<?xml version="1.0" encoding="utf-8" ?>

<rss version="2.0" 
   xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#"
   xmlns:admin="http://webns.net/mvcb/"
   xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
   xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
   xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
   xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
   >
<channel>
    
    <title>alles über echte gefuehle und kommunikation (Artikel mit Tag psychologie)</title>
    <link>https://realfeelingspro.de/</link>
    <description>gefuehle und kommunikation in einfacher sprache erklaert</description>
    <dc:language>de</dc:language>
    <generator>Serendipity 2.5.0 - http://www.s9y.org/</generator>
    <pubDate>Fri, 27 Mar 2026 17:00:37 GMT</pubDate>

    <image>
    <url>https://realfeelingspro.de/templates/2k11/img/s9y_banner_small.png</url>
    <title>RSS: alles über echte gefuehle und kommunikation - gefuehle und kommunikation in einfacher sprache erklaert</title>
    <link>https://realfeelingspro.de/</link>
    <width>100</width>
    <height>21</height>
</image>

<item>
    <title> Kommunikation, Gefühle und Manipulation</title>
    <link>https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/128-Kommunikation,-Gefuehle-und-Manipulation.html</link>
            <category>Gefühle - Meinungen und Kontroversen</category>
            <category>Kommunikation 2026</category>
    
    <comments>https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/128-Kommunikation,-Gefuehle-und-Manipulation.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://realfeelingspro.de/wfwcomment.php?cid=128</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://realfeelingspro.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=128</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
    <content:encoded>
    Wer über Gefühle spricht und schreibt, hat eine andere Blickrichtung auf „Manipulation“ als jemand, der über Änderungen der Kommunikation oder des Verhaltens schreibt. Im Grund ist es so: Gefühle können durch die Entstehung, den „analogen“ Aufbau und durch die Art der Speicherung in unserem Gehirn relativ leicht beeinflusst werden. Die Faktoren, die hier zusammenspielen, sind so vielfältig, dass es und schwerfällt, sie zu beschreiben. Kommunikation hingegen ist ein Werkzeug, und wie jedes Werkzeug ist es in der Lage, sowohl zum Nutzen wie zum Schaden einer Person eingesetzt zu werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Manipulation“ steht zu Unrecht unter dem Verdacht, zum Teuflischen im Menschen zu gehören. Letztlich bedeutet das Wort nichts als&lt;em&gt; „andere zu beeinflussen“&lt;/em&gt; oder nahezu wörtlich: „einen Kunstgriff auszuführen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Kunstgriffe dienen dazu, einen Menschen schneller, sicherer und vor allem effektiver auf ein Thema anzusprechen. Solche Kunstgriffe dienen beispielsweise dazu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.	Die Einführungsphase zu reduzieren (Small Talk möglich bald in einen sinnvollen Dialog zu verwandeln). &lt;br /&gt;
2.	Vom Allgemeinen auf das Persönliche überzugehen (und auch wieder zurück).&lt;br /&gt;
3.	Sinnvolle Gesprächsstrukturen anzuwenden.&lt;br /&gt;
4.	Den Gesprächsverlauf technisch zu beeinflussen.&lt;br /&gt;
5.	Gesprächsstörungen zu vermeiden. &lt;br /&gt;
6.	Aktiv Zuzuhören.&lt;br /&gt;
7.	Einige Notfallmaßnahmen zu kennen und anzuwenden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Unmöglichkeit, keinen Einfluss auszuüben&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer sagt, dass wir durch Kommunikation niemanden beeinflussen (manipulieren) können, der hat den Sinn der Kommunikation nicht verstanden. Sowohl in der Theorie wie in der Praxis bedeutet „Kommunizieren“, etwas zu bewirken. Einfach und mit der von Paul Watzlawick eingeführten Theorie begründet steht die folgende Logik dahinter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;1.	Wir können nicht „nicht“ kommunizieren.&lt;br /&gt;
2.	Wir können uns nicht „nicht“ verhalten.&lt;br /&gt;
3.	Wir können einander (unter Anwesenden) nicht „nicht“ beeinflussen. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbst wenn wir uns beständig weigern, zu kommunizieren, bewirken wir doch etwas. Wenn wir nun aber bewusst kommunizieren, dann können wir mehr verändern – und vor allem können wir es zielsicherer tun. Dabei steht zunächst gar nichts fest, zu wessen Nutzen oder Schaden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Psychologe und die unscharfe Definition &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Psychologie weiß sehr wohl, dass Manipulation im Grunde eine der wichtigsten Methoden ist, erkennbare Veränderungen herbeizuführen. Allerdings gibt es in ihr verschiedene Denkrichtungen, die zu unterschiedlichen Bewertungen kommen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die verwirrende Welt der Lexika &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Psychologie versucht zunächst, den Begriff neutral zu erklären. So lesen wir im &lt;em&gt;„Dorsch“&lt;/em&gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Manipulation. Handhabung, unscharfer Begriff für verschiedene Formen der Einflussnahme (Steuerung, Ausrichtung, Ausnützung).&lt;/blockquote&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ähnlich bei Stangl: &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Als Manipulation bezeichnet man in der Psychologie ganz allgemein die soziale Einflussnahme, die für die Betroffenen sowohl positiv wie negativ sein kann. &lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Eine völlig andere Darstellung finden wir bei der Bundeszentrale für politische Bildung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Wenn ich will, dass andere Menschen etwas ganz Bestimmtes tun, versuche ich, sie so zu beeinflussen, dass sie nach meinem Willen handeln. &lt;/blockquote&gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitaus extremere Meinung wird im Lexikon von „Spektrum“ vertreten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Manipulation - gezielte Einflussnahme … auf Menschen, ohne deren Wissen und häufig gegen deren Willen … mit dem Ziel, ihn kontrolliert für eigene Zwecke zu benutzen. Dabei bleibt der Anschein von Entscheidungsfreiheit erhalten. &lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Der neutrale Standpunkt: Lehren heißt Beeinflussen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du eine Lehrkraft bist, ist es für dich vermutlich ganz selbstverständlich, dass du Tag für Tag Menschen beeinflussen kannst. Schließlich ist das zumindest Grund, warum du den Beruf ergriffen hast. Es wäre völlig unsinnig, zu behaupten, dass es sich dabei nicht um einen Versuch der Manipulation handelt. Er wird durch Lehren und Lernen bestimmt, und der Erfolg wird kontrolliert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Was wirklich zählt, ist der Schutz vor unerwünschter Manipulation&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir Menschen benötigen zweierlei: Manipulationsmöglichkeiten einerseits und den Schutz vor unerwünschte Manipulation andererseits. Ohne sinnvolle Manipulation gibt es keine Brücke zwischen Lehrenden und Lernenden. Auf der anderen Seite müssen wir uns gegen Manipulationen wehren, die uns im Deckmantel von Zuneigung, Liebe oder Freundschaft angeboten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sind sowohl dazu aufgefordert,&lt;em&gt; falsche Spiele mit unseren Emotionen zu enttarnen&lt;/em&gt; wie auch, &lt;em&gt;Kommunikationsmethoden&lt;/em&gt; kritisch zu untersuchen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ein Wort zu unserem Autor: Er kennt sowohl die Manipulation durch Gefühle wie auch die Manipulation durch Kommunikation. Insofern kennt er die Unterschiede wie auch die Gemeinsamkeiten aus beiden Welten. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Zitate:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://dorsch.hogrefe.com/stichwort/manipulation&quot;&gt;Dorsch&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://lexikon.stangl.eu/7024/manipulation&quot;&gt;Stangl&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.bpb.de/kurz-knapp/lexika/das-junge-politik-lexikon/320758/manipulation/&quot;&gt;bpb junge politik&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.spektrum.de/lexikon/psychologie/manipulation/9152&quot;&gt;spektrum der wissenschaft &lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Außerdem:&lt;br /&gt;
&quot;Menschliche Kommunikation&quot; (ursprüngllich New York, 1967)&lt;br /&gt;
The instability of Truth, New York 2025 &lt;/em&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 10 Mar 2026 16:47:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/128-guid.html</guid>
    <category>erklärungen</category>
<category>kommunikation</category>
<category>manipulation</category>
<category>psychologie</category>
<category>unklarheiten</category>

