich: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Wer nicht bereit ist, sich auf emotionale Bindungen einzulassen, empfindet Beziehungen oft als Aufgaben, die für ihn schwer zu bewältigen sind. &lt;/em&gt; (2) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Einfache Sätze zeigen uns die Wahrheit hinter &quot;emotionale Verfügbarkeit&quot;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir den zuvor geschriebenen Satz in beide Richtungen ergänzen, umkehren würde dies heißen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Wenn jemand in einer Beziehung bestimmte Gefühle zeigt, empfindet, sendet oder empfängt, dann wird diese Person dadurch bereichert. Wem dies jedoch nicht gelingt, der sieht die Beziehung überwiegend als Schwierigkeit an. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir könnten natürlich auch sagen: &lt;em&gt;Wenn in einer Beziehung keine Gefühle füreinander aufkommen, dann ist es keine Beziehung. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedenfalls sind wir jetzt auf der richtigen Spur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Es gibt keine emotionale Verfügbarkeit &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun werden sich manche wundern – warum gibt es etwas nicht, was angeblich „in aller Munde“ ist?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganz einfach: Weil &lt;em&gt;„Verfügbar“&lt;/em&gt; bedeutet, dass etwas vorhanden ist, was andere Nutzen können – und zwar so, dass jederzeit Zugriff darauf besteht. Die Barriere für den Zugriff ist stets der Preis – also das, was wir im Tausch dafür bezahlen müssen. In der Liebe wäre es beispielsweise eine gleiche oder ähnliche Zuneigung. Das bedeutet nun aber, dass Gefühle eben nicht verfügbar sind, sondern erworben werden – und zugänglich sind sie nur, wenn man den „Preis“ bezahlt, der dafür üblich ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Kein Recht auf den Zugriff zu den Gefühlen anderer &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt also kein Recht auf den „Zugriff“ – und das weiß wirklich jede Frau und jeder Mann. Dabei ist sehr merkwürdig, dass bei Emotionen die Worte „Zugriff“ oder „Verfügbarkeit prüfen“ positiv gesehen werden. Würde es um sexuelle Handlungen gehen, so wäre „sexuelle Verfügbarkeit prüfen“ ein absolutes Unwort. Wenn Frau oder Mann bereit sind, Gefühle oder Sex zu schenken, dann ist das ihre &lt;em&gt;eigene Entscheidung. Es ist keinesfalls eine Frage der Verfügbarkeit. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Damen und Herren, sie sich als Psychologen oder Soziologen verstehen, sollten das wissen – und das ist meist auch der Fall. Doch es scheint zumindest so, als ob einige Personen aus dem esoterischen Umfeld dem missverständlichen Begriff „emotionale (Nicht)Verfügbarkeit“ benutzen, um ihre Lehren als „Wissenschaft“ zu deklarieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:6 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;310&quot; height=&quot;205&quot;   srcset=&quot;&quot; src=&quot;https://realfeelingspro.de/uploads/lehren_und_lernen_stufe_drei_310.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;Wir haben uns bei diesem Artikel bemüht, alles in verständlichem Deutsch zu schreiben. Er enthält allerdings Zitate aus einem Fachbereich oder nutzt ein entsprechendes Vokabular und wendet sich vor allem an Leserinnen und Leser, die ihr Wissen vertiefen wollen. Der Beitrag enthält Meinungen, die möglicherweise von offiziellen Lehrmeinungen abweichen.&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;br /&gt;
(1) Quelle des Zitats:&lt;a href=&quot;https://www.healthline.com/health/emotionally-unavailable&quot;&gt; Healthline &lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
(2) Als „Emotionen“ bezeichnet man den sichtbaren (erkennbaren) Anteil der Gefühle. &lt;/em&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 26 Jan 2025 15:29:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/92-guid.html</guid>
    <category>emotionale verfügbarkeit</category>
<category>emotionen</category>
<category>liebe</category>
<category>paare</category>
<category>partersuche</category>
<category>verfügbarkeit</category>
<category>werte</category>

</item>
<item>
    <title>Persönlichkeit, Gefühle und Sinn bei der Partnersuche  - ein Ratgeber </title>
    <link>https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/89-Persoenlichkeit,-Gefuehle-und-Sinn-bei-der-Partnersuche-ein-Ratgeber.html</link>
            <category>Gefühle - Meinungen und Kontroversen</category>
    
    <comments>https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/89-Persoenlichkeit,-Gefuehle-und-Sinn-bei-der-Partnersuche-ein-Ratgeber.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://realfeelingspro.de/wfwcomment.php?cid=89</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://realfeelingspro.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=89</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (sehpferd_team)</author>
    <content:encoded>
    &lt;strong&gt;Ungleich sein ist ein Prinzip des Menschseins&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ungleich, also unterschiedlich zu sein, ist ein Prinzip des Menschseins und einer der Meilensteine der Evolution. Wer von Gleichheit spricht, unterschätzt, wie viele Aspekte die Persönlichkeit eines Menschen im Alltag umfasst. Das hat nichts mit den Begriffen „Heterogamie“ oder „Homogamie“ zu tun, sondern ist einfach eine Tatsache. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen wir uns aktuelle Beziehungen an, so erfahren wird dies:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;h1&gt;&lt;blockquote&gt;Eine Beziehung kann durch, trotz oder völlig unabhängig von Gleichheiten oder Verschiedenheiten gelingen. Wichtig ist allein, die Unterschiede einerseits und die Gleichheiten andererseits zu kennen und damit umgehen zu können. &lt;/blockquote&gt;&lt;/h1&gt;&lt;br /&gt;
Kommen wir nun zum „Eingemachten“. Was kannst du 2024 und in den folgenden Jahren tun, um eine liebevolle und sinnreiche Beziehung aufzubauen, in der auch die Gefühle „zusammenpassen“? Ich habe sieben Punkte gefunden, die im Grund zu allen Zeiten galten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Sieben moderne Regeln für zukünftige Paare&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.	Der beste Rat, den ich allen geben kann: Sucht euch Partner(innen), die euch ergänzen. Also weder solche, die angeblich gleich sind noch solche, die gegensätzlich sind. &lt;br /&gt;
2.	Toleranz hilft. Menschen sind nie absolut gleich noch sind sie absolut gegensätzlich. Die meisten liegen irgendwie im „Mittelfeld“ – und dort gibt es noch genug Menschen, die Partner(innen) suchen. &lt;br /&gt;
3.	Der „Markt“ ist niemals ausgewogen, sondern hat manchmal ein Überangebot, manchmal einen Mangel an ähnlichen Partnern/Partnerinnen. Zumeist gibt es aber Menschen, die sich dennoch verlieben wollen, auch unter dem Aspekt, Kompromisse einzugehen. Wer dies versucht, gewinnt in der Regel. &lt;br /&gt;
4.	Angesichts der neuen Lehren von der Persönlichkeit gehen wir von sogenannten „I&lt;a href=&quot;https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/90-Interaktionspersoenlichkeit-das-Wort-wird-hier-verstaendlich-erklaert.html&quot;&gt;nteraktionspersönlichkeiten&lt;/a&gt;“ aus. Das heißt, du nimmst eine bestimmte Persönlichkeit in Liebe und Ehe ein, die du niemand anderem zeigst als deiner Partnerin oder deinem Partner. Dabei gleichen sich beide an.&lt;br /&gt;
5.	Durch dieses „Angleichen“ entwickelt sich  auch ein „Wir“, das es in dieser Form nur zwischen dir und deinem Partner / deiner Partnerin gibt. &lt;br /&gt;
6.	Der Anpassungsprozess betrifft jeden und jede, der/die sich auf eine Beziehung einlässt. Bindung setzt „sich einzulassen“ voraus. &lt;br /&gt;
7.	In anderen Formen der Beziehung (zum Beispiel im Beruf) kannst du durchaus eine abweichende Persönlichkeit darstellen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit großer Wahrscheinlichkeit beruhen nahezu alle Ehen, die lange halten und glücklich sind, darauf, einander zu ergänzen. Wer mag, kann dies als eine Win-win-Situation bezeichnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Warum wir nicht alle glücklich werden&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sogenannte Online-Dating hat dazu geführt, dass Neigungsehen (Liebesheiraten) wieder etwas abgewertet wurden. Die zur Partnersuche verwendeten Algorithmen führten dazu, dass immer mehr Personen mit ähnlichem wirtschaftlichem und bildungsbezogenem Hintergrund zusammenkamen. Das gilt zwar als wichtiger Vorteil, bietet aber keine Garantie für Übereinstimmungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Geld- und Bildungseliten im Zwielicht&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem ist es aus gesellschaftspolitischer Sicht fragwürdig: Wir bilden durch solche Verfahren angebliche Eliten, die wieder neue Schichtmodelle darstellen. Dadurch wird die Gesellschaft allerdings weniger „durchmischt“, was bedeutet, dass letztlich Gruppen von enttäuschten Personen entstehen, die keine Partner(innen) finden.&lt;em&gt; In der gegenwärtigen deutschen Gesellschaft (2024) sind es die besonders gut ausgebildete Frauen und besonders schlecht ausgebildete Männer. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Wie du dennoch glücklich wirst &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Gesellschaft zurück zu den Einzelpersonen. Wenn zwei Menschen in ihrem „Lebenshintergrund“ übereinstimmen, ist schon viel gewonnen. Das Leben auf einem Bauernhof ist anders als das in einer städtischen Villa, das in einer Sozialwohnung anders als das in einem Eigenheim. Der sogenannte „&lt;em&gt;Stallgeruch“ &lt;/em&gt; lässt Menschen leichter zueinanderfinden. Durch Toleranz, Kompromissbereitschaft und Lernfähigkeit lassen sich solche Hürden allerdings überwinden. Das wieder heißt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-	Wenn du dich&lt;em&gt; nicht&lt;/em&gt; anpassen, verändern, dazulernen oder anderweitig entwickeln willst, wird es für dich schwierig, den „wirklich“ passenden Partner zu finden. Und zwar, weil es davon zu wenige Exemplare gibt. „Gleichheit“ zu verlangen, ist also die schwierigste Suchmethode. &lt;br /&gt;
-	Es ist ebenso unwahrscheinlich, einen völlig gegensätzlichen Menschen zu treffen und mit ihm glücklich zu werden. &lt;br /&gt;
-	Ziemlich sicher ist hingegen, einen Menschen zu treffen, der dich ergänzt und den du ergänzen kannst. Wenn du dich auf Menschen konzentrierst, die einige gute Eigenschaften suchen, die du hast – und wenn du an deinem Gegenüber Eigenschaften entdeckst, die du gut gebrauchen kannst. &lt;br /&gt;
-	Liebe, die sich langsam aus Begegnungen entwickelt, führt in der Regel zu einem umfassenderen Glück als ekstatische Verliebtheit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Zurück zum Fühlen ...&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was das alles mit dem Fühlen zu tun hat? Im Grunde genommen hat alles nur mit dem Fühlen zu tun, was die Liebe betrifft. Die anderem Eigenschaften deinen  dazu, den Alltag eines Paares möglichst problemlos zu gestalten.  
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 21 May 2024 15:00:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/89-guid.html</guid>
    <category>erfolg</category>
<category>gleich</category>
<category>liebe</category>
<category>partnerschaft</category>
<category>ratgeber</category>
<category>suche</category>
<category>verschieden</category>

</item>
<item>
    <title>Du willst über heftige Emotionen schreiben? So geht es ...</title>
    <link>https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/81-Du-willst-ueber-heftige-Emotionen-schreiben-So-geht-es-....html</link>
            <category>Fühlen ist ein wundersames Gefühl - Buch</category>
            <category>Gefühle - Meinungen und Kontroversen</category>
    