</item>
<item>
    <title>Der späte Einstieg der Psychologen in die Kommunikationslehre </title>
    <link>https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/127-Der-spaete-Einstieg-der-Psychologen-in-die-Kommunikationslehre.html</link>
            <category>Kommunikation 2026</category>
    
    <comments>https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/127-Der-spaete-Einstieg-der-Psychologen-in-die-Kommunikationslehre.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://realfeelingspro.de/wfwcomment.php?cid=127</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://realfeelingspro.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=127</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (sehpferd_team)</author>
    <content:encoded>
    &lt;strong&gt;&lt;em&gt;&quot;Der späte Einstieg der Psychologen in die Kommunikationslehre - und was sich daraus ergibt&quot; wirf viel Licht auf den Einfluss der Psychologie auf Kommunikationstrainings. Alles begann in den 1950-er Jahren.&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das Verhalten eines Menschen durch Beobachtungen aufnehmen, verarbeiten und erklären kann, ist im weitesten Sinne ein „Experte für das menschliche Verhalten“. In der Psychologie und der Psychotherapie sagt man dazu auch Behaviorismus und spricht bei der Therapie von Verhaltenstherapie. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Grundlage: die Lehre von menschlichen Verhalten&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der eigentliche Schöpfer dieser Wissenschaft war B. F. Skinner, der sie 1953 in seinem Hauptwerk &lt;em&gt;Science and Human Behavior&lt;/em&gt; bekannt machte. Damit ebnete er gewissermaßen den Weg der Psychologie zur Kommunikationslehre, an der sie bis zu diesem Zeitpunkt noch wenig Interesse bestand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Verhaltensänderungen und Kommunikation&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch nach und nach wurde die „Verhaltensänderung“ zu einem der wichtigsten Bausteine der Psychologie. Die Verhaltenstherapie, die aus dem Behaviorismus abgeleitet wurde, ist in Deutschland eine der wenigen Psychotherapien, die im Gesundheitsbereich anerkannt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was hat dies nun mit dem Interesse der Psychologie an der menschlichen Kommunikation zu tun?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Brücke zwischen Psychologie und Kommunikationslehre &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz nachdem sich die Verhaltenstherapie in verschiedenen Ausprägungen durchgesetzt hatte, dachten einige Psychologen daran, eine Brücke zwischen „menschlichere Kommunikation“ und „menschlichem Verhalten“ zu bauen. Zwar heißt es immer wieder, dass die Autoren der ursprünglichen Verhaltenstherapie nach Skinner skeptisch gegenüber. Dennoch wäre die neue Kommunikationstheorie nicht möglich gewesen, wenn es keine „Verhaltenstherapie“ gegeben hätte. Den entscheidenden Satz kann man bei Paul Watzlawick nachlesen, wenn er zusätzlich zum „ersten Axiom“ erwähnt: „Man kann sich nicht &lt;em&gt;nicht“&lt;/em&gt; verhalten. Wenngleich eine Kommunikationsänderung oft nicht als „Verhaltensänderung“ empfunden wird, so ist es eben doch ein Eingriff in die Denk- und Handlungsweise. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Ziele, Theorien, Methoden und Sichtweisen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was unterscheidet nun die „psychologische“ Sichtweise von der „nicht psychologischen“, soweit es die Kommunikation betrifft?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Psychologie dient oft dazu, unsere Handlungen zu entschlüsseln, um unsere innere Verfassung zu verstehen. Psychotherapie in all ihren Formen beschäftigt sich darüber hinaus damit, Lösungsansätze für bestimmte Störungen zu finden und zu verwirklichen. Das bedeutet: Psychotherapeuten (und psychologische Theoretiker) legen mehr Wert darauf, dem Menschen bei Störungen zu helfen. Nicht-Psychologen neigen eher dazu, den Alltag zu erklären und zu vereinfachen sowie gegebenenfalls auch Veränderungen vorzuschlagen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit sind die Unterschiede weitgehend erklärbar – sowohl in der Theorie wie auch in der Praxis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Du und deine Wahl – was nützt dir? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Versuche möglichst, einen Anbieter zu finden, der das Hauptaugenmerk auf „verstehen“ einerseits und „verstanden werden“ anderseits legt. Solche Methoden sind variabel - sie können später auf nahezu jede Situation und jeden beruflichen Einsatz angepasst werden. Ob du dein Verhalten dabei gründlich „aufpolierst“, kannst du ebenfalls selber entscheiden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manchmal werden Kommunikationsseminare veranstaltet, um Personen vor Manipulation zu schützen – was ich außerordentlich begrüße. In diesem Fall wird sich dein Verhalten ebenfalls etwas verändern, aber es ist keine „Verhaltensänderung“ im psychologischen Sinne. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andererseits wird aber auch versucht, unter dem Oberbegriff „Kommunikation“ Lehren zu verbreiten, die dein Verhalten massiv beeinflussen können. Die Frage ist dabei, ob du dies wirklich willst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einschneidende Verhaltensänderungen sind ein weites Feld – nur wenn du sie wirklich willst und ziemlich viel Zeit darauf verwendest, wirst du Erfolg haben. Wenn es dich wirklich interessiert, wie es funktioniert, schau mal in einem dieser Bücher nach:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;1. Self-Directed Behavior: Self-Modification for Personal Adjustment, International Edition (2013).&lt;br /&gt;
2. Einübung in Selbstkontrolle (Watson/Tharp),  München 1971 (Bibliotheken, Antiquariate) &lt;br /&gt;
2.Frauke Teegan: sich ändern lernen - Anleitungen zur Selbsterfahrung und Verhaltensmodifikation Taschenbuch – 1. Januar 1976 (Antiquariate) &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 06 Mar 2026 14:21:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/127-guid.html</guid>
    <category>21 jahrhundert</category>
<category>kommunikation</category>
<category>psychologie</category>
<category>verhalten</category>
<category>verhaltensänderung</category>

</item>
<item>
    <title>Fühlen wir Menschen seit Jahrtausenden gleich? </title>
    <link>https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/131-Fuehlen-wir-Menschen-seit-Jahrtausenden-gleich.html</link>
            <category>Fühlen ist ein wundersames Gefühl - Buch</category>
            <category>Gefühle - Geschichtliches und Forschende</category>
    