    <comments>https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/81-Du-willst-ueber-heftige-Emotionen-schreiben-So-geht-es-....html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://realfeelingspro.de/wfwcomment.php?cid=81</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://realfeelingspro.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=81</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
    <content:encoded>
    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 620px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:56 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;620&quot; height=&quot;407&quot;   srcset=&quot;https://realfeelingspro.de/uploads/gedanken_der_leserin.400W.serendipityThumb.jpg 600w,https://realfeelingspro.de/uploads/gedanken_der_leserin.jpg 620w&quot; src=&quot;https://realfeelingspro.de/uploads/gedanken_der_leserin.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Was die Leserin liest und was sie dabei fühlt  ...&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Wie beginnst du, wenn du Gefühle beschreiben willst? Viele Leute benutzen heute Suchmaschinen, um die besten Wege zu finden. Doch was du bekommst, besteht aus einer Mischung aus Ernsthaftigkeit, Gedankenmüll, Werbung und geistlosen „&lt;a href=&quot;https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/32-Wie-viele-Gefuehle-gibt-es-eigentlich.html&quot;&gt;Wortsammlungen&lt;/a&gt;“. Das heißt, du bekommst keine Lösungen, sondern du wirst erneut mit dem Problem konfrontiert, das du lösen willst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Ein Gefühl beschreiben – geht das auch mit Fakten? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du Gefühle mit einem System als „Fakten“ beschreiben willst, ist dies durchaus möglich, für dein Publikum aber meist recht langweilig. Ich will trotzdem damit anfangen, denn nicht jeder von euch will einen tränenfeuchten Liebesroman schreiben. Und auch, wenn du systematisch vorgehst, kannst du Gefühle so ansprechen, dass deine Leser/innen oder Zuhörer/innen begeistert sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier ist das einfachste Modell, das aus drei Phasen besteht;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Schritt eins: WAS?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um eine Emotion zu beschreiben, beginnst du damit, wie du sie nennst (also nicht, wie die Wissenschaft sie nennen würde). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Schritt zwei: WIE? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Teil (der längste und wichtigste) beschäftigt sich damit, wie dich (oder deine Figur) dieses Gefühl bewegt. Der beste Tipp dazu ist, in Bildern zu schreiben. Das hat den Vorteil, dass die Leserinnen und Leser sich dann ihr eigenes Bild machen können. Wenn du „nur Worte zur Erklärung“ benutzt, schränkst du die Gedanken deiner Leser(innen) oder Zuhörer(innen) ein. Ein Kernsatz lautet: Sage nicht, was jemand über die Gefühle zu denken hat – gib ihm die Freiheit, sie nachzuvollziehen. Auf Englisch heißt das verkürzt: „&lt;a href=&quot;https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/87-Gefuehle-beschreiben-mit-Show,-dont-tell.html&quot;&gt;Show, dont‘ te&lt;/a&gt;ll”.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Schritt drei: Und das lief darauf hinaus oder bedeutete …&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Teil interessiert sehr, denn Leser(innen) erwarten, dass aus dem, was du gerade beschrieben hast, irgendetwas folgt. Es kann der Beschluss sein, aufzugeben, noch einmal zu zögern, das Gefühl anders anzugehen oder einer anderen Person die Initiative zu überlassen. Wenn du deine eigenen Gefühle schilderst, kannst du auch schreiben: „Für mich ergab sich daraus…“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Gefühle in Aktion – Emotionen schildern. &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie du gerade gelesen hast, ist das „Wie“ entscheidend für die Schilderung von Gefühlen. Leser(innen) sind gespannt drauf, was in den Figuren vorgeht, die du schilderst. Meistens sind Emotionen nicht „linear“. Es gibt also keine „glatte, problemlose Entwicklung“. Ob du in die Realität schaust oder einen „typischen“ Plot verwendest – immer gib es Höhen und Tiefen, Momente, in dem wir zögern und solche, in denen wir uns von Emotionen treiben lassen. Daraus erwächst die Spannung. Im Liebesroman beispielsweise (volkstümlich ausgedrückt): Kriegen sie sich oder kriegen sie sich nicht? In vielen Fällen ist die Frage auch: Was überwiegt - die Angst oder die Leidenschaft? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun? Du wirst bemerkt haben, dass du so etwas nicht mit Wörtern erklären kann – aber man kann es mit Sätzen beschreiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was passiert mit dir, wenn du nachts nicht schlafen kannst und dich Ängste beschleichen? Kommen nachts um halb drei kleine graue Monster der Vergangenheit in dein Hirn gekrochen, die dich quälen? Wälzt du dich dabei im Bett und wartest du auf Bilder von blühenden Orchideen oder Kätzchen? Denkst du an das, was du anderen schuldig geblieben bist?  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sind nur Gedanken. Du kannst völlig andere Gedanken haben. Sie müssen nicht „gut und edel“ sein – wirklich nicht. Manche Leser(innen) haben heimlich Wünsche und Träume, die sie nicht einmal einem Psychologen erzählen würden. Zum Beispiel die Journalistin, die in den Armen einer dämonischen Verführerin ihre heimliche Lust auf Frauen entdeckt. Ja, sogar die jungfräuliche Studentin, die sich einem reichen Mann zuliebe auf Sex und Schläge (BDSM) einlässt. Ich nehme an, dass dieses Buch inzwischen jede Frau kennt. In all diesen Romanen, Novellen und Kurzgeschichten zählt das Gefühl: „Oh, ich könnte an ihrer (seiner) Stelle sein – was würde das mit mir machen?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Dialoge - offen und verdeckt &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald zwei Personen vorhanden sind und es um Freundschaft, Zuneigung, Liebe oder Sex geht, sind Dialoge ein gutes Mittel, um lebendiger zu schreiben. Dazu gehören nicht nur die Worte selbst, sondern auch, wo, wann und wie sie fallen. Zu Dialogen gehört auch Schweigen, die reine Körpersprache oder die Möglichkeit, solche Dialoge im Inneren zu führen, die von den Worten, die nach außen dringen, durchaus abweichen. Ein Zwiespalt, eine Provokation – alles ist möglich. Mach dir bitte um die &lt;em&gt;Ethik solcher Dialoge&lt;/em&gt; keine Sorge – du schreibst von Menschen, für Menschen. Und sie alle haben ihre kleinen, schmutzigen Fantasien, die sie niemals zugeben würden – aber lesen würden sie wirklich gerne darüber. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Erstellt mit Unterstützung der Liebeszeitung und der Idee für systematisches Vorgehen vom &quot;sehpferd&quot;. &lt;br /&gt;
Dies ist ein Beitrag aus der Artikelserie „Fühlen ist ein merkwürdiges Gefühl“. Du befindest dich im fünften Teil, indem wir auf Möglichkeiten der Kommunikation von Gefühlen eingehen, also darüber, wie man über Gefühle schreiben oder reden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel wurde in verständlichem Deutsch für Lehrende und Lernende geschrieben.&lt;/em&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 15 May 2024 08:55:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/81-guid.html</guid>
    <category>freundschaft</category>
<category>leser</category>
<category>leserinnen</category>
<category>liebe</category>
<category>plots</category>
<category>schreiben</category>
<category>sex</category>
<category>show-don't-tell</category>
<category>systeme</category>
<category>wie</category>

</item>
<item>
    <title>Die Liebe im Zeitgeist der 1950er-Jahre: Erich Fromm </title>
    <link>https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/67-Die-Liebe-im-Zeitgeist-der-1950er-Jahre-Erich-Fromm.html</link>
            <category>Fühlen ist ein wundersames Gefühl - Buch</category>
    