    <comments>https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/131-Fuehlen-wir-Menschen-seit-Jahrtausenden-gleich.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://realfeelingspro.de/wfwcomment.php?cid=131</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://realfeelingspro.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=131</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
    <content:encoded>
    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 620px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:105 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;620&quot; height=&quot;699&quot;   srcset=&quot;https://realfeelingspro.de/uploads/wenn_wir_sie_fragen_koennten.400W.serendipityThumb.jpg 600w,https://realfeelingspro.de/uploads/wenn_wir_sie_fragen_koennten.jpg 620w&quot; src=&quot;https://realfeelingspro.de/uploads/wenn_wir_sie_fragen_koennten.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Was würde sie uns wohl zum Thema sagen?&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Gefühle sind nur mit Mühe beschreibbar. Aus dieser Sicht fällt es uns auch schwer, sie zu begreifen. Sie sind nicht so einfach „erfassbar“, und alles, was wir nicht wirklich mit unseren Sinnen erfassen können, ist irgendwo im Nirgendwo unseres urtümlichen Denkens angesiedelt. In meiner Sprache ist es der „analoge“ Teil der Gefühle. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Psychologie und ihre Interpretation der Gefühle &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Psychologie interpretiert Gefühle – sie kann sie ebenso wenig zuverlässig beschreiben wie wir selbst. Immerhin soll es ja möglich sein, den Teil der Gefühle zu beschreiben, der „von außen erkennbar“ sind. Dann heißen sie Emotionen. Sie „bewegen“ uns, nehmen Einfluss auf uns und sind für andere erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Neue Gedanken - könnten Gefühlsregungen kulturabhängig sein?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neuerdings interessieren sich Historiker für Emotionen. Das liegt vor allem daran, dass die Annahmen, menschliche Gefühle seinen über Jahrhunderte gleich geblieben, nicht mehr haltbar ist. Vielmehr hat sich inzwischen die Sichtweise der Gefühle innerhalb eines einzigen Menschenalters erkennbar gewandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Vereinfacht gefragt - und eine vorläufige Antwort &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grundfrage, stark vereinfacht, wäre:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Können wir davon ausgehen, dass ein Mensch nach der neolithischen Revolution die gleichen Gefühle beibehielt wie zuvor? Oder: Fühlte ein Mensch im Mittelalter sich genauso wie einer, der heute (2026) lebt? &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr wahrscheinlich ist die Antwort „Nein“, weil die äußeren Bedingungen anders waren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Historikerin Ute Frevert schreibt dazu: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;(Die Versuchung der Geschichte besteht darin) … Gefühle, Emotionen, Passionen in ihren jeweiligen und historisch wechselnden Erfahrungskontexten aufzuspüren. Der sprachliche und nicht sprachliche Ausdruck von Emotionen (denken wir an Musik, Bilder, Gesten und Tanz) zeigt eine ungeheure Vielfalt, sowohl sozial als auch zeitlich und räumlich. Unterschiedliche Kulturen legen unterschiedliche Regeln des emotionalen Ausdrucks fest. Der Ausdruck aber, davon geht die kulturwissenschaftliche Emotionsforschung aus, prägt die Emotion selber – die ohne Ausdruck möglicherweise gar nicht existiert.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Was ist mit der Evolution?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen wir mal an, dass wir von der Evolution bestens damit ausgestattet wurden, uns anzupassen und vor allem, dabei etwas „dazuzulernen“. Dann ist das, was wir fühlen, eher ein Ergebnis der Kultur als der Natur, kann aber dennoch als „natürlich“ bezeichnet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Schluss noch ein Zitat von Jutta Stalvor aus ihrer 2010 vorgelegten Doktorarbeit (2). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Kulturelle Prägung ist … nicht des Menschen „zweite Natur“, sondern Teil seiner „ersten Natur“ – es ist seine Natur, über andere Menschen, über Lernen und über gesellschaftliche Einbindung ein Mensch zu werden.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Ich selbst habe diesen Anhang 2016 für mein (inzwischen erweitertes) Gefühlsblog geschrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;(1) Pressemitteilung der &lt;a href=&quot;https://www.fu-berlin.de/presse/publikationen/tsp/archiv/2009/ts_20090418/ts_20090418_31/index.html&quot;&gt;FU Berlin&lt;/a&gt;. &lt;br /&gt;
(2) &lt;a href=&quot;https://d-nb.info/1025202031/34&quot;&gt;Doktorarbeit (Stalvor)&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild &amp;copy; 2026 bei sehpferd.de&lt;/em&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 01 Mar 2026 09:27:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/131-guid.html</guid>
    <category>erlernt</category>
<category>evolution. änderung</category>
<category>fühlen</category>
<category>geschichte</category>
<category>psychologie</category>
<category>sichtweise</category>

</item>
<item>
    <title>Emotionen – wie Psychologen sie heute sehen</title>
    <link>https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/95-Emotionen-wie-Psychologen-sie-heute-sehen.html</link>
            <category>Fühlen ist ein wundersames Gefühl - Buch</category>
            <category>Fühlen ist ein wundersames Gefühl - für Grundschüler</category>
            <category>Gefühle - Meinungen und Kontroversen</category>
    
    <comments>https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/95-Emotionen-wie-Psychologen-sie-heute-sehen.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://realfeelingspro.de/wfwcomment.php?cid=95</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://realfeelingspro.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=95</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (sehpferd_team)</author>
    <content:encoded>
    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 620px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:9 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;620&quot; height=&quot;375&quot;   srcset=&quot;https://realfeelingspro.de/uploads/gehirn_interieur_auto_auge.400W.serendipityThumb.jpg 600w,https://realfeelingspro.de/uploads/gehirn_interieur_auto_auge.jpg 620w&quot; src=&quot;https://realfeelingspro.de/uploads/gehirn_interieur_auto_auge.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Funktion des Sehens und der Einordnung der Eindrücke  - aus den Aufzeichnungen des Arztes Fritz Kahn.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der Artikel &quot;Emotionen – wie Psychologen sie heute sehen&quot; wurde 2025 in einfacher Sprache verfasst.  &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was unser Gehirn mit all den Impulsen macht, die wir aus der Umwelt empfangen, wirklich an „Emotionen“ erzeugt, wissen wir nicht. Die Psychologie nimmt an, dass es sich dabei um einen „komplexen Vorgang handelt“. Er lässt sich also deswegen schwer beschreiben, weil er teils aus bekannten, teils aber auch aus unbekannten Komponenten besteht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Was passiert, bevor wir  Emotionen haben?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das von mir mehrfach beschrieben „&lt;a href=&quot;https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/94-Wie-Du-mit-deinen-Gefuehlen-besser-umgehen-kannst.html&quot;&gt;Black-Box-System&lt;/a&gt;“ ist bestens geeignet, dies zu zeigen: Wir wissen, was in unser Gehirn „eingefüttert“ wird, und das können wir auch beschreiben. Wir wissen aber nicht genau, was unser Gehirn damit „anstellt“. Andererseits können wir aber erfahren, was dabei „herauskommt“. Typisch und allgemein bekannt ist das „Erröten“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man nennt diese Art von Emotionen „Verhaltenskomponenten“, zu denen alle körperlichen Reaktionen gezählt werden können, die auf eine Gefühlslage hinweisen. Beispielsweise Gestik und Mimik, Schwitzen und Erröten, weiche Knie oder erkennbarer Stolz,  ebenso wie Körperhaltungen, die zeigen, dass wir uns öffnen oder verschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Rückwärtsgang: Von Emotionen auf das &quot;Fühlen&quot; schließen?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der vereinfachten, volkstümlichen Psychologie versucht man, den Rückschluss zu finden: Wir erröten, also schämen wir uns. Wir erzittern, also fürchten wir uns. Wir fürchten uns vor zu viel Aufmerksamkeit, also machen wir uns klein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein psychologisches Lexikon weiß darüber allerdings, dass man von solchen „Verhaltenskomponenten“ nicht auf das tatsächliche Fühlen schließen sollte. Letztlich bedeutet dies, dass unser Verhalten zwar unsere Emotionen bildhaft zeigt, aber nicht immer unsere „inneren“ Gefühle ausdrückt. Wir haben ja unser ganzes Leben lang gelernt, unsere Emotionen an die Situation anzupassen, also nicht „mit der Tür ins Haus zu fallen“ oder auf keinen Fall  unsere Gefühle schonungslos zu offenbaren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Lexikon sagt darüber aus: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Emotionen haben eine wichtige Bedeutung für Motivationsprozesse. Sie leiten zielgerichtetes Verhalten ein und begleiten es.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Mit anderen Worten: Emotionen können auch zur Manipulation eingesetzt werden. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Schwierigkeit: Wirkliche Gefühle erleben und darstellen &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Psychologen stellen ich häufiger die Frage: „Wie werden Gefühle erlebt?“ Und sie versuchen, darauf Antworten im Gespräch mit Personen zu finden. Ähnliche Fragen stellen sich Schriftsteller, die Gefühle ausführlich beschreiben wollen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Teil ist mit Sicherheit schwierig, weil im Grunde nur die einzelne Person wissen kann, was sie „wirklich fühlt“, und nur sie kann diese Gefühle wirklich beschreiben. Für Schriftsteller gilt deshalb bei Gefühlen: „&lt;a href=&quot;https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/82-UEber-Gefuehle-schreiben-fuer-Schueler-sowie-Eltern-und-Lehrende.html&quot;&gt;Show, don’t tell&lt;/a&gt;. Das bedeutete, die Gefühle bildhaft zu beschreiben, was wieder nur gelingt, wenn der Autor oder die Autorin auf das Verhalten und/oder die körperlichen Empfindungen zurückgreift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 320px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:72 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;320&quot; height=&quot;214&quot;   srcset=&quot;&quot; src=&quot;https://realfeelingspro.de/uploads/lehren_lernen_320.serendipityThumb.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Einfacher Text&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Dieser Text wurde in einfachem Deutsch geschrieben. Er entspricht den neuesten Betrachtungen zum Thema. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Zitat: &lt;a href=&quot;https://dorsch.hogrefe.com/stichwort/emotionen&quot;&gt;Dorsch&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;
Bildquelle: Aus den Aufzeichnungen des Arztes Fritz Kahn, Internet-Archiv&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 10 May 2025 09:53:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/95-guid.html</guid>
    <category>einfache sprache</category>
<category>emotionen</category>
<category>gefühle</category>
<category>heute</category>
<category>psychologie</category>