    <comments>https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/67-Die-Liebe-im-Zeitgeist-der-1950er-Jahre-Erich-Fromm.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://realfeelingspro.de/wfwcomment.php?cid=67</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://realfeelingspro.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=67</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
    <content:encoded>
    Ich habe lange Zeit überlegt, ob ich Erich Fromm überhaupt in meinen Abhandlungen über die Liebe erwähnen sollte. Aber das Erscheinungsdatum (1956) lag mitten in der Zeit, in der kulturelle Neuerungen mit Argwohn betrachtet wurden. Und um diese Situation zu illustrieren, eignet sich das Werk des Psychologen, Soziologen und Philosophen  Erich Fromm ganz vorzüglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Der Herr Fromm erklärt die Liebe&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erich Fromm wird immer dann erwähnt, wenn es um die soziologische Seite der Liebe geht. Der Grund war sein 1956 erschienenes Werk: „Die Kunst der Liebe“. Fromm geht dabei davon aus, dass die Gesellschaft den Menschen prägt und die Kultur im vorgibt, wie er sich zu verhalten hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist nicht ungewöhnlich für diese Zeit. Fromms Werk über die Liebe trifft den Zeitgeist der 1956er-Jahre in Deutschland. Sowohl sozialistische wie auch konservative Denker versuchen, die Kultur, die &lt;em&gt;sie vor &lt;/em&gt;dem Hitler-Regime kannten,&lt;em&gt; in die neue Zeit hinüberzuretten&lt;/em&gt;. Die Idee war, genau bei dem Wertsystem wieder anzusetzen, das vor der schrecklichen  Nazizeit gegolten hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Wahrheit war sein Buch eine kritische Abrechnung mit dem Zeitgeist der 1950er-Jahre. Die neuen, emanzipatorischen Bewegungen, insbesondere die der Jugend, waren vielen Autoren ein Dorn im Auge. Und wie viele andere auch, versucht Erich Fromm, die Menschen moralisch aufzubauen, indem er bei älteren Wertsystemen ansetzt. So erklärte er beispielsweise, manche Formen der Liebe seien höherwertig als andere. Die sinnliche Liebe empfindet er als „weniger wertvoll“ und bezichtigt, seine Zeitgenossen „etwas zu verwechseln“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganz im Sinne der Zeit stellt Erich Fromm Forderungen an die Menschen, fordert ein, was sie denken sollen und wie sie fühlen sollen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Die Liebe sollte im Wesentlichen ein Akt des Willens, des Entschlusses sein, mein Leben völlig an das eines anderen Menschen zu binden. &lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;(Die Kunst des Liebens)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was aber ist die erotische Liebe in diesem Konzept? Um dies zu erklären, bemüht Fromm einen Dualismus: Die „erotische Liebe“ sei weder etwas „Einzigartiges zwischen zwei bestimmten Personen“ noch sei sie „ein reiner Willensakt.“ Die Frage, was die erotische Liebe dann sei, bleibt allerdings offen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Ein undiszipliniertes Gefühl soll gebändigt werden &lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer den Kerngedanken von Fromm war, dass Liebe sich nicht beliebige Freiheiten nehmen darf, sondern gewissen Standards entspreche muss. Wegen der großen Bedeutung der Liebe für die Gesellschaftsordnung, so Fromm, müssten wir Menschen uns darum bemühen, dieses Gefühl zu erlernen und zu beherrschen. Allerdings macht er es uns nicht leicht, denn der Moralist Fromm hat hohe Erwartungen an den Menschen. Er soll, um die Kunst der Liebe zu erlernen, vor allem Tugenden anwenden, die in der Liebe zunächst als absurd erscheinen. Seine Medizin heißt „Disziplin, Konzentration und Geduld“. Um seine Denkweise zu verdeutlichen, muss man seine Gleichnisse lesen, die man etwas flapsig als „Lehrjahre sind, keine Herrenjahre“ bezeichnen könnte, etwa, wenn er einen Liebeslehrling mit einem Tischlerlehrling vergleicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Ein Tischlerlehrling lernt zunächst einmal hobeln; ein angehender Pianist übt zunächst Tonleitern; ein Lehrling in der Zen-Kunst des Bogenschießens fängt mit Atemübungen an. &lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;(Die Kunst des Liebens) &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedauerlicherweise bleibt Fromm nebulös, wie eine derartige „Ausbildung“ stattfinden sollte – und vor allem, in welcher Lebensschule sie verfügbar ist oder nachgeholt werden kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch wie vertragen sich nun Disziplin Konzentration, Geduld und „Wichtigkeit“ als Zielvorstellungen mit der Liebe? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Liebe und Disziplin &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Wir erkennen aus der Kombination unschwer, dass es Fromm schwerfällt, die Liebe leicht zu nehmen. „Disziplin“ steht im Deutschen gleichbedeutend mit Zucht („Zucht und Ordnung“). Wenn wir bei irgendetwas Disziplin üben müssen, haben wir das Gefühl eingeengt zu sein und gehorchen deshalb nur widerwillig. Im Grunde ist es darüber hinaus unnatürlich, Ziele ausschließlich durch „eiserne Disziplin“ zu erreichen, weil auch Neigung, Mut und Geschick dazugehören. Wer es einmal versucht hat, wird feststellen: Nur, wenn unsere Disziplin irgendeinen Erfolg zeigt, werden wir damit glücklich oder wenigstens zufrieden sein. Erfolge werden aber (außerhalb des Leistungssports) nicht ausschließlich, ja nicht einmal überwiegend, durch Disziplin erreicht. „Disziplin sollte ein Ausdruck des Wollens sein“, meint Fromm, und deshalb mag als Disziplin gelten, sich auch bei der Liebe Prioritäten zu setzen und Ziele zu verfolgen. Das ist in der Lebenspraxis schwer vorstellbar – auch bei sehr wohlwollender Betrachtung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Liebe und Konzentration&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konzentration – auf Deutsch also etwa „sich einengen auf ein Thema“ ist für die Liebe interessant, weil diese Methode dann zum Ziel führt, wenn sie klug angewendet wird. Der Autor &lt;em&gt;Gregor Philipp Lindner&lt;/em&gt; ersetzt das Wort in seinem Text 50 Jahre später durch „Aufmerksamkeit“ und wählt damit den besseren Begriff: „Wir gewinnen die Liebe durch Aufmerksamkeit und Interesse an den Belangen des Partners“. Das Wort „Konzentration“ will hier – aus heutiger Sicht – nicht mehr passen. Es steht derzeit eher für Erfolgskonzepte im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung. (Beispiel in „The One Thing“). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Fromms Dilemma &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dilemma der Betrachtungen von Fromm wird in einem seiner letzten Sätze im angeführten Buch deutlich: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;„Das Wesen der Liebe zu analysieren, heißt ihr allgemeines Fehlen heute aufzuzeigen und an den gesellschaftlichen Bedingungen Kritik zu üben, die dafür verantwortlich sind.“ &lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
(Die Kunst des Liebens) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Ideal der Liebe, wie er sie sieht, stellt Fromm den Verfall gegenüber, den er schon 1956 zu erkennen glaubt. Doch sein Lösungsansatz geht nicht auf, den im liberalen Staat werden die gesellschaftlichen Bedingungen von Menschen verantwortet, nicht von Systemen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fromms Thesen werden zwar 50 Jahre später als „äußerst aktuell“ bezeichnet werden, aber diese Einschätzung beweist nur den Unsinn, der in Fromms Aussagen steckt. Kritik an den gesellschaftlichen Bedingungen verändert gar nichts, wenn die Bedingungen für den größten Teil der Menschen durchaus zufriedenstellend sind. Und die Unzufriedenen denken nicht im geringsten daran, ihre Liebespersönlichkeit in Ordnung zu bringen - sie wenden sich eher dem Hass zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spätere Autoren haben aus ähnlichen Aussagen, die „Suche nach Liebe“ sei im Prinzip ein Irrtum, und unser heutiges Verhalten – zum Beispiel die Suche nach Liebe im großen Stil via Internet – sei deshalb verwerflich. Dieser Aspekt ist es Wert, aufgegriffen zu werden, erfordert aber eine recht genaue Analyse. Vorerst sind solche Aussagen nicht mehr wert als das übliche Meinungsgewirr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Versteinerte Wissenschaften im 21. Jahrhundert? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Soziologie – nicht nur bei Fromm – ist eine der wenigen Wissenschaften, die beim Thema „Liebe“ gesellschaftliche Disziplin einfordert. Sie glaubt, zu wissen, was notwendig ist, um den Menschen zu vervollkommnen. Das Unvollkommene, das Werdende und Wachsende ist ihr suspekt, und sie ist geneigt, andere Auffassungen über die Liebe als „Irrtümer“ zu bezeichnen. Obgleich Soziologen die Liebe idealisieren, sehen sie ihre Zukunft pessimistisch – das ist heute (2024) ähnlich wie 1956, als Fromm die Kunst der Liebe veröffentlichte. Als abschreckendes Beispiel mag das 2009 erschienene überaus pessimistische Werk „Das Ende der Liebe“ gelten, in dem im Prolog zu lesen ist: „Die Liebe war eine Schwester der Freiheit. Nun reißt die Freiheit sie mit in den Tod.“ Dafür allerdings gibt es keine Anzeichen.  Eher schon dafür, dass die Freiheit durch elitäre Definitionen von „Liebe“ eingeschränkt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Probleme mit dem Fokus bei Fromm und anderen &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je genauer jemand versucht, die Liebe zu beschreiben, umso sicherer verfehlt er sein Ziel. Soziologen glauben, dem Anspruch der genauen Beschreibung verpflichtet zu sein – und vergessen dabei den Kern der Liebe, der absolut irrational ist. Die Liebe ist eben nicht tugendhaft, nicht diszipliniert, nicht eingeengt und nicht zähmbar wie ein Zirkustier.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das bedeutet nicht, jeden Versuch aufzugeben, die Liebe zu beschreiben. Es mag sogar sehr wichtig sein, weil die Liebe nach wie vor viele Feinde hat, denn nicht nur die Soziologie bemächtigt sicher ihrer Definition. Als Feindin der selbstbestimmten Liebe gilt wahlweise der Sozialismus wie der Kapitalismus, die Freiheit wie der Zwang, die Frauenunterdrückung wie die Frauenemanzipation, der Katholizismus wie das Heidentum. Doch all dies hilft uns gar nichts: Wenn wir die Liebe definieren wollen, müssen wir bei uns selbst anfangen – und nicht in den jeweiligen Kathedralen der Besserwisserei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach meinen neuesten Erkenntnissen (2024) versuchen Soziologen heute, sich stärker auf die „individuelle Liebe“ einzulassen und damit die natürlichen Bedürfnisse der Menschen einzubeziehen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Erwähnte Schriften: Fromm, Erich: Die Kunst des Liebens. (Zuerst 1956 erschienen), Lindner, Gregor Philipp „Die individuelle Liebe“ (2010) und Hillenkamp, Sven „Das Ende der Liebe“ (2005 )Zum Vergleich auch: Gary Keller, · Jay Papasan „The One Thing“, 2013.  Dieser Artikel wurde unter anderen Vorzeichen bereits bei sehpferd veröffentlicht. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:6 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;310&quot; height=&quot;205&quot;   srcset=&quot;&quot; src=&quot;https://realfeelingspro.de/uploads/lehren_und_lernen_stufe_drei_310.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;Wir haben uns bei diesem Artikel bemüht, alles in verständlichem Deutsch zu schreiben. Er enthält allerdings Zitate aus einem Fachbereich oder nutzt ein entsprechendes Vokabular und wendet sich vor allem an Leserinnen und Leser, die ihr Wissen vertiefen wollen.  
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 28 Apr 2024 15:09:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/67-guid.html</guid>
    <category>1956er</category>
<category>disziplin</category>
<category>fromm</category>
<category>liebe</category>
<category>liebe lernen</category>
<category>nachkriegsdeutschland</category>

</item>
<item>
    <title>Gefühle haben einen Preis – zur Ökonomie der Liebe</title>
    <link>https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/43-Gefuehle-haben-einen-Preis-zur-OEkonomie-der-Liebe.html</link>
            <category>Fühlen ist ein wundersames Gefühl - Buch</category>
    
    <comments>https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/43-Gefuehle-haben-einen-Preis-zur-OEkonomie-der-Liebe.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://realfeelingspro.de/wfwcomment.php?cid=43</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://realfeelingspro.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=43</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
    <content:encoded>
    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 620px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:43 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;620&quot; height=&quot;620&quot;   srcset=&quot;https://realfeelingspro.de/uploads/ware_schoenheit_oekonomie.400W.serendipityThumb.jpg 600w,https://realfeelingspro.de/uploads/ware_schoenheit_oekonomie.jpg 620w&quot; src=&quot;https://realfeelingspro.de/uploads/ware_schoenheit_oekonomie.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Wahre Schönheit? Oder Ware Schönheit?&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Die Suche nach einem geeigneten Partner war noch nie einfach, wenn es um dauerhafte Beziehungen oder Heiraten ging. Doch auch, wenn du eine eher kurze Beziehung suchst, in der du schöne Gefühle empfinden willst, kommst du am Markt der Gefühle nicht vorbei. Sowohl Zuneigung wie Lebensfreude, sexuelle Bedürfnisse oder gar Lustschmerz: Haben ihren Preis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Gefühle sind nicht käuflich - aber sie kosten etwas&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Erkenntnis ist nicht sehr populär – und sie ist allgemein verpönt, weil wir gelernt haben, dass &lt;em&gt;Gefühle „nicht käuflich“ sind.&lt;/em&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch dass sie „nicht käuflich sind“, bedeutet im Volksmund ja nur, dass sie nicht gegen Geld oder wertvolle Sachgeschenke zu haben sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Der Handel mit psychischen Eigenschaften &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Allgemeinen zahlen wir in einer anderen Währung, nicht in Geld. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Währung wird „psychisches Einkommen“ genannt. Wo es Einnahmen gibt, muss es auch möglich sein, etwas auszugeben. Das heißt, dass wir mit eigenen Eigenschaften  zu handeln beginnen, um andere Eigenschaften, die wir uns wünschen, zu erkaufen. Dazu gehören nicht nur Eigenschaften, sondern auch Merkmale, wie etwa Fitness oder Schönheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Zwischen Wunsch und Wirklichkeit liegt der Markt &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wäre alles ganz hübsch, wenn  Angebot und  Nachfrage ausgeglichen wären – das ist allerdings selten der Fall. Denn nur wenige Menschen sind damit zufrieden, dabei keine Gewinne zu erzielen. Die meisten erhoffen sich einen minimalen, manchmal aber auch großen Zugewinn. Ohne jeden Zweifel ist dies der Fall, wenn wir alle unsere Eigenschaften in die Waagschale werfen, um die Liebe eines Mannes oder einer Frau zu gewinnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Normalerweise halten wir das nicht für „verwerflich“, wenn Personen umeinander werben – es ist schließlich die reine Natur, die dabei in uns wirkt. Schwieriger wird es schon, wenn die eigene Schönheit dazu eingesetzt wird, eine finanziell rosige Zukunft zu erwerben – in diesem Fall rümpfen wir die Nase. Das geht natürlich auch umgekehrt, wenn das eigene Einkommen oder das eigene Ansehen als „Zahlungsmittel“ für eine Person eingesetzt wird, die körperlich besonders reizvoll ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle diese Überlegungen befremden viele Menschen, die glauben, dass wir ausschließlich von der „reinen Liebe“ geleitet werden, die uns in romantischer Verklärung begegnet. Vermutlich ist der gesamte Wissenschaftszweig, der sich damit beschäftigt, zu unpopulär. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatsächlich allerdings findet der Emotionshandel heute bereits bei der ersten Begegnung (dem ersten „Date“) statt. Und das heißt, dass wir in Zukunft darauf achten müssen, welche Gefühle wir als &lt;em&gt;Währung&lt;/em&gt; einsetzen können. Zumeist sind es die Gefühle, von denen wir reichlich haben und deren Wert wir selber richtig einschätzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:4 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;310&quot; height=&quot;207&quot;    src=&quot;https://realfeelingspro.de/uploads/lehren_und_lernen_stufe_zwei_310.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;Dieser Artikel wurde in verständlichem Deutsch für Lehrende und Lernende geschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Quelle (unter anderem): Gérard A. Bökenkamp &quot;Ökonomie der Sexualität&quot;, München 2015&lt;/em&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 16 Apr 2024 09:43:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/43-guid.html</guid>
    <category>aushandeln</category>
<category>gefühle</category>
<category>gefühlshandel</category>
<category>liebe</category>
<category>ökonomie</category>

</item>
<item>
    <title>Die Liebe als Gefühl in Deutschland zur Zeit des Bürgertums </title>
    <link>https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/40-Die-Liebe-als-Gefuehl-in-Deutschland-zur-Zeit-des-Buergertums.html</link>
            <category>Fühlen ist ein wundersames Gefühl - Buch</category>
            <category>Gefühle - Geschichtliches und Forschende</category>
    
    <comments>https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/40-Die-Liebe-als-Gefuehl-in-Deutschland-zur-Zeit-des-Buergertums.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://realfeelingspro.de/wfwcomment.php?cid=40</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://realfeelingspro.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=40</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
    <content:encoded>
    &quot;Die Liebe als Gefühl in Deutschland zur Zeit des Bürgertums&quot;  erklärt anhand zweier Lexika, wie der Bildungsbürger zum Ende des 19. Jahrhunderts  die Liebe verstand. Die Definition ist nicht immer identisch mit der Sichtweise der übrigen Bevölkerung. Konversationslexika (die damals noch enorm teuer waren), standen nur in wenigen Haushalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Liebe als Gefühl in Deutschland zur Zeit des Bürgertums anhand von Lexika&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Um den Begriff der Liebe im Deutschland zu verstehen,  kann es gut sein, einen Blick in die Geschichte der Lexika zu werfen. Der aufgeklärte, wohlhabende  Bürger besaß im 19. Jahrhundert ein Konversationslexikon, und ihm fand sich dann auch der Begriff „Liebe“, wobei Meyers Lexikon ausführlicher berichtete als das des Konkurrenten Brockhaus. Bei Meyers wurden einzelne Passagen ausgelassen, und die Rechtschreibung wurde dem heutigen Standard angenähert, um besser lesbar zu sein.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Liebe als Begriff - im Bürgertum anno 1885 &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im ersten Teil geht Meyers Lexikon von 1885 darauf ein, warum Menschen überhaupt voneinander angezogen werden. Bereits darin wird deutlich, dass der Liebe einen sinnlichen Charakter hat, indem das Lexikon sagt, die Liebe beruhe auf einem &lt;em&gt;„unwiderstehlichen Drang zur Vereinigung“&lt;/em&gt;. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Das Gefühl, welches ein erstrebenswertes Gut in den Lebewesen erregt, und das in der Vereinigung mit demselben, sei es als herrschendes oder dienendes Glied, seine Befriedigung findet. Die Eigenschaften, welche den Wunsch der Vereinigung, resp. des Besitzes erwecken, können von mancherlei Art sein, in äußeren und inneren, körperlichen und geistigen Vollkommenheiten, Schönheit, Kraft und in solchen Vorzügen bestehen, die der liebende Teil vielleicht um so mehr bewundert, je weniger er sie selbst besitzt. Indem man den unwiderstehlichen Drang zur Vereinigung, der die Liebe kennzeichnet, wie eine elementare, physische Kraft betrachtete und sich dabei der gegenseitigen Anziehung der ungleichen Magnetpole, der Abstoßung der gleichartigen erinnerte, entstand das schon von Platon erörterte philosophische Theorem, dass zur Liebe eine polare Verschiedenheit, ein möglichst großer Gegensatz gehöre…&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Wie die Lexika des 19. Jahrhundert die Liebe zwischen Personen erklärten&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 Im zweiten Teil wird die Gegenseitigkeit der Liebe zwischen Personen betont. Dabei ist entscheidend, dass in der Liebe ein Weg zur Vollkommenheit gesehen wird:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Im engeren Sinn versteht man unter Liebe nur das Verhältnis lebender Wesen zueinander, und nur unter ihnen kann sie zu derjenigen Steigerung und Vollkommenheit gelangen, welche durch die Gegenseitigkeit der Liebe bedingt wird …&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Bedeutung der &quot;Geschlechtsliebe&quot; und die Beziehungen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Die Geschlechtsliebe setzt schon an sich den in körperlichen und geistigen Verschiedenheiten ausgeprägten geschlechtlichen Gegensatz voraus und in vielen Fällen, wenn sie zu dauernder Befriedigung führen soll, auch einen gewissen Gegensatz der Charaktereigentümlichkeiten, sodass eine gegenseitige Ergänzung und Ausgleichung möglich wird, wie z. B. zwei heftige und unnachgiebige Persönlichkeiten niemals glücklich miteinander leben könnten. &lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Betrachtungen zu Leidenschaften und Begierden&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das Lexikon betont dann, ganz im Zeitgeist, den Unterschied der Geschlechter. Die Lexika betonen dabei,  dass Unterschiede im Charakter günstig seien, um Ergänzung und Ausgleich zu ermöglichen. Ebenfalls der Zeit entsprechend, wir die körperliche Begierde zunächst heruntergespielt und dem Tierreich zugewiesen. Dann aber wird die Liebe erneut auf eine Naturkraft zurückgeführt. Um dies zu beweisen, wird hauptsächlich die Literatur bemüht. Zitat:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Bei der Geschlechtsliebe spielen aber außerdem eine Menge dunkler und instinktiver Regungen und Gefühle hinein, namentlich im Tierleben … Beim Menschen sind diese Naturtriebe durch Erziehung, Volkssitte, Erwerbsverhältnisse und Standesunterschiede in gewisse Schranken gebannt, die indessen häufig genug durch die elementare Gewalt der Leidenschaft umgerissen werden. Die verjüngende, auf die Natur zurückführende Kraft der Liebe, welche dieselbe zu allen Zeiten zum Quell der Poesie gemacht hat, weiß die Hindernisse der Erziehung und Verfeinerung des Lebens zu überwinden; sie hat dadurch nicht an Reiz eingebüßt, sondern das Verhältnis der Liebenden zueinander wird im Gegenteil durch die Erschwerung ihrer Vereinigung mit einer Poesie des Sehnens, der Hingebung und Aufopferung umwoben, deren reinigende Wirkung der Natursohn wohl nur in den seltensten Fällen erfährt. Dass die Macht der Leidenschaft durch Hindernisse nur gesteigert wird, beweisen die verzweifelten Schritte so vieler Liebespaare, welche den gemeinsamen Tod der Unmöglichkeit, füreinander zu leben, vorziehen. &lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Am Ende behandelt Meyers Lexikon sogar Beziehungen, die in der damaligen Zeit als höchst suspekt galten, und wiest sie dem „dunklen, triebartigen Wesen“ der Liebe zu. Dabei wird auf erotische „Hörigkeit“ und &quot;gleichgeschlechtliche Liebe&quot; verwiesen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 620px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:17 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;620&quot; height=&quot;289&quot;   srcset=&quot;https://realfeelingspro.de/uploads/meiers_original_auszug.400W.serendipityThumb.jpg 600w,https://realfeelingspro.de/uploads/meiers_original_auszug.jpg 620w&quot; src=&quot;https://realfeelingspro.de/uploads/meiers_original_auszug.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Auszug aus einer späteren, kaum veränderten Ausgabe von Meyers Lexikon&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Das dunkle, triebartige Wesen der Geschlechtsliebe offenbart sich auch in gewissen Verirrungen derselben, so wenn z. B. verworfene Geschöpfe bessere Naturen unlösbar an sich ketten … oder wenn Personen des gleichen Geschlechts über die Freundschaft hinausgehende Empfindungen erregen. Solche Neigungen sind wohl in der Regel krankhafter Natur und daher milder zu beurteilen, als es meist geschieht. &lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Brockhaus zum Vergleich  (ebenfalls Ende des 19. Jahrhunderts)&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Der Brockhaus beschränkt sich auf eine einfachere Erklärung des Wortes Liebe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt; Liebe, im allgemeinen Sinne das mit dem Verlangen nach Besitz, Genuss; oder inniger Vereinigung verbundene Gefühl der Wertschätzung eines Gegenstandes oder Wesens. So spricht man von Liebe zu leblosen Gegenständen, zu Tieren, zu Menschen, zu Gott. Auch die innere Hingabe an ideale Güter wird als Liebe bezeichnet, z. B. Liebe zum Guten, Schönen usw. Im engeren Sinne versteht man unter Liebe die Geschlechtsliebe.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Die Beispiele aus dem Bürgertum beweisen, dass man sich seitens der Intellektuellen des 19. Jahrhunderts sehr wohl bewusst war, dass die eigentliche Triebkraft der Liebe die Sexualität ist. Die idealisierenden Sichtweisen werden zwar erwähnt, jedoch sind sich die Lexikonautoren bewusst, worum es in der Liebe eigentlich geht, wie Brockhaus sagt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;h1&gt;Im engeren Sinne versteht man unter Liebe die Geschlechtsliebe.&lt;/h1&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Quellen: Retro-Bibliothek, sowohl für &lt;a href=&quot;https://www.retrobibliothek.de/retrobib/seite.html?id=110411|Meyers&quot;&gt;Meyers&lt;/a&gt; als auch für Brockhaus (id=130693). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:6 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;310&quot; height=&quot;205&quot;   srcset=&quot;&quot; src=&quot;https://realfeelingspro.de/uploads/lehren_und_lernen_stufe_drei_310.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;Wir haben uns bei diesem Artikel bemüht, alles in verständlichem Deutsch zu schreiben. Er enthält allerdings Zitate oder ein Fachvokabular und wendet sich vor allem an Leserinnen und Leser, die ihr Wissen vertiefen wollen.  
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 14 Apr 2024 10:30:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/40-guid.html</guid>
    <category>19. jh</category>
<category>bildungsbürger</category>
<category>definitionen</category>
<category>deutsch</category>
<category>ergänzungen</category>
<category>lexika</category>
<category>liebe</category>

</item>
<item>
    <title>Herr Beyle erkärt die Liebe - Stendhal und die Liebe Anno 1822</title>
    <link>https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/39-Herr-Beyle-erkaert-die-Liebe-Stendhal-und-die-Liebe-Anno-1822.html</link>
            <category>Fühlen ist ein wundersames Gefühl - Buch</category>
            <category>Gefühle - Geschichtliches und Forschende</category>
    