</item>
<item>
    <title>Gibt es „positive Gefühle?“ </title>
    <link>https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/70-Gibt-es-positive-Gefuehle.html</link>
            <category>Fühlen ist ein wundersames Gefühl - Buch</category>
            <category>Gefühle - Meinungen und Kontroversen</category>
    
    <comments>https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/70-Gibt-es-positive-Gefuehle.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://realfeelingspro.de/wfwcomment.php?cid=70</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://realfeelingspro.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=70</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
    <content:encoded>
    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 620px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:42 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;620&quot; height=&quot;461&quot;   srcset=&quot;https://realfeelingspro.de/uploads/keine_positiven_gedanken.400W.serendipityThumb.jpg 600w,https://realfeelingspro.de/uploads/keine_positiven_gedanken.jpg 620w&quot; src=&quot;https://realfeelingspro.de/uploads/keine_positiven_gedanken.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Nachdenken statt &quot;Positives Denken&quot;?&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Menschen neigen dazu, alles zu „bewerten“, und auf eine einfache Formel gebracht heißt das: „Ist das gut oder schlecht für mich?“ Auf diese Weise sind auch „gute und schlechte Gefühle“ oder auch „negative und positive“ Gefühle in die Welt gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Natur kümmert sich nicht um gut oder schlecht, sondern um das eigene Überleben, das Überleben der Gruppe und die Erhaltung der Art. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Persönliches Wachstum, Gurus und Psychologie &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Psychologen, Gurus und Lebensberater sagen uns: Ja, das ist schon in Ordnung mit der Natur, aber es gibt noch so etwas wie „persönliches Wachstum“. Daraus baut vor allem die „Positive Psychologie“ auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Theorie wird, wie fast alles, was Bewertungen betrifft, kontrovers diskutiert. Ähnlich wie bei der „Bewusstseinserweiterung“ soll das Erleben der Menschen „verbreitert“ werden, um auf dieser Basis ein besseres, weil positiveres Selbst- und Menschenbild zu bekommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Das Glücksversprechen und der Kommerz&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wesentliche Rolle spielt dabei die Trennung der Gefühle in „negativ“ und „positiv“. Letztlich wird daraus eine Art Heilslehre: Wenn es einem Menschen gelingt, Emotionen wie Lust, Interesse, Stolz und Liebe auszubauen, dann erweitert diese Person ihr Leben. Behauptet wird auch, dass die Erfolge für das eigene Leben langfristig zu Glücksgefühlen führt. Letztendlich heißt die Formel also: Glück lässt sich erlernen, wenn man sich auf Glücksgefühle konzentriert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu schrieb die Wochenzeitung „DIE ZEIT“:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Das Konzept des positiven Denkens wird hierzulande nicht nur durch Bücher vermittelt. Die Deutschen geben jährlich rund neun Milliarden Euro für Motivationskurse, Persönlichkeitsseminare und Workshops aus, die ihnen den Optimismus näherbringen sollen.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Das „Glücksversprechen“ lockt also viele Menschen an. Das führt gegenwärtig dazu, dass die Angebote wachsen und die Behauptungen immer abenteuerlicher werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Zurück zu den Gefühlen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommen wir zurück zu den Gefühlen und/oder Emotionen – und zum Gehirn, das bekanntlich in der Lage ist, die Gefühle zu verwalten. Dann sehen wir, dass es uns weder bei „negativen“ noch bei „positiven“ Gefühlen Aufgaben stellt. Wir bemerken diese automatischen Prozesse gar nicht, solange funktionsfähige Lösungen vorhanden sind. Es ist also völlig falsch, dass sich das Gehirn ausschließlich mit „negativen“ Gefühlen, wie etwas Angst beschäftigt. Richtig ist, dass wir erst aufgefordert werden, neu zu lernen, wenn das Gehirn uns sagt:&lt;em&gt; „Mensch, ich habe keine Lösungen mehr.“ &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Erfahrung, die Erfolge und die Anpassung &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun wissen wir, dass uns Erfolge, Glück und möglicherweise auch rein biochemisch begründbare Emotionen beflügeln können. Und manchmal erleben wir „positive Spiralen“, die uns heftig beflügeln oder gar berauschen. Tatsächlich erleben wir auch das Gegenteil: Phasen, in denen wir Misserfolge hinnehmen müssen und keine Bestätigung bekommen. Dann haben wir den Eindruck, dass „der Wurm drin“ ist und die Spiralen und nach unten ziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem wir jedoch lernen, mit beidem umzugehen, also mit dem Erfolg und dem Misserfolg zu leben, können wir das Natürliche tun: uns an die Lebensbedingungen anzupassen. Und genau das ist es auch, was wir tun sollten: Anpassen an das, was wir nicht ändern können und die Dinge optimistisch anzugehen, die wir wahrscheinlich ändern können. (2) Ich gebe diesen Rat ganz persönlich – und er ist kostenlos. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Dieser Teil meiner Artikelserie &quot;Fühlen ist ein wundersames Gefühl&quot; enthält neben Fakten auch Meinungen. Bei der Diskussion um Gefühle ist dies nicht auszuschließen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1) Zitat aus &quot;&lt;a href=&quot;https://www.zeit.de/zeit-wissen/2011/01/Denk-nicht-positiv/seite-2&quot;&gt;DIE ZEIT&lt;/a&gt;&quot;&lt;br /&gt;
(2) Die Grundaussage wird Frederick S. Perls  zugeschrieben, der als Begründer der Gestalttherapie gilt .&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:6 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;310&quot; height=&quot;205&quot;   srcset=&quot;&quot; src=&quot;https://realfeelingspro.de/uploads/lehren_und_lernen_stufe_drei_310.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;Wir haben uns bei diesem Artikel bemüht, alles in verständlichem Deutsch zu schreiben. Er enthält allerdings Zitate aus einem Fachbereich oder nutzt ein entsprechendes Vokabular und wendet sich vor allem an Leserinnen und Leser, die ihr Wissen vertiefen wollen. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 03 May 2024 08:29:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/70-guid.html</guid>
    <category>denken</category>
<category>gefühle</category>
<category>kritik</category>
<category>postiv</category>
<category>psychologie</category>

</item>
<item>
    <title>Gespräche über Gefühle - um was geht es dabei wirklich? </title>
    <link>https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/63-Gespraeche-ueber-Gefuehle-um-was-geht-es-dabei-wirklich.html</link>
            <category>Fühlen ist ein wundersames Gefühl - Buch</category>
    