    <comments>https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/39-Herr-Beyle-erkaert-die-Liebe-Stendhal-und-die-Liebe-Anno-1822.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://realfeelingspro.de/wfwcomment.php?cid=39</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://realfeelingspro.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=39</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
    <content:encoded>
    &lt;em&gt;&lt;strong&gt;Als die Liebe noch nicht zum Spielball der Wissenschaft geworden war, unternahm ein Franzose im besten Mannesalter den Versuch, sie zu erklären. Sei Name war Henri Beyle, besser bekannt als  „Stendhal“. Seine Erklärungen sind Beispiele dafür, wie die die Liebe aus der Kultur eines Landes und einer Epoche erklärt werden kann.&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die vier Arten der Liebe bei Stendhal &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Stendhal unterscheidet vier Arten der Liebe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;1.	Die leidenschaftliche Liebe.&lt;br /&gt;
2.	Die gepflegte oder galante Liebe.&lt;br /&gt;
3.	Die rein sinnliche Liebe.&lt;br /&gt;
4.	Die Liebe aus Eitelkeit. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Leidenschaftliche Liebe &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur &lt;em&gt; leidenschaftlichen Liebe&lt;/em&gt; müssen wir kaum etwas hinzufügen. Die grenzenlose Wollust, die sich über alle moralischen Grenzen hinwegsetzt, ist ihre Triebfeder und sie wir nur hin und wieder durch kulturelle Einflüsse zurückgedrängt.  Heute finden wir sie in der erotischen Literatur ebenso wie im pornografischen Taschenbuch. Doch anders als zu Stendhals Zeiten kann sie heute so gut wie jeder auch körperliche empfinden und darüber reden oder schreiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Gepflegte Liebe&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gegenteil bei Stendhal ist die &lt;em&gt;gepflegte Liebe&lt;/em&gt;, so, wie sie von den Fürsten- und Bürgerhäusern nach außen zelebriert wird: Alles wird in leuchtenden Farben ausgemalt, schwärmerisch vorgetragen und damit überhöht. Ihren Ursprung hat sie in der Minne, in der sozusagen „stufenweise“ festgelegt war, wie man eine Frau galant zu verführen hatte und wann welche Gunst gewährt wurde. Stendhal bezeichnet sie als einen &lt;em&gt;„mühsam vor sich hinschleppenden Schwächling“&lt;/em&gt;. Heute finden wir sie in der Masse der Liebesromane, wieder, wobei die Skala von trivialen Groschenromanen bis zu dickleibigen Werken gefeierter Schriftstellerinnen reicht. Im realen Leben kommen diese „Überhöhungen“ heute nur noch selten vor, jedoch beklagen konservative Menschen manchmal, die Liebe würde heute in zu „knalligen“ Farben geschildert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Sinnliche Liebe&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &lt;em&gt;rein sinnliche Liebe&lt;/em&gt; ist die Liebe des reinen Fühlens, aber auch die der kitschigen Ausmalungen der Sinne. Die einfachen, oft linkischen Verführungen im Jugendalter, die „innere Flamme“, die lodert, die Verliebtheit, das Warten … das ist die sinnliche Liebe. Sie taucht zumeist in der Mädchen- und Frauenliteratur auf. Oft wird dabei eine „rein sinnliche Liebe“ propagiert, also einer Liebe, die vom Triebhaften so gut wie frei ist. In der heutigen realen Welt finden wir diese „romantische Liebe“ oder „zarte Liebesbande“ bestenfalls noch im schwärmerischen Umgang mit der Liebe und in der Verklärung der ersten Begegnungen als „Romanzen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Liebe aus Eitelkeit&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die Liebe aus Eitelkeit&lt;/em&gt; ist die schlimmste Form der Verwirrung. Man liebt nicht, sondern versucht, sich mit einem „tollen Hecht“, oder einer „schön gewachsenen Maid“ zu schmücken. Wir müssen nicht in die Literatur schauen, um zu wissen, was hier vor sich geht: Bis heute gibt es die eitlen Gockel, die sich mit den makellos schönen, mädchenhaften Frauen schmücken. Bei den Frauen sind es heute die Akademikerinnen und gut verdienenden weiblichen Führungskräfte, für die nur die Sahnestücke am Männermarkt infrage kommen. Hier hat sich also wenig verändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Wie Liebe entsteht - nach Stendhal &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Entstehung der Liebe entwirft Stendhal ein Schema, das hier vereinfacht und sprachlich aktualisiert wiedergegeben wird. (In Klammern die Bezeichnung bei Stendhal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;1.	Jemand erregt unser Interesse. („Bewunderung“).&lt;br /&gt;
2.	Wir können uns vorstellen, wie schön es wäre, von der Person liebkost zu werden. („Wunsch“).&lt;br /&gt;
3.	Wir erleben erste Wellen der Wollust und der Begierde und hoffen auf mehr. („Hoffnung“).&lt;br /&gt;
4.	Die Zeit der Liebeswonnen und des Liebesgenusses beginnt. („Geburt der Liebe“).&lt;br /&gt;
5.	Die Verklärung der Liebe beginnt. Der Partner wird überhöht. Man ist verblendet. („Erste Kristallisation“).&lt;br /&gt;
6.	Zweifel an der Liebe werden laut. Wir erkennen, dass wir uns zu schnell von der Liebe überwältigen ließen, dass die geliebte Person auch Eigenschaften hat, die wir übersehen haben – kurz: Wir sehen, dass der Alltag Einzug hält.  („Zweifel tauchen auf“).&lt;br /&gt;
7.	Die Liebe wird auch jenseits der ersten Verliebtheit neu entdeckt, etwa nach dem Motto: „Mit ihr/ihm ist es wundervoll, und ich kann mir vorstellen, dass unsere liebe eine Zukunft hat.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Was von Stendhals Liebesbegriff bleibt&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir über den Liebesbegriff von Stendhal urteilen wollen, müssen wir drei Punkte berücksichtigen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;1.	Die Zeit, in der er lebte, war 1783 – 1842. Manche Betrachtungen orientieren sich stark an der Literatur und an dem, was die Oberschicht über die Liebe aussagt. &lt;br /&gt;
2.	Für nahezu jeden Bereich des Lebens, vor allem aber für die Liebe, gab es Konventionen, die auch Stendhal nicht vollständig überwinden konnte – sein Buch muss also aus der Zeit heraus verstanden werden. &lt;br /&gt;
3.	Die Sichtweise war nahezu vollständig männlich. Nur besonders exponierte Frauen wagten in jener Zeit, über die Liebe zu sprechen, und die auch nur sehr zurückhaltend.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch sind Stendhals Betrachtungen auch heute noch aktuell. Gibt es sie nicht auch heute, die Frauen, die sich Ihrer Wollust schämen? Schmücken sich nicht auch heute noch Frauen wie Männer mit ihren Partnern wie Trophäen? Und wie ist es mit der Literatur? Sind etwa nicht nahezu 98 Prozent der Liebesliteratur, gemessen an dem, was über den Buchhandel geht, aufgeblähte Kitschromane über die Liebe? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dieser Sicht ist Stendhal hochaktuell. Und das war auch einer der Gründe, seine Ansichten hier mit aufzunehmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Quelle: Stendhal: Über die Liebe, Deutsche Ausgabe von 1999, frühere deutsche Ausgaben 1950.&lt;/em&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 14 Apr 2024 10:00:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/39-guid.html</guid>
    <category>19. jh</category>
<category>definiition</category>
<category>frankreich</category>
<category>liebe</category>
<category>stendhal</category>

</item>
<item>
    <title>Warum romantische Liebe krankhaft sein kann</title>
    <link>https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/38-Warum-romantische-Liebe-krankhaft-sein-kann.html</link>
            <category>Fühlen ist ein wundersames Gefühl - Buch</category>
            <category>Gefühle - Geschichtliches und Forschende</category>
    
    <comments>https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/38-Warum-romantische-Liebe-krankhaft-sein-kann.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://realfeelingspro.de/wfwcomment.php?cid=38</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://realfeelingspro.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=38</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
    <content:encoded>
    &lt;em&gt;Die Biologie des Gehirns ist nicht alles – aber ohne sie wäre alles nichts.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine Ausflüge über die Definition der Liebe mussten mich zwangsläufig in die Nähe der Biologie bringen. Die italienische Neurobiologin und Professorin für Psychiatrie&lt;em&gt; Donatella Marazziti&lt;/em&gt; ist eine der Wissenschaftlerinnen, die skeptisch gegenüber der romantisierten Liebe sind. Doch Vorsicht! Sie ist in die Liebe verliebt und tut etwas, woran andere Forscher nicht mal in ihren Albträumen denken würden: Das eigene Leben mit ihren Forschungen zu vergleichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist nicht viel, was die italienische Professorin Donatella Marazziti über die Liebe zu sagen weiß, aber das, was sie sagt, ist ein Donnerschlag: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt; Wer sich in den romantischen Aspekten der Liebe verliert, ist psychisch gefährdet. &lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Um dies zu erklären, muss ich ein wenig ausholen: Die Funktionen unseres Gehirns sind nicht einfach „reine“ Prozesse, in denen wir Gedanken entwickeln, sie dann abwägen und schließlich Entscheidungen fällen. Insbesondere unsere &lt;em&gt;Gefühle&lt;/em&gt; werden weitgehend von biochemischen Prozessen gesteuert, die im Gehirn angeregt werden und die dann zur Produktion von Botenstoffen (Neuropeptide) führen. Wie die Gehirnfunktion dabei verlaufen, ist noch völlig unbekannt. Man weiß aber, dass sich das Denken, Fühlen und verhalten verändert, wenn diese Stoffe ausgeschüttet werden – und auch, dass sie nicht bei allen Menschen exakt gleiche Reaktionen auslösen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warts du schon einmal verliebt? Dann weißt du, dass sich deine Gedanken, Empfindungen und Handlungen in einem Ausnahmezustand befinden, wenn wir „verliebt sind“. Ohne hier die biologischen Beweise vorzulegen, können wir sagen, dass unser Gehirn dabei „vernebelt wird wie von einer Droge“. Der Volksmund sagt dann: „Wir sehen alles wie durch eine rosarote Brille“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Warum Liebe krank machen kann&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zurück zu Donatella Marazziti: Sie entdeckte 1996, dass romantisch verliebte Menschen an einer biochemischen Abweichung litten, die auch bei Zwangsstörungen (Zwangsneurosen) auftritt, und sie bewies dies anhand des Serotoninmarkers im Blut der Patienten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus schloss sie wenig später, was heute als allgemeingültige Erkenntnis gilt: Botenstoffe beeinflussen in der Liebe sehr stark unsere Empfindungen. Sie schreibt dazu: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Die Liebe ist nicht „nur“ das Ergebnis verschiedener molekularer und biologischer Systeme, sondern „auch“.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Was ergibt sich nun daraus, was über die Biologie hinausgeht? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;1.	Es ist sinnvoll und förderlich, sich zu verlieben.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Donatella Marazziti beweisen die Forschungen, dass Liebe im Gehirn zwar einen ungewöhnlich hohen Stress erzeugt, dass es aber letztlich förderlich für unser Wohlbefinden ist, sich zu verlieben und Beziehungen einzugehen. Also:Gefühle nicht auf Gültigkeit hinterfragen, sondern akzeptieren und damit umgehen lernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;2.	Romantische Liebe ist fragwürdig. &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die romantische Liebe wird oftmals aus fragwürdigen Quellen, wie etwa Märchen, Kitschliteratur und Liebesfilmen gespeist. Das ist ein alter Hut und eine Unsitte, von der wir uns im Grunde trennen müssten. Wenn wir die Liebe überhöhen und verherrlichen, dann nehmen wir in kauf, eine biochemische Reaktion zu loben. Und als solche kann sie auch eine biochemische Abweichung sein, vor allem dann, wenn jemand zwanghaft an einer Person hängt und nicht „loslassen“ kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;3.	Liebe erfordert Wachsamkeit.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der heutigen Gesellschaftsordnung gehen wir davon aus, dass jeder in erster Linie für sich selbst verantwortlich ist. Deshalb obliegt es uns selbst, nur für uns Sorgfalt, Aufmerksamkeit, Wachsamkeit und vor allem die Bereitschaft zur Veränderung mitzubringen.  Man könnte auch sagen: Wie müssen uns des „Ausnahmezustands“ bewusst werden, der uns in der Liebe dann und wann befällt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für diejenigen, die der Forschung skeptisch gegenüberstehen, noch ein Nachwort der Forscherin von 2012:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Liebe ist immer noch ein großes, wenngleich faszinierend Mysterium, das die Neurowissenschaft erst zu enthüllen beginnt. Wir glauben, dass unser Verständnis für die biologischen Wurzeln niemals das Wunder und das Glücksgefühl zum Verschwinden bringt, das uns erfüllt, wenn wir lieben und geliebt werden. Vielmehr wird es unser Potenzial zu lieben erweitern und unsere sozialen Beziehungen verbessern. &lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Was für uns wichtig sein könnte an den Lehren von  &lt;em&gt;Donatella Marazziti&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Grundlagen der Liebe sind ein fest programmierter Bestandteil unseres Gehirns, und fraglos dienen sie in erster Linie dazu, uns zur Fortpflanzung aufzufordern. In welcher Weise sich diese bei der Einzelperson auswirken, können wir allerdings nicht sicher feststellen. Und insofern wissen wir auch nicht, unter welchen Umständen und wie intensiv wir durch Botenstoffen manipuliert werden. Die Grundlagen stimmen allerdings: Liebe ist im Ursprung, nicht aber im Ergebnis, eine programmtechnisch gesteuerte biochemische Reaktion. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Botschaft, die wir den Forschungen von &lt;em&gt;Donatella Marazziti&lt;/em&gt;  entnehmen können besteht vor allem darin, die Verantwortung für unsere Gefühle selbst zu übernehmen und sie nicht irgendeiner &lt;em&gt;„Fügung“&lt;/em&gt; zu überlassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:4 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;310&quot; height=&quot;207&quot;    src=&quot;https://realfeelingspro.de/uploads/lehren_und_lernen_stufe_zwei_310.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;Dieser Artikel wurde in verständlichem Deutsch für Lehrende und Lernende geschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Quelle/Zitat/Informationen:  &lt;a href=&quot;https://www.researchgate.net/publication/8528580_Hormonal_changes_when_falling_in_love&quot;&gt;Reserachgate&lt;/a&gt;. &lt;/em&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 13 Apr 2024 19:20:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/38-guid.html</guid>
    <category>krankhaft</category>
<category>liebe</category>
<category>romantik</category>
<category>verantwortung</category>
<category>wahnsinn</category>