    <comments>https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/63-Gespraeche-ueber-Gefuehle-um-was-geht-es-dabei-wirklich.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://realfeelingspro.de/wfwcomment.php?cid=63</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://realfeelingspro.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=63</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
    <content:encoded>
    Gespräche über Gefühle sind so gut wie niemals Gespräche, in denen es ausschließlich um Gefühle geht. Es geht immer noch um etwas anderes, mal um die Selbstdarstellung, dann wieder darum, von anderen etwas über ihre „wahren“ (geheimen) Gefühle zu erfahren. Oftmals geht es um die Macht, meist darum, die „Hoheit“ zu erlangen oder erneut an sich zu ziehen – und manchmal um Sex. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Gespräche über Gefühle führen nicht immer zum Verstehen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstaunlicherweise glauben die meisten Menschen, Gespräche über Gefühle seien psychologische Transaktionen, die zu einem „besseren Verständnis füreinander“ führen. Es ist leicht zu erkennen, dass es sich dabei um eine Wertung handelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Literatur ist oft von der „direkten Äußerung von Gefühlen“ die Rede. Gemeint ist damit, Gefühle im vollen Vertrauen mit einem anderen Menschen auszutauschen, der ebenfalls dazu bereit ist. &lt;em&gt;Verschwiegen&lt;/em&gt; wird dabei, dass diese Situation recht selten vorkommt. Sie entstammt einem Ideal, das bestenfalls in Selbsterfahrungsgruppen oder bei Paaren vorkommt, die einen therapeutischen Beruf arbeiten. &lt;em&gt;Denn Kommunikation über Gefühle ist  nicht etwa ein „Offenbarungsgespräch über Gefühle“ allein, sondern auch ein Gespräch über etwas anderes. &lt;/em&gt; Wie schon erwähnt, kann „das andere“ nahezu alles sein – vor allem aber etwas, das zu Konsequenzen führen kann. Nehmen wir einmal an, die Person „A“ würde sich von Person „B“ bedrängt oder sonst wie „vereinnahmt“ fühlen – dann geht es um die Freiheit selbst, nicht einfach um „das Gefühl, eingeschränkt zu sein“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;h1&gt;&lt;blockquote&gt;In Gesprächen über Gefühle geht es so gut wie nie ausschließlich um Gefühle, sondern meist auch noch um etwas anderes&lt;/blockquote&gt;&lt;/h1&gt;&lt;br /&gt;
Ich will diesen kurzen Abschnitt kurz halten, obwohl viel mehr dazu zu sagen wäre. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Gefühlsebene allein - ein Gang barfuß auf dünnem Eis &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du jemals ein Gespräch „ausschließlich auf Gefühlsebene“ führen willst, in dem Klartext gesprochen wird, bereitest du dich besser darauf vor, als es dem Zufall zu überlassen. Ich nehme an, du würdest nicht barfuß auf eine dünne Eisfläche gehen. Das gilt auch für heikle Gespräche. Bereite dich also möglichst gut auf das Gespräch vor. Hier zeige ich dir recht nüchtern den üblichen Ablauf solcher Gespräche: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;-	Du oder jemand anders sagt, worum es gehen soll.&lt;br /&gt;
-	Sodann führt er/sie/du aus, wie jeder von euch sich in diesem Fall fühlt.&lt;br /&gt;
-	Zum Schluss erwarten beide (also du und die/der jeweils andere) eine Veränderung, zumindest eine Absichtserklärung, wie es weitergehen soll. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Phase ist der schwierigste Teil – ihr diskutiert ja nicht, um einen Rhetorik-Wettbewerb zu gewinnen, sondern um etwas für euch dabei herauszufinden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die dritte Phase? Meist will einer von euch beiden, dass sich etwas ändert. Ob dies möglich ist und welche Konsequenzen das hat, ist zu Anfang ungewiss – und am Ende? Die Entscheidung, was sich gegebenenfalls ändern soll, muss von beiden Partner in vollem Umfang getragen werden - gleich, ob er/sie einen Vorteil darin sieht oder nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Gespräche über Gefühle finden nicht im Labor statt&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem dies alles gesagt ist, fehlt noch diese Betrachtung: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was Menschen unter &lt;em&gt;Laborbedingungen&lt;/em&gt;, also in Selbsterfahrungsgruppen, mit psychologischer Begleitung oder in anderen, ähnlichen Situationen erleben, ist die Ausnahme. Gespräche über Gefühle im Alltag sind deutlich heikler, womit das Risiko auch ungleich höher ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Schluss noch ein Rat, der euch vielleicht ungewöhnlich erscheint:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;-	Es geht nicht darum, was du sagst,&lt;br /&gt;
-	 sondern wie du es sagst, &lt;br /&gt;
-	zu wem du es sagst -&lt;br /&gt;
-	und ob du es zur richtigen Zeit sagst.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem denk bitte daran: Sei vorsichtig, wenn dich Fremde auf Gefühle (und andere private Themen) ansprechen – das Wissen darüber kann gegen dich verwendet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Hinweis auf Lehrmeinungen:&lt;em&gt;&lt;/strong&gt; Dieser Artikel ist zum Verständnis für Alltagssituationen gedacht - die Meinungen psychotherapeutisch orientierter Autoren können erheblich davon abweichen.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:4 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;310&quot; height=&quot;207&quot;    src=&quot;https://realfeelingspro.de/uploads/lehren_und_lernen_stufe_zwei_310.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;Dieser Artikel wurde in verständlichem Deutsch für Lehrende und Lernende geschrieben.  
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 27 Apr 2024 15:17:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/63-guid.html</guid>
    <category>gefühle</category>
<category>gespräche</category>
<category>grundsätze</category>
<category>kommunikation</category>
<category>psychologie</category>
<category>reden hilft</category>
<category>sinn</category>
<category>zweifel</category>

</item>
<item>
    <title>Gefühle und das „Unterbewusste“ - gibt es so etwas überhaupt?</title>
    <link>https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/50-Gefuehle-und-das-Unterbewusste-gibt-es-so-etwas-ueberhaupt.html</link>
            <category>Fühlen ist ein wundersames Gefühl - Buch</category>
            <category>Gefühle - Geschichtliches und Forschende</category>
    