</item>
<item>
    <title>Ein intelligenter Zweifler erklärt die Liebe  - Emil Man Lun Ng </title>
    <link>https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/37-Ein-intelligenter-Zweifler-erklaert-die-Liebe-Emil-Man-Lun-Ng.html</link>
            <category>Fühlen ist ein wundersames Gefühl - Buch</category>
    
    <comments>https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/37-Ein-intelligenter-Zweifler-erklaert-die-Liebe-Emil-Man-Lun-Ng.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://realfeelingspro.de/wfwcomment.php?cid=37</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://realfeelingspro.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=37</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
    <content:encoded>
    &lt;blockquote&gt;Liebe und Sexualität werden oft herabgewürdigt oder verherrlicht. Doch nur wir selbst können die Architekten unseres Liebeslebens werden. &lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;(Nach einer Aussage von Emil Man Lun Ng)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich beginne meinen Ausflug in die Definition der Liebe mit einem Mann, der überzeugt ist, dass DU selbst herausfinden kannst, was für DICH die Liebe ist: &lt;em&gt;Emil Man Lun Ng&lt;/em&gt;. Er ist Arzt und Sexologe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich mit diesem Forscher beginne, so hat dies einen besonderen Grund: Er ist ein Zweifler, wie ich auch. Generationen von Philosophen, Psychologen und Soziologen, aber auch Biologen und Ökonomen haben versucht, uns die Liebe verbindlich  zu erläutern – und sie alle haben dabei versagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Emil Man Lun Ng liebt die Menschen, und er hat eine Botschaft:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Überlassen sie die Liebe nicht dem Glück oder dem Zufall, sondern versuchen Sie, daran zu arbeiten.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Er gibt uns fünf Hinweise, auf die wir achten sollten – alle sind im Sinne von Emil Man Lun Ng interpretiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Fünf Hinweise, um die Liebe zu suchen, zu finden und zu gestalten &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;1.	Die Lehren der frühen Jahre&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Arbeite frühzeitig (spätestens ab der Pubertät) an deiner Liebes-Persönlichkeit, so, wie sie du an deiner öffentlichen Persönlichkeit und an deiner Karriere arbeitest. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;2.	Der Lebensentwurf. Was will ich?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Stelle frühzeitig fest, welche Partner(innen) die Freude bereiten könnten. Halte dich dabei nicht an festgelegte Traditionen, Idealvorstellungen oder Muster. Finde stattdessen Sie heraus, mit wem du leben willst und leben kannst. PPasse diese Ziele i, Laufe deiner Entwicklung an deine Möglichkeiten an.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;3.	Gestalte deine Partnersuche aktiv.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Die wird nichts in der Liebe gelingen, wenn du immer auf das „große Glück“ wartest. Gehe stattdessen hinaus, und finde dort deine Partner oder deine Partnerin.  Dazu benötigst du folgende Fähigkeiten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;-	Beobachtungsgabe.&lt;br /&gt;
-	Sensibilität.&lt;br /&gt;
-	Kontaktstärke.&lt;br /&gt;
-	Weisheit.&lt;br /&gt;
-	Entschlusskraft.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solltest du eine dieser Eigenschaften nicht oder nicht ausreichend besitzen, dann versuche, sie durch andere, ähnliche Fähigkeiten zu ersetzen oder dabei Hilfe zu erhalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;4.	Erfolg &lt;em&gt;und&lt;/em&gt; Misserfolg bringen dich weiter&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist günstig für dich, sowohl eine Erfolgskultur wie auch eine  „Misserfolgskultur“  zu besitzen.  An Erfolgskulturen mangelt es in Europa nicht. Aber was ist eine Misserfolgskultur? In Deutschland sagt man „man lernt aus seinen Fehlern.“ Versuche in jedem Fall. aus deinen Misserfolgen zu lernen. Auf der anderen Seite war es nicht immer dein Fehler, wenn etwas nicht klappt. Denn gleich, ob du gut vorbereitet bist oder nicht: „Erste Versuche“ haben immer die Tendenz, „schief zu gehen“. In Deutschland sagt man dazu „es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen“. Emil Man Lun Ng rät: „sorge dafür, dass deine Wunden schnell  verheilen - und schiebendie Schuld am Misserfolg nicht auf andere.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;5.	Passen dich deinen Lebensumständen an.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Natürlichste, was dir im Leben passieren wird, ist die Veränderung. Aber auch deine Umwelt verändert sich – alles ist im Fluss. Daher empfiehlt Emil Man Lun Ng dir, intelligente, durchdachte Anpassungen für dein Liebes- und Sexleben einzuplanen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Was die Lehre von  Emil Man Lun Ng bedeutet  &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Emil Man Lun Ng sagt wenig über Gefühle, bemüht keine komplizierten Lehrgebäude, sondern sagt in klarer und einfacher Sprache, wie du einen Lebenspartner oder eine Lebenspartnerin bekommen kannst.  Die Gefühle dabei werden ganz bewusst in den Privatbereich verschoben, weil sie sich nicht verallgemeinern lassen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Quellen:&lt;a href=&quot;https://liebebeziehungen.de/2019/03/28/mach-dein-liebeskonzept-lieber-selbst%EF%BB%BF/&quot;&gt; Liebesbeziehungen&lt;/a&gt; und &quot;China - Architekten für Liebe und Sex&quot;. Nach &quot;The Book of Love&quot;, in Deutsch erschienen als &quot;Das Geheimnis der Liebe&quot;,  Köln  2003. Einige der Aussagen wurden interpretiert, entsprechen aber den Originalaussagen, soweit sie mir vorlagen. Dieser Eintrag entspricht in groben Zügen einem ähnlichen Eintrag im &quot;Lexikon der Lust&quot;.&lt;/em&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 13 Apr 2024 19:07:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/37-guid.html</guid>
    <category>china</category>
<category>definitionen</category>
<category>erklärung</category>
<category>liebe</category>
<category>parktisch</category>
<category>schnörkellos</category>
<category>sexologie</category>

</item>
<item>
    <title>Die Liebe - der unklare Begriff für eine Fülle von Gefühlen</title>
    <link>https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/35-Die-Liebe-der-unklare-Begriff-fuer-eine-Fuelle-von-Gefuehlen.html</link>
            <category>Fühlen ist ein wundersames Gefühl - Buch</category>
    
    <comments>https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/35-Die-Liebe-der-unklare-Begriff-fuer-eine-Fuelle-von-Gefuehlen.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://realfeelingspro.de/wfwcomment.php?cid=35</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://realfeelingspro.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=35</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
    <content:encoded>
    Das Wort „Liebe“ bezeichnet einen Gemütszustand, (ein Gefühl, eine Emotion), in der eine besonders innige Zuneigung zu einem anderen Menschen zum Ausdruck kommt. Das Wort lässt jedoch mehrere Deutungen zu. So unterscheidet man zum Beispiel zwischen der &lt;em&gt;„romantischen Liebe“&lt;/em&gt;, die in Deutschland auch als &lt;em&gt;Verliebtheit&lt;/em&gt; bezeichnet wird und der &lt;em&gt;„feurigen Liebe“&lt;/em&gt;, dem sexuellen Verlangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinzu kommen etliche andere Definitionen, auf die ich im weiteren Text eingehe. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die vielfältige, unscharfe Bedeutung eines Wortes: Liebe&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das Wort „Liebe“ hat im Lauf der Menschheitsgeschichte sehr unterschiedliche Bedeutungen gehabt. Ursprünglich war es ein Wort für &quot;höchste Wertschätzung&quot;. Sie konnte nur gegenüber einem Mann erbracht werden (Freund, Kamerad, auch Herrscher) - die Liebe zu den Frauen wurde hingegen als &quot;Minne&quot; bezeichnet. Dies änderte sich erst Ende des 19. Jahrhunderts. Die Definitionen aus unterschiedlichen Epochen schildert sehr gut das Deutsche Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm. (1)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Hier zitiere ich eine sehr verbreitete Version dessen, was zur Jahrhundertwende 1899/1900 als Liebe bezeichnet wurde (2):&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Liebe, im allgemeinen Sinne das mit dem Verlangen nach Besitz, Genuß oder inniger Vereinigung verbundene Gefühl der Wertschätzung eines Gegenstandes oder Wesens. So spricht man von L. zu leblosen Gegenständen, zu Tieren, zu Menschen, zu Gott. Auch die innere Hingabe an ideale Güter wird als Liebe bezeichnet. &lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Recht verschwenderisch schreibt man über die Liebe in Meyers Lexikon aus etwa der gleichen Zeit: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Liebe, das Gefühl, welches ein erstrebenswertes Gut in den Lebewesen erregt, und das in der Vereinigung mit demselben … seine Befriedigung findet. Die Eigenschaften, welche den Wunsch der Vereinigung … erwecken, können von mancherlei Art sein.“)…) Indem man den unwiderstehlichen Drang zur Vereinigung, der die Liebe kennzeichnet, wie eine elementare, physische Kraft betrachtete und sich dabei der gegenseitigen Anziehung der ungleichen Magnetpole, der Abstoßung der gleichartigen erinnerte, entstand das schon von Platon erörterte philosophische Theorem, daß zur L. eine polare Verschiedenheit, ein möglichst großer Gegensatz gehöre…“.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden kontroversen Sichtweisen aus dem 19. Jahrhundert sollen vor allem zeigen, dass es noch nie eine präzise Definition von „Liebe“ gab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Wandel des Begriffs im 20. Jahrhundert &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 20. Jahrhundert wurde der Begriff „Liebe“ dann sowohl für die „innige, romantische Liebe“&quot; gebraucht wie auch für die sinnliche Lust und Leidenschaft oder ihren Vollzug, die „körperliche Liebe“. Das Wort „Sex“ im Sinne von „Geschlechtsverkehr miteinander haben&quot; war zu dieser Zeit absolut ungebräuchlich. Über verschiedene historische und moderne Sichtweisen des Begriffs  „Liebe“ gehen wir in einem anderen Beitrag ein. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Historische Unterscheidung der Liebe&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Es gibt einige „klassische“ Unterscheidungen verschiedener Art von Liebe, die gelegentlich auch als „abendländische“ Liebesformen geschildert werden. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;-	 Eros (Erós) Sinnlichkeit und Erotik, in der Konsequenz auch Begierde.&lt;br /&gt;
-	 Philia Freundschaft, Anerkennung, Verstehen.&lt;br /&gt;
-	Agape (Agápe) selbstlose Liebe, Nächstenliebe.&lt;br /&gt;
-	Minne – weltlicher Begriff sowohl für Verehrung wie auch für Begierde.  &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Unter den frühen Unterscheidungen der Liebe stechen diese hervor (19. JH):&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 &lt;em&gt; - Liebe aus Leidenschaft oder innerem Verlangen. &lt;br /&gt;
  - Liebe aus Zuneigung.&lt;br /&gt;
  - Liebe, die ausschließlich sinnlich ist und dem Trieb folgt.&lt;br /&gt;
  - Liebe, die in gepflegte (galante) Weise betrieben wird.&lt;br /&gt;
  - Spielerische Liebe. (Ränkespiele, zweckgebundene Verführungen) &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Einige dieser Definitionen beziehen sich üblicherweise auf das Verhältnis zwischen Frauen und Männern, andere jedoch auch auf „reine Freundschaften“. Alle Arten der Liebe, wie sie beschreiben wurden, existieren bis heute, jedoch hat sich die Gewichtung verschoben. Die &quot;galante Liebe&quot; existiert aber weiter in Redensarten, wie etwas in dem Satz: „Er machte ihr den Hof“.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Gegenwärtige Unterscheidung der Liebe&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Moderne Definitionen der Liebe nach der Art und dem Objekt der Liebe:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
 &lt;em&gt; - Selbstliebe: Die Liebe des Menschen zu sich selbst, ohne die seine Existenz gefährdet wäre.&lt;br /&gt;
  - Partnerliebe: Eine Liebe, die auf den (die) Partner bezogen ist und Geschlechtlichkeit wie auch sonstige Verbundenheit beinhaltet.&lt;br /&gt;
  - Familiäre Liebe: die Verbundenheit zwischen Eltern und Kindern. &lt;br /&gt;
  - Nächstenliebe: Eine Liebe, die für den sozialen Zusammenhalt außerhalb der Eltern-Kind-Beziehung nötig ist.&lt;br /&gt;
  - Objektliebe, Ideenliebe: die Liebe zu einem Gegenstand, einer Wissenschaft oder einem anderen, globalen Begriff (Naturliebe, Tierliebe, Liebe zu Gott, bei Kindern; Liebe zu Kuscheltieren)&lt;br /&gt;
  - Tierliebe (zum einzelnen Tier): Die Liebe zu einem einzelnen Tier, das bedingt kommunizieren kann und als „Mitglied der Familie“ angesehen wird.&lt;br /&gt;
  - Sexuelle Liebe: ganz auf die Geschlechtlichkeit und ihren Vollzug ausgerichtete Liebe. &lt;br /&gt;
  - Verliebtheit: das Gefühl, ganz in der Liebe zu einem Menschen aufzugehen. &lt;br /&gt;
  - Gottesliebe: religiöse Definition der Liebe zu Gott oder der von Gott ausgehenden Liebe. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hat nicht an Versuchen gefehlt, die Liebe neu zu definierten. Einige bemerkenswerte Beispiele findest du in dieser Artikelserie, andere in der populärwissenschaftlichen Literatur und wieder andere in Versuchen, etwas „Endgültiges“ über die Liebe zu verfassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Jüngste Versuche, die Liebe (oder ihr Ende) zu beschreiben&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Autor Richard David Precht hatte mit seinem Buch&lt;em&gt; „Liebe - ein unordentliches Gefühl“&lt;/em&gt; (2009) einen enormen Erfolg – obgleich das Buch wenig Aufschluss über „die Liebe“ gibt, wie seine Kritiker meinten. Auch der Soziologe &lt;em&gt;Sven Hillenkamp&lt;/em&gt; versuchte sich ebenfalls 2009 am Thema, schrieb ebenfalls ein Buch über die Liebe, das dem Zeitgeist folgt. Auch diese Buch wurde zum Bestseller, obwohl er etwas völlig anders unter dem Wort „Liebe“ verstand. (&lt;em&gt;„Das Ende der Liebe“&lt;/em&gt;). Generell kann man sagen, dass  „die Liebe“ zumeist unter kulturellen, religiösen, ethischen oder verschiedenartigen  wissenschaftlichen Aspekten definiert wird, wobei das Gefühl „Liebe“ oftmals vernachlässigt wird. Selbst namhafte und als seriös bekannte Zeitschriften haben vor einigen Jahren Zweifel verbreitet, ob Liebe ein Gefühl sei oder eine Entscheidung - aufgrund der Äußerungen einer jungen Frau, die darüber &lt;em&gt;etwas in einem Seminar gehört hatte&lt;/em&gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Warum es aussichtslos ist, Liebe endgültig zu definieren &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer auch immer versuchte, die Liebe „endgültig“ zu definieren, erleidet damit früher oder später Schiffbruch. Der Begriff „Liebe“ ist und bleibt unscharf. Sobald wir ihn festschreiben, hat sich seine Bedeutung bereits gewandelt. Und das heißt: Wie wir Liebe beschreiben, ist ein Teil des Zeitgeistes – in der Wissenschaft wie auch in der Literatur. Dazu gehört auch alles, was in meiner Artikelserie im Jahr 2024 diskutiert wird. Irgendwann wird „Liebe“ völlig anders definiert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:4 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;310&quot; height=&quot;207&quot;    src=&quot;https://realfeelingspro.de/uploads/lehren_und_lernen_stufe_zwei_310.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;Dieser Artikel wurde in verständlichem Deutsch für Lehrende und Lernende geschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Menschen, die genauere Informationen über die Lexikoneinträge erhalten wollen, empfehle ich unseren Beitrag über die Definitionen aus &lt;a href=&quot;https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/40-Die-Liebe-als-Gefuehl-in-Deutschland-zur-Zeit-des-Buergertums.html&quot;&gt;Lexika in Deutschland&lt;/a&gt; zum Ende des 19. Jahrhunderts. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 13 Apr 2024 11:43:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/35-guid.html</guid>
    <category>gefühl</category>
<category>hillenkamp</category>
<category>liebe</category>
<category>precht</category>
<category>unklar</category>
<category>verschwommen</category>
<category>zeitgeist</category>