    <comments>https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/50-Gefuehle-und-das-Unterbewusste-gibt-es-so-etwas-ueberhaupt.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://realfeelingspro.de/wfwcomment.php?cid=50</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://realfeelingspro.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=50</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
    <content:encoded>
    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 620px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:20 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;620&quot; height=&quot;864&quot;   srcset=&quot;https://realfeelingspro.de/uploads/eisberg_grafisch_2a.400W.serendipityThumb.jpg 600w,https://realfeelingspro.de/uploads/eisberg_grafisch_2a.jpg 620w&quot; src=&quot;https://realfeelingspro.de/uploads/eisberg_grafisch_2a.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Zahlenspiele um das Unterbewusste - was bedeuten sie wirklich?&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Seit Sigmund Freud uns gelehrt hat, dass unser Denken und Handeln nicht vom Verstand allein gesteuert wird, brach eine mühsame Konstruktion des Menschseins zusammen. Sie wurden in einen Zusammenhang mit Kopernikus und Darwin gestellt, weil sie der damaligen Wissenschaft die dritte menschliche Illusion raubte. Die Erde ist nicht der Mittelpunkt des Universums, der Mensch ist keine eigenständige Schöpfung und unser Denken kann nicht alle Handlungen erklären. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Der Geburtsfehler des &quot;Unbewussten&quot; &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Sache hat allerdings einen Geburtsfehler: Der Begriff „Das Unbewusste“ drückt aus, dass dieser Zustand wirklich existiert, das heißt, dass er irgendwie „fassbar ist“. Zudem legt der Begriff zumindest nahe, dass wir das Unterbewusstsein „woanders“ verorten müssen als in unsrem Gehirn. Dies zeigt sich vor allem daran, dass wie nicht von &lt;em&gt;„unterbewussten Anteilen“&lt;/em&gt; oder &lt;em&gt;„unterbewussten Beeinflussungen“&lt;/em&gt; sprechen, sondern oftmals von „&lt;em&gt;dem Unterbewusstsein&lt;/em&gt;“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Freudsche Fangemeinde und ihr Lieblingsbegriff &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das wäre noch erträglich, wenn dieser Begriff nicht von einer begeisterten Fangemeinde aufgegriffen worden wäre. Nachdem sie sich zu Experten aufgeschwungen hatten, ließen sie ihre Erklär-Bärinnen und Erklär-Bären los, um die Welt zu belehren. Dabei wurde behauptet, unser Dasein (unsere Kommunikation, unser Handeln) würde nur zu zehn bis 20 Prozent vom „sichtbaren Bewusstsein“ bestimmt, aber zum „größten Teil“ von unserem „Unterbewussten“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die angeblichen Wesen im Unterbewussten  &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kling charmant, vor allem für Esoteriker. Doch die Zuordnungen sind rein willkürlich und stimmen auch theoretisch nur dann, wenn man Freud‘schen Definitionen folgt. Demnach wird das „Es“ unter der Oberfläche vermutet, während das Über-Ich teils oberhalb, teils unterhalb der Bewusstseinsebene herumspukt. Das bewusste “Ich“ ist demnach immer erkennbar, zumindest im Handeln.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wer die Sache von der menschlichen Evolution aus betrachtet, wird das Modell eher belächeln. Warum sollten uns unsere vitalen Impulse bewusst werden? Sie laufen „automatisch im Hintergrund“ ab, und es ist unser Primaten-Erbe. Selbstverständlich überprüft unser Verstand oftmals, ob es solche Impulse „durchlassen“ soll. Das gilt vor allem für Impulse wie die Gewalt oder die Lust an der Fortpflanzung. Wir lernen im Grunde in unserem ganzen Leben, welche Impulse wir zulassen sollen, dürfen und müssen und welche nicht. Und wir machen dann und wann Fehler dabei. Rechtfertigt dies die Theorien der Freud-Populisten? Müssen wir „Bewusstes“ und „Unbewusstes“ wirklich separieren? Und benötigen wir solche unscharfen Begriffe wie „das Vorbewusste“? Ist die „innere Kommunikation“ nicht viel mehr ein dynamischer Prozess, der nur dann bedeutsam wird, wenn er lebensentscheidend ist? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Zweifel an der Existenz des Unbewussten &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Neuerdings wird bezweifelt, dass es überhaupt so etwas wie ein Unterbewusstsein gibt. Ich zitiere:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Das Gehirn arbeitet nur auf eine einzige Weise. Es gibt keinerlei Hinweise darauf, dass, während wir „bewusst“ denken, irgendwo im Hirn noch etwas „Unterbewusstes“ abläuft. Es gibt kein Unterbewusstsein, sondern nur die parallel prozessierende, verteilte Anstrengung unseres Hirns, sich einen Reim auf die Welt zu machen. Das erfordert in jedem Moment nahezu alle geistigen Ressourcen, die wir besitzen. Wir haben gar keine Rechenkapazität für Unterbewusstes.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Das ist ein harter Brocken für die Jünger von Sigmund Freud oder Carl Gustav Jung. Sollte alles, was sie glauben, erforscht zu haben, in Wahrheit lediglich eine Vorstellung gewesen sein? &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wir kommen er Frage näher, wenn wir uns überlegen, ob Gefühle überhaupt zum „Unterbewusstsein“ gehören. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Dazu lesen wir:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Das menschliche Gehirn versucht, Abläufe so weit wie möglich zu automatisieren (und damit aus dem Bewusstsein zu verbannen …) denn dadurch wird seine Arbeit schneller, effektiver und stoffwechselphysiologisch sparsamer.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Sollten es also sein, dass unser Bewusstsein nur dann gefordert wird, wenn der „Automatismus“ versagt? &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Manches spricht dafür. Zum Beispiel die Problemlösungstheorie, die behauptet, Probleme würden uns nur dann bewusst, wenn die automatisierten Vorräte an Lösungen aufgebraucht wären. Etwas oberflächlich sagt man dazu auch: Wer Probleme hat, dem fehlen die Lösungen. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Tatsächlich ist „das Unbewusste“ nicht wirklich fassbar. In allen älteren Theorien werden Gefühle einerseits und Gedanken andererseits „räumlich“ gesehen, das heißt, ihnen wird eine Art Wohnraum zugewiesen, sei er „körperlich“ oder „virtuell“. Bei Freud ist es ein virtueller Raum:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In der klassischen Freudschen Beschreibung erscheint der seelische Apparat wie ein dreifach geschichteter Raum.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Dort gibt es also einen Empfang, eine Wartehalle und einen Gesellschaftsraum, in dem allein sich das „Bewusste“ abspielt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Eine Klärung des Unbewussten? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Was davon „wahr“ ist, kann kaum beurteilt werden. Falls wir Freud (oder seinen heutigen Anhängern) zustimmen, müsste unser Gehirn im „Normalzustand“ ständig „hellwach“ sein, weil wir uns ja „bewusst“ verhalten müssten. Das ist allerdings nicht der Fall - und es widerspräche auch dem Sinn der Natur, alle Lebenserhaltungsmaßnahmen so gut wie irgend möglich mit wenig Energie abzuwickeln, solange keine Gefahr droht. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wenn wir uns entschließen sollten, Neurologen zuzustimmen, dann bliebt aber die Frage, wie es zu erheblichen Störungen im Denken und Handeln kommen kann. Wo Gefühle betroffen sind, können wir ja nicht einfach „falsch programmiert“ sein. Das heißt: Wenn sie „hochkommen“ und am Bewusstsein kratzen, es verwirren oder sonst wie zu einem absurden Verhalten führen, was ist dann? &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wieder müssen wir an die Automation des Denkens und Fühlens erinnern, oder nochmals mit dem Lexikon … argumentieren:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Dinge drängen nur dann ins Bewusstsein, wenn das Unbewusste mithilfe der verschiedenen Gedächtnisarten entschieden hat, dass es sich dabei um ein wichtiges oder/und unbekanntes Geschehen oder Problem handelt, das für die unbewusste Verarbeitungsebene zu kompliziert ist. &lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefühle allerdings – wirken teils unmittelbar auf das Handeln und versuchen, sich ganz und gar am Denken vorbei zu schleichen. Das ist gut, wenn Gefahr droht, und gelegentlich fragwürdig, wenn uns die Wollust überkommt. Doch auch dafür gibt es  Lösungen. Denn irgendwann lernen wir, dass „Gefühle pur“ uns schaden können und wir sei deshalb „umwandeln“ müssen. Das kling viel komplizierter als es ist: Wer „in Rage“ gerät, lernt, dass es nicht sinnreich ist, sofort zuzuschlagen. Das gilt für viele Gefühle, vor allem aber für das „Verliebtsein“, das eigentlich nichts mehr ist als die Aufforderung der Natur zum Geschlechtsakt. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Und das Fazit - das Unbewusste ist ein fragwürdiges Phänomen &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Fassen wir alles zusammen, so finden wir:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;1. Das „Unbewusste“ ist eine Annahme, um die menschliche Psyche zu erklären. Sie ist populär, aber nicht die einige Theorie. &lt;br /&gt;
2. Die meisten sogenannten „Prozesse“ in Körper, Geist und Emotionen laufen völlig automatisch mit einer geringen Kontrolle durch das Gehirn.&lt;br /&gt;
3. Das liegt daran, dass nahezu alle täglichen Prozesse abgespeichert sind. Selbstverständlich wurden alle einmal erlernt – aber das fiel in eine frühere Phase unseres Lebens. &lt;br /&gt;
4. Meldet sich das sogenannte „Bewusstsein“ bei uns an, können wir davon ausgehen, dass etwas in Unordnung gekommen ist. &lt;br /&gt;
5. In dieser Situation zeigt sich, ob, in welcher Zeit und mit welchen Methoden wir Entscheidungen fällen oder Innovationen schaffen können.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Jeder mag für sich selbst entscheiden, ob er diesen Thesen zustimmt oder nicht. Aber sie repräsentieren den letzten Stand der Forschung. Wenn ihr etwas mitnehmen wollt: Die Natur verschwendet keine Energien, außer für die Fortpflanzung. Das gewöhnliche Alltagsleben ist durch automatische Prozesse (Regelkreise) abgesichert, und die Bereiche, die viel Energie verbrauchen, werden im Alltag nur bei Notfällen eingesetzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Hinweis:&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Dieser Beitrag enthält sowohl Meinungen wie auch Fakten, die von der Lehre Freuds und seiner Anhänger abweichen. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:6 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;310&quot; height=&quot;205&quot;   srcset=&quot;&quot; src=&quot;https://realfeelingspro.de/uploads/lehren_und_lernen_stufe_drei_310.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;Wir haben uns bei diesem Artikel bemüht, alles in verständlichem Deutsch zu schreiben. Er enthält allerdings Zitate oder ein Fachvokabular und wendet sich vor allem an Leserinnen und Leser, die ihr Wissen vertiefen wollen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Quellen: &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ehemals veröffentlicht unter psychoanalyseforum.de/blog/das-unbewusste-psychoanalytische-kernkonzepte/&quot;&gt;Kernkonzept der Psychoanalyse- der Link funktioniert leider nicht mehr.&lt;br /&gt;
Spektrum (&lt;a href=&quot;https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/unterbewusstsein/68591&quot;&gt;Unterbewusstsein&lt;/a&gt;)&lt;br /&gt;
Geo (&lt;a href=&quot;https://www.geo.de/wissen/gesundheit/22098-rtkl-psychologie-es-gibt-keinen-hinweis-dass-ein-unterbewusstsein-existiert&quot;&gt;Kritik&lt;/a&gt;) &lt;/em&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 17 Apr 2024 14:34:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/50-guid.html</guid>
    <category>eisbergtheorie</category>
<category>gefühle</category>
<category>psychologie</category>
<category>unbewusstes</category>
<category>unterbewusstsein</category>
<category>wissenschaftskritik</category>

</item>
<item>
    <title>Gefühle und Zeitgeist – Psychologie, Esoterik und Kommunikation </title>
    <link>https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/53-Gefuehle-und-Zeitgeist-Psychologie,-Esoterik-und-Kommunikation.html</link>
            <category>Fühlen ist ein wundersames Gefühl - Buch</category>
            <category>Gefühle - Geschichtliches und Forschende</category>
    
    <comments>https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/53-Gefuehle-und-Zeitgeist-Psychologie,-Esoterik-und-Kommunikation.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://realfeelingspro.de/wfwcomment.php?cid=53</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://realfeelingspro.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=53</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
    <content:encoded>
    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 620px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:21 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;620&quot; height=&quot;334&quot;   srcset=&quot;&quot; src=&quot;https://realfeelingspro.de/uploads/komm_model_ein_kanal_nachricht&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Nachrichten übermitteln, gleich welcher Art - ohne Rückkoppelung&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;In den letzten Jahren bekamen „Gefühle“ einen ungeheuer hohen Stellenwert. Ein Grund war der Zeitgeist, der immer mal wieder zwischen den Tiden der Gefühle schwankt. Manchmal herrscht Gefühlsebbe, weil wir uns eher an der Alltagspraxis orientieren, dann werden wir von den Forschenden und der Presse mit einer wahren Flut von Gefühlen überschüttet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Simple Wahrheiten und aufgebauschte Darstellungen &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahrheit ist sehr simpel: Die Gefühle sind Gaben der Evolution, und sie sind nötig. Der Wissenschaftsjournalist &lt;em&gt;Jörg Blech&lt;/em&gt; nennt sie vorsorglich „Befindlichkeiten“ und schreibt dies:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Befindlichkeiten lassen sich nicht in „normal“ und „gestört“ einteilen, zumal sie in einem Spektrum liegen. Sie unterscheiden sich nicht in der Qualität, sondern in der Quantität“&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Der Journalist hat dazu den Psychiater &lt;em&gt;Martin Brüne&lt;/em&gt; zitiert, der vorgeschlagen hat, der „überzogene Gefühle“ durchaus für menschliche Eigenschaften hält und der dazu schrieb:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;(Sie seien) verzerrte Ausprägungen von Mechanismen, die während der Menschwerdung entstanden sind.&lt;/blockquote&gt;&lt;strong&gt;Die Konjunktur der Gefühle im 21. Jahrhundert&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Nachdem Gefühle wieder „Konjunktur haben“ (seit den 2000er-Jahren), treten zahllose Institute und Einzelpersonen auf, die behaupten, das Gefühlsleben der Menschen verbessern zu können. Ob man sich nun auf die „Positive Psychologie“ beruft oder schlicht behauptet, über „Kenntnisse“ zu verfügen, wie man dieses Kunststück zustande bringt: Letztendlich dient es dem Ruhm, der Macht und der klingenden Kasse. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Gefühle besser verstehen - oft nur ein Hohlbegriff &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahr ist, dass wir lernen können, unsere Gefühle „besser zu verstehen“, was allerdings voraussetzt, dass wir zuvor daran gezweifelt haben. Haben wir das nicht, so lassen wir uns auf etwas ein, das man früher oft als „Bewusstseinserweiterung“ bezeichnet hat. Dieses Gebiet liegt zwischen Psychologie, Esoterik und dem Wunsch, an einem „Abenteuer mit Gefühlen“ teilzuhaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Gefühle und Kommunikation – fragwürdige Zahlen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 620px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:22 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;620&quot; height=&quot;334&quot;   srcset=&quot;https://realfeelingspro.de/uploads/komm_model_ein_kanal_r.400W.serendipityThumb.jpg 600w,https://realfeelingspro.de/uploads/komm_model_ein_kanal_r.jpg 620w&quot; src=&quot;https://realfeelingspro.de/uploads/komm_model_ein_kanal_r.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Erst die Rückkoppelung macht die Kommunikation komplett - mit oder ohne Gefühlsanteile&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;br /&gt;
Unter den Anbietern von Kommunikationsseminaren ist üblich geworden, den Gefühlsanteil unserer alltäglichen Gespräche künstlich „aufzublasen“. Sie berufen sich dabei auf „Forschungen“ namhafter Wissenschaftler. Doch das ist ein Trugschluss. Richtig daran ist nur, dass wir neben Informationen auch Gefühle durch Kommunikation übermitteln, aber nicht, wie groß der Anteil jeweils ist. Manche Fachleute erweitern die Kanäle von zweien auf vier: Dann kommen noch Appelle hinzu und die Gefühlsebene wird in &lt;em&gt;„Selbstkundgabe&lt;/em&gt;“ und &lt;em&gt;„Beziehungshinweise&lt;/em&gt; aufgeteilt. (&lt;em&gt;Vierebenen-Prinzip nach Friedemann Schulz von Thun&lt;/em&gt;) Wie viel Prozent davon zu einer Gruppe gehören, hängt davon ab:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;-	Welche Art von Gespräch geführt wird.&lt;br /&gt;
-	Welche Absichten der Sender der Information verfolgt.&lt;br /&gt;
-	Wie der Empfänger die Informationen versteht.&lt;br /&gt;
-	Ob der Empfänger überhaupt wissen will, was der Sender ihm übermittelt. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da es kaum Möglichkeiten gibt, den Gehalt an der einen wie der anderen Information zu messen oder zu wägen, ist es völlig absurd, sie in verlässlichen Prozentangaben zu bewerten. Ich verweise in diesem Zusammenhang auf die Forschungen des Psychologen &lt;em&gt;&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Mehrabian&quot;&gt;Albert Mehrabian&lt;/a&gt;,&lt;/em&gt; der angeblich behauptete, 55 % der Kommunikation zwischen zwei Menschen würden über die Körpersprache abgewickelt (analog), 38 % über den Tonfall und die Stimme (auch analog) und nur sieben Prozent über den Inhalt. Doch immerhin halten sich solche Meinungen sehr lange. Und ganz ähnlich ist es mit der Behauptung, dass&lt;em&gt; 80 % der Kommunikation aus Gefühlen&lt;/em&gt; besteht und&lt;em&gt; nur 20 Prozent aus Sachinformationen&lt;/em&gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird Zeit, dass wir mit solchen Begriffen endlich aufhören. Zumal, wenn weder klar ist, was wirklich gemeint ist, noch, wie solche Werte ermittelt wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Zurück zur Wissenschaft - nur der Kommunikationsprozess ist entscheidend &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und aus dieser Sicht: Gerade die Kommunikation ist ein kompliziertes Gebiet, das man nicht auf ein paar Gedankenschnipsel oder  weltanschaulich motivierte Behauptungen reduzieren kann. Oder mit anderen Worten: Die Grundüberlegung der Kommunikation ist, ob das, was der Sender sagt oder sagen will, überhaupt beim Empfänger ankommt. Und das ist mit Abstand der schwierigste Teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Hinweis:&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Dieser Beitrag enthält sowohl Meinungen wie auch Fakten, die von manchen Lehren aus Psychologie, Psychiatrie und Kommunikations-Lehren abweichen. Dabei wäre zu berücksichtigen, dass die Lehre von der menschlichen Kommunikation recht allgemein gehalten ist. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Zitate aus &quot;Die Psycho-Falle&quot;, Frankfurt 2014.&lt;/em&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 16 Apr 2024 09:38:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/53-guid.html</guid>
    <category>falschbehauptungen</category>
<category>gefühle</category>
<category>kommerz</category>
<category>kommunikation</category>
<category>prozente</category>
<category>psychologie</category>
<category>zahlenangaben</category>
<category>zeitgeist</category>