</item>
<item>
    <title>Die Schwierigkeit, die Liebe zu beschreiben </title>
    <link>https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/34-Die-Schwierigkeit,-die-Liebe-zu-beschreiben.html</link>
            <category>Fühlen ist ein wundersames Gefühl - Buch</category>
    
    <comments>https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/34-Die-Schwierigkeit,-die-Liebe-zu-beschreiben.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://realfeelingspro.de/wfwcomment.php?cid=34</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://realfeelingspro.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=34</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
    <content:encoded>
    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 620px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:38 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;620&quot; height=&quot;477&quot;   srcset=&quot;https://realfeelingspro.de/uploads/humpty_dumpty.400W.serendipityThumb.jpg 600w,https://realfeelingspro.de/uploads/humpty_dumpty.jpg 620w&quot; src=&quot;https://realfeelingspro.de/uploads/humpty_dumpty.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Das Machtspiel mit den Wörtern und Begriffen&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Die Schwierigkeit, die Liebe zu beschreiben handelt davon, wie kompliziert es ist,  den Begriff „Liebe“ endgültig zu definieren. Gemeint ist das Wort an sich, das viele unterschiedliche Bedeutungen hat, dann aber vor allem „das Gefühl, zu lieben“. Mein Beitrag befasst sich also mit dem, was „wir“ mit Liebe meinen könnten. Darüber hinaus gilt Alices Einwand für alle Wissenschaften, die versuchen, Gefühle zu etikettieren&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Was verbindet nahezu alle Betrachtungen über die Liebe? Und in was sind sie unterschiedlich?&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Lassen Sie mich einen Ausflug mit Ihnen machen – zu Alice, diesem hintergründigen Kinderbuch des Mathematikers Charles Lutwidge Dodgson, der sich Lewis Carroll nannte. Es ist die Begegnungen mit &lt;em&gt;Humpty Dumpty&lt;/em&gt;, die von Wissenschaftskritikern oft zitiert wird. Ich nennen ihn „Alices Einwand“.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Alices Einwand (Zitat nach der deutschen Übersetzung)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;„Wenn ich ein Wort verwende“, erwiderte Humpty Dumpty …, „dann bedeutet es genau, was ich es bedeuten lasse, und nichts anderes.“&lt;br /&gt;
„Die Frage ist doch“, sagte Alice, „ob du den Worten einfach so viele verschiedene Bedeutungen geben kannst“.&lt;br /&gt;
„Die Frage ist“, sagte Humpty Dumpty, „wer die Macht hat – und das ist alles.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Wissenschaftler tun genau dies: Sie geben einem an sich bekannten Wort, in diesem Fall Liebe, eine Bedeutung nach ihrem Geschmack und erwarten, dass ihnen alle anderen folgen. Alices berühmt gewordener Einwand wird bewusst überhört – er könnte ja zu Zweifeln führen. Geblieben ist Humpty Dumptys arrogante Feststellung: „Wir haben die Macht – wir können alles so nennen, wie wir wollen“. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Wo wir Gemeinsamkeiten finden, wenn wir von Liebe reden &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Trotz dieses Einwands können wir gewisse Gemeinsamkeiten an den Auffassungen über die Liebe erkennen, wenn wir von Philosophen, Soziologen, Moralaposteln und Religionsfanatikern einmal absehen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;1.              Liebe ist eine verführerische Urkraft, und ihre Wurzel ist die Sexualität. &lt;br /&gt;
2.              Im weiteren Sinne ist Liebe eine Symbiose aus unterschiedlichen Gefühlen, die alle auf Verschmelzung zweier Menschen ausgerichtet sind. &lt;br /&gt;
3.              Diese Liebeskultur kann beobachtet und relativ grob beschrieben werden – die Liebe kann aber nicht auf eine Sichtweise reduziert werden. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Tatsächlich liegen all diese Betrachtungen mit unterschiedlichen Schwergewichten auf den Zweierbeziehungen, die auch geschlechtlicher Natur sind. Die Liebe als übergeordnete Kraft interessiert dabei kaum. Wir müssen aber damit leben, dass auch ganz andere Formen der gegenseitigen oder auch einseitigen Zuneigungen als „Liebe“ bezeichnet werden. Ferner müssen wir uns vergegenwärtigen, dass ständig versucht wird, den „edleren“ Teil der Liebe zu idealisieren und zu isolieren. So entstehen Gedanken über die „reine Liebe“ oder die „wahre Liebe“ zum anderen Geschlecht, die allesamt jeder Grundlage entbehren. Wer dies dennoch tut, entfernt sich mit jedem Schritt, den er in Richtung „Reinheit“ oder „reiner Wahrheit“ geht ein wenig von der gelebten Realität. Ähnliche Phänomene erleben wir in der Forschung: Je mehr ein Wissenschaftler über ein biologisches, chemisches oder psychologisches Phänomen weiß, umso weniger kann er ermessenen, wie er sich auf die alltägliche, von Menschen gelebte „Liebe“ auswirkt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kommen wir zurück zu Humpty Dumpty und der jungen Alice. Wenn wir Alices Einwand ernst nehmen (und das sollten wir), dann ergibt sich darauf eine etwas eigenartige, aber durchaus logische Schlussfolgerung.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Folgerungen aus Alices Einwand für die Liebe&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1.              Wir selbst (als Person) müssen dem Wort „Liebe“ eine Bedeutung geben – niemand anders kann es für uns tun. &lt;br /&gt;
2.             „Liebe“ entsteht einerseits als ein Gefühl in einem Menschen, darüber hinaus aber auch als verbindendes Gefühl zweier Menschen. Wir können als Paar versuchen, auch das „Wir“ unserer Liebe zu definieren. &lt;br /&gt;
3.              Wir können, wenn wir mögen, über unsere Liebe sprechen oder schreiben. Je mehr verlässliche Quellen bestehen, umso sicherer entsteht (nach dem Modell von Paul Watzlawick) daraus &lt;em&gt;die Wirklichkeit der Liebe&lt;/em&gt;. Zumindest für unsere Zeit und den Kulturkreis, in dem wir uns bewegen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Man kann die mit anderen Worten sagen: „Hören sie auf die Gefühle, nicht auf die Parolen.“ Niemand darf behaupten: &lt;em&gt;„Liebe ist dies oder jenes“.&lt;/em&gt; Diese &lt;em&gt;Etikettierung&lt;/em&gt; ist ein Übergriff, um die Hoheit über einen Begriff sicherzustellen. Dazu sagt man auch „Definitionsmacht“. Leider beteiligen sich nicht nur Moralisten und andere Ideologen daran, sondern auch Menschen, die in Forschung und Lehre tätig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um nicht missverstanden zu werden: Jeder darf sagen, was für ihn Liebe ist – denn auf der anderen Seite darf jeder sagen: „Liebe ist für mich (für uns beide …) dies oder jenes.“ Es ist gut, zu wissen, was für andere Liebe ist, denn nur so erfahren wir, was andere Menschen darüber denken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:4 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;310&quot; height=&quot;207&quot;    src=&quot;https://realfeelingspro.de/uploads/lehren_und_lernen_stufe_zwei_310.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;Dieser Artikel wurde in verständlichem Deutsch für Lehrende und Lernende geschrieben. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 13 Apr 2024 10:49:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/34-guid.html</guid>
    <category>beschreiben</category>
<category>gefühl. merkwürdig</category>
<category>liebe</category>

</item>
<item>
    <title>Wie ist das eigentlich mit „einander mögen“ - und wie mit der Liebe?</title>
    <link>https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/31-Wie-ist-das-eigentlich-mit-einander-moegen-und-wie-mit-der-Liebe.html</link>
            <category>Fühlen ist ein wundersames Gefühl - für Grundschüler</category>
    
    <comments>https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/31-Wie-ist-das-eigentlich-mit-einander-moegen-und-wie-mit-der-Liebe.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://realfeelingspro.de/wfwcomment.php?cid=31</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://realfeelingspro.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=31</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (sehpferd_team)</author>
    <content:encoded>
    Die Erwachsenen reden ganz viel von der „Liebe“. Manche von ihnen glauben, sie wüssten ganz genau, was Lieben ist, und schreiben Bücher darüber. Aber was die Liebe wirklich ist, das steht nicht in den Büchern. Forscher haben über 100 Möglichkeiten aufgeschrieben, was sie über die Liebe festgestellt haben, und das, was darin steht, kannst du nicht aussuchen wie Kochrezepte. So viel können wir aber sagen:&lt;em&gt; Liebe ist das Gefühl, einander zu mögen. &lt;/em&gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Machen wir es kurz. Das Gefühl, einander zu mögen, können wir nicht genau erklären. Weder für Grundschüler noch für ältere Schüler – und für Erwachsene auch nicht. Trotzdem haben wir beschlossen, es hier mal mit einfachen Worten zu versuchen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Lieben heißt vor allem, gerne mit jemandem zusammen zu sein&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du gerne mit einem anderen Schüler/einer anderen Schülerin zusammen bist, mit ihm oder ihr deine kleinen Geheimnisse teilst, dann ist das schon etwas Besonderes. Je mehr du dabei eine dicke Freundschaft entwickelst, umso lieber habt ihr euch. Auch für Erwachsene gilt das: Wenn sie sich miteinander wohlfühlen, dann mögen sie einander. Unsere ganze Welt lebt davon, dass sich Personen mögen – und wenn sie sich sehr gerne mögen, dann ist es eine „innige Freundschaft“. Liebe ist etwas mehr als eine innige Freundschaft, aber das, was sie „mehr“ ist, macht die Liebe auch schwieriger. Jemanden „wirklich ganz doll gerne zu haben“ ist schon ein Wort für „Liebe“. Und je lieber du jemanden hast, umso mehr möchtest du, dass er oder sie nur zu dir eine so enge Freundschaft pflegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sache mit dem „Mögen“ oder mit der „Liebe“ ändert sich – meistens schon während der Schulzeit. Aber das Grundgefühl, &lt;em&gt;„gerne mit jemandem zusammen zu sein“&lt;/em&gt;, das bleibt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Und die Zukunft? Verändert sich das?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Egal, wie alt du bist und wie du dich veränderst: Der Wunsch, dass jemand dich gerne hat, der bleibt. Und wahrscheinlich möchtest du selbst auch jemanden gerne haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was anders wird? Einmal ist es die Natur, die auf dich einwirkt. Das hat etwas mit dem „Erwachsenwerden“ zu tun. Dabei sorgt die Natur dafür, dass sich deine Gefühle weiterentwickeln. Soweit dies „nur Bio“ ist, heißt das „Pubertät“ und ist leicht erklärbar. Wenn du es aber selbst erlebst, wird es verworren und aufregend. Das ist absolut normal, aber trotzdem manchmal schwierig. Was die Natur getan hat, kann sich auf deine Beziehungen zu Freunden oder Freundinnen auswirken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Lernen, was du magst und wen du magst&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei allem, was sich ändert, bleibt die Art, in der du Liebe kennengelernt hast. Sie geht sozusagen auch in die erwachsene Person ein. Im Grund ändert ich nur, dass deine Gefühle heftiger werden, aber sonst bleibt alles, wie es war. Wenn du selber einen Partner oder eine Partnerin für dein Leben nach der Schule oder der Berufsausbildung suchst, nützen dir die Freundschaften, die du schon als Schüler(in) hattest. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist eine Version des Artikels für junge Schüler udn Schülerinnen in einfacher Sprache. Für ältere Schüler und Schülerinnen sowie für Lehrende existiert der Artikel auch in einer erweiterten Version&lt;/a&gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:5 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;310&quot; height=&quot;202&quot;   srcset=&quot;&quot; src=&quot;https://realfeelingspro.de/uploads/lehren_und_lernen_stufe_eins_310.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;Dieser Artikel für Schüler wurde 2024 zur Online-Reihe &quot;Fühlen ist ein merkwürdiges Gefühl&quot; hinzugefügt. Er ist nach Ansicht von&lt;em&gt; sehpferd&lt;/em&gt; auch für Grundschüler geeignet.  
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 11 Apr 2024 17:18:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/31-guid.html</guid>
    <category>einander mögen</category>
<category>gefühle füreinander haben</category>
<category>grundschüler</category>
<category>liebe</category>

</item>
<item>
    <title>Gefühle und Partnersuche -  Paare, Sex und Ehe</title>
    <link>https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/30-Gefuehle-und-Partnersuche-Paare,-Sex-und-Ehe.html</link>
            <category>Fühlen ist ein wundersames Gefühl - Buch</category>
    
    <comments>https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/30-Gefuehle-und-Partnersuche-Paare,-Sex-und-Ehe.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://realfeelingspro.de/wfwcomment.php?cid=30</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://realfeelingspro.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=30</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
    <content:encoded>
    Um es gleich zu Anfang zu sagen:&lt;em&gt; Wir wissen nicht genau, welcher Partnerin oder welche Partner sich wirklich für eine langfristige Beziehung eine Ehe oder eine Familie eignet.&lt;/em&gt; Im Grunde weiß es niemand, weil die Welt der Begierde, der Lust und der Zuneigung unter dem ziemlich schwammigen Begriff „Liebe“ zusammengefasst wird. Mit anderen Worten: Ein Philosoph spricht von etwas anderem als ein Soziologe und ein Dichter sagt etwas anders als ein Gehirnforscher. Mehr als Hundert, teils sehr unterschiedliche Definitionen der Liebe sind bekannt (1) – aber in Wahrheit gibt es so viele Sichtweisen, wie es Menschen gibt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Wie sich alles entwickelt hat - unser Säugetierverhalten &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reden wir zunächst einmal von Familien oder Rudeln: Bei den meisten Säugetieren entscheidet das Weibchen, mit wem es sich paaren will. Die Männchen stellen sich sozusagen vor, indem sie mit Gehörnen, Kraft und Farben prahlen – und das Weibchen „weiß“ intuitiv, mit welchem der Männchen sich der beste Nachwuchs erzeugen lässt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Was der Mensch von einem Lebenspartnerschaft oder einer Affäre erwartet&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem dies gesagt ist, können wir uns mit Menschen beschäftigen. Bekanntlich setzen wir bei der Partnerwahl oder Partnersuche auf mindestens vier Komponenten: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;1.	Ist er/sie so gesund, klug und kräftig, dass wir wirtschaftlich und sozial überleben können?&lt;br /&gt;
2.	Werden wir aufgrund unserer Gene und unserer Eigenschaften gesunde Kinder bekommen können?&lt;br /&gt;
3.	Wird er/sie eine gute, liebende Mutter oder ein entsprechender Vater sein?&lt;br /&gt;
4.	Ist er/sie eine deutlich maskuline/feminine Persönlichkeit?&lt;br /&gt;
5.	Und nicht zuletzt: Wofür eignet er/sie sich wirklich? Wollen wir die Person, mit allem, was sie ist oder wollen wir den Genuss ihrer Leidenschaft? &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Normalerweise trifft dies auf sehr wenige Menschen zu. Der sogenannte „Alpha Mann“ oder die „Alpha Frau“ existieren in der menschlichen Gesellschaft nicht wirklich. Und trotzdem versuchen viele Männer, die Frauen auszuwählen, die bestimmte Gesichtszüge und körperliche Attribute haben – und Frauen versuchen dies ebenso mit der Auswahl der Männer. Behauptet wird, dass nur etwa zehn Prozent der Menschen so ein „perfektes“ Bild abgeben – und entsprechend begehrt sind diese Frauen und Männer. Das sind dann die „betont maskulinen Männer“ und „die betont femininen Frauen“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das, was wir dabei erspüren, sind Reste der Evolution, die wir auch von anderen Lebewesen kennen. Sie sind einfach noch da – ob sie nun sinnvoll sind oder nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Warum wählen wir eigentlich gerade diese Frau oder diesen Mann? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschenfrauen, die diesen Impuls der Natur zulassen, treffen stets auf „Machos“ – und viele sind damit auf Dauer nicht zufrieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Woher mag das kommen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz: Es liegt an unserem Verstand. Jeder, ob Frau oder Mann, denkt früher oder später eher an die Gemeinsamkeit miteinander, also an eine Beziehung oder Ehe. Auch wenn das Paar sich keine Kinder wünscht, ist ein stabiler, liebevoller, mitfühlender Mensch in Beziehungen gefragt. Gewünscht ist weiterhin ein stabiler sozialer Hintergrund. Die natürliche Begierde, sich mit dem sexuell attraktivsten Partner zu paaren, tritt dabei zurück. Bei jeder neuen Begegnung fragen wir uns also: Was hat er/sie noch außer einem schönen Körper? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Lernen und erfahren - was ist gut für uns?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu haben wir (hoffentlich) Erfahrungen, und zwar lange, bevor wir uns einen Partner gesucht haben, der für Sex, Liebe oder Familie infrage kam. Praktisch ist es so, dass wir Bilder, Gesichtsausdrücke, Persönlichkeitsmerkmale und Verhaltensweisen kennengelernt und als „gut für uns“ befunden haben. Wir machen uns also auf, Menschen mit ähnlichen Eigenschaften zu suchen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich kann es kurz sagen: Wir machen uns auf, Menschen zu suchen, die wir lieben könnten – und vielleicht sogar solche, von denen wir glauben, dass sie uns lieben werden. Was Männer betrifft, so wollen Forscher festgestellt haben: Fast zwei Drittel von ihnen suchen nach Frauen, die in vielen Eigenschaften ihren Müttern gleichen. Ähnliche Daten wurden auch für Frauen und Väter ermittelt. Wenn all dies wundert: Die Mutter, diverse Tanten, Erzieherinnen und andere weibliche Personen prägen das Frauenbild sehr junger Männer, bevor sie an „erotische Kontakte“ denken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Optische Reize und Paarungen &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Grunde kann können nahezu beliebige erotische Reize den Wunsch hervorrufen, sich zu paaren. Sie können uns durch die Augen, durch die Ohren, durch die Nase oder durch Berührungen erreichen. Männer gelten als sogenannte „Voyeure“, was bedeutet, vor allem auf optische Eindrücke zu reagieren. Sie bekommen über den Umweg Sehen – Umsetzen – Botenstoffe also einen steifen Penis – und das wissen sie. Erstaunlicherweise funktioniert diese Art der Erregung bei Frauen auch, obgleich Frauen behaupten, nicht „feucht zu werden“, wenn sie erotische Literatur lesen oder Pornografie ansehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Was wir wissen und was nicht&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fassen wir zusammen: Was die Lust auf einen Menschen auslöst, und wie das biologisch-technisch vor sich geht, wissen wir recht genau. Was wir &lt;em&gt;nicht&lt;/em&gt; wissen, ist: Wie wirkt sich die Lust in irgendeinem beliebigen Moment auf unseren Körper aus - und welche Folgen wird das haben? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wir“ haben darauf keine verlässliche Antwort.  Aber jeder weiß, wie es sich bei ihm selbst auswirkt. Und wer sich genau kennt, der kann ermessen, welche Signale etwas in ihm/ihr auslösen und wohin diese Begegnung führen könnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:4 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;310&quot; height=&quot;207&quot;    src=&quot;https://realfeelingspro.de/uploads/lehren_und_lernen_stufe_zwei_310.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;Dies ist ein Beitrag zur Reihe &quot;Fühlen ist ein wundersames Gefühl&quot; für Lehrende udn Lernende. Für junge Schüler und Schülerinnen steht eine Version in vereinfachtem Deutsch zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Zur Partnerwahl (&lt;a href=&quot;https://www.sciencedaily.com/releases/2008/05/080505223427.htm&quot;&gt;Beispiel&lt;/a&gt;).&lt;br /&gt;
(1) 100 Beschreibungen der Liebe - &lt;strong&gt;das Geheimnis der Liebe&lt;/strong&gt; - Köln 2013..&lt;/em&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 11 Apr 2024 17:13:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/30-guid.html</guid>
    <category>evolution</category>
<category>gefühle</category>
<category>liebe</category>
<category>natur</category>
<category>partnersuche</category>
<category>partnerwahl</category>

</item>

</channel>
</rss>