</item>
<item>
    <title>Gefühle und Soziologie  - eine komplizierte Verbindung </title>
    <link>https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/41-Gefuehle-und-Soziologie-eine-komplizierte-Verbindung.html</link>
            <category>Fühlen ist ein wundersames Gefühl - Buch</category>
    
    <comments>https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/41-Gefuehle-und-Soziologie-eine-komplizierte-Verbindung.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://realfeelingspro.de/wfwcomment.php?cid=41</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://realfeelingspro.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=41</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
    <content:encoded>
    Die Soziologie interessierte sich zunächst kaum für Gefühle, es sei denn für das menschliche Mitgefühl, das in der Soziologie gelegentlich mit „Liebe“ gleichgesetzt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittlerweile hat die Soziologie ein Modell entwickelt, das auf vier Komponenten beruht: &lt;em&gt;Persönlichkeit, Organismus (Körper), Sozialstruktur (unter anderem Machtverhältnisse) und Kultur. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man versucht dabei, einen Zusammenhang zwischen den vier Teilen herzustellen. Das Online-Lexikon Wikipedia (1) will wissen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Keines der Systeme allein reicht als Bedingung für die Entstehung von Emotionen aus. Um festzustellen, ob dieses Modell Gültigkeit besitzt, muss es mit der sozialen Wirklichkeit konfrontiert werden, d. h. es sind Beispiele zu finden, die aufzeigen, dass dieses Modell sinnvoll ist.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Generell sieht man in dieser Forschungsrichtung Emotionen als „Bindeglieder“ zwischen den Handelnden selbst und der kulturellen und gesellschaftlichen Situation, in der sie dies tun. Das ist an sich keine ungewöhnliche Betrachtungsweise, denn wo sonst sollen die Handelnden ihre Emotionen entwickeln? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es fehlte nicht an Versuchen, diese Art der soziologischen Forschung zu erläutern, doch ist oft nur schwer zu erkennen, was eigentlich mit den Worten und Sätzen gemeint ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am einfachsten macht es uns noch der Deutschlandfunk (2), hilfreich mag auch noch dieser Beitrag sein, der auf verschiedenen Webseiten im Internet veröffentlicht wurde, zum Beispiel hier (3). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;(1) Wikipedia (&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Soziologie_der_Emotionen&quot;&gt;deutsch&lt;/a&gt;) &lt;a href=&quot;https://en.wikipedia.org/wiki/Sociology_of_emotions&quot;&gt;englisch &lt;/a&gt;(abweichend)&lt;br /&gt;
(2) &lt;a href=&quot;https://www.deutschlandfunk.de/emotionssoziologie-die-entdeckung-der-gefuehle-100.html&quot;&gt;Emotionssoziologie&lt;/a&gt; https://www.deutschlandfunk.de/emotionssoziologie-die-entdeckung-der-gefuehle-100.html&lt;br /&gt;
(3) &lt;a href=&quot;https://www.wiso.uni-hamburg.de/fachbereich-sowi/professuren/neckel/publikationen/pdf-container/neckel-pritz-emotion-aus-kultursoziologischer-perspektive.pdf&quot;&gt;Uni Hamburg&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist ein Beitrag aus der Artikelserie „Fühlen ist ein merkwürdiges Gefühl“. Du befindest dich im zweiten Teil, in dem erklärt wird, wer sich mit Gefühlen beschäftigt und was die betreffende Wissenschaft oder Denkschule  dazu zu sagen weiß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:4 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;310&quot; height=&quot;207&quot;    src=&quot;https://realfeelingspro.de/uploads/lehren_und_lernen_stufe_zwei_310.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;Dieser Artikel wurde in verständlichem Deutsch für Lehrende und Lernende geschrieben.  
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 14 Apr 2024 13:38:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/41-guid.html</guid>
    <category>beschreiben</category>
<category>bindestrich-wissenschaften</category>
<category>definiition</category>
<category>definitionen</category>
<category>emotionssoziologie</category>
<category>fühlen</category>
<category>gefühle</category>
<category>psychologie</category>
<category>soziologie</category>

</item>
<item>
    <title>Gefühle und Philosophie</title>
    <link>https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/29-Gefuehle-und-Philosophie.html</link>
            <category>Fühlen ist ein wundersames Gefühl - Buch</category>
    
    <comments>https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/29-Gefuehle-und-Philosophie.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://realfeelingspro.de/wfwcomment.php?cid=29</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://realfeelingspro.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=29</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
    <content:encoded>
    Die &lt;a href=&quot;https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/philosophie-53895&quot;&gt;Philosophie&lt;/a&gt; ist eine in der Antike entstandene Methode, um die Welt und insbesondere das menschliche Sein zu ergründen und zu verstehen. Sie beherrschte sozusagen den „weltlichen Teil“ der Erklärungen des Menschseins, während die Religion versuchte, den spirituellen Teil zu erklären. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Gefühle waren der Philosophie zunächst fremd &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sich die Philosophie im Grundsatz mit der „Vernunft“ beschäftigte, sah sie die Gefühle zunächst als minderwertig an. Vereinfachend hieß es, der Mensch habe an seinen Gefühlen keinen Anteil, weil sie von außen an ihn herangetragen würden. Das „Gemüt“, damals als Sitz der Gefühle bezeichnet, sei vielmehr „erkrankt“, wenn es sich vom Affekt (dem Anflug von Leidenschaft) leiten ließe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Philosophie der Neuzeit &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Machen wir gleich den Sprung in die Neuzeit. Der erste große Umbruch bestand darin, dass die Literatur dazu überging, Gefühle nicht nur als „von außen kommend“ zu verstehen. Autoren liebäugelten immer häufiger damit, sie können auch aus dem Inneren erwachsen. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In der Folge geschah dies:&lt;br /&gt;
&lt;em&gt; &lt;br /&gt;
1. Zunächst werden Gefühle durchaus in die Welt des Verstehens und Handelns einbezogen.&lt;br /&gt;
2. Die Philosophie erkennt an, dass körperliche Faktoren eine Rolle spielen und deshalb berücksichtigt werden müssen. &lt;br /&gt;
3. Biologische und evolutionäre Grundlagen werden (wenn auch in geringem Maße) anerkannt. &lt;br /&gt;
4. Der Einsatz von Neurotransmittern seitens des Gehirns wird, mindestens bei dem, was man in der Philosophie nach wie vor „Affekte“ nennt, weitgehend anerkannt. &lt;br /&gt;
5. Der Gebrauch von Gefühlen wird erlernt und dadurch verselbstständigt.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Besonders hervorgehoben werden muss der im 19. Jahrhundert lebende Psychologie- und Philosophieprofessor &lt;em&gt;William James&lt;/em&gt;. Er gilt als Begründer der Psychologie als Wissenschaft. In diesem Zusammenhang führte er auch den Begriff des Pragmatismus ein. Dieser Gedanke war eine Art Revolution sowohl in der Psychologie wie auch in der Philosophie. Verkürzt geht es dabei darum, die Dinge anhand ihrer Ergebnisse zu betrachten. So weit es die Gefühle betrifft, war (und ist) seither die Frage: „Wie wirken sich Gefühle aus?“ &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Diskussion um ethische Konsequenzen  &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obgleich diese Forschungen schon auf das Jahr 1872 zurückgehen, konnten sie sich nicht überall durchsetzen. Der Hauptkritikpunkt ist, dass sich aus der neuen Lehre keinerlei ethische Konsequenzen ziehen lassen. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In aller gebotenen Kürze und einfach formuliert ist das so:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wenn die neue Theorie richtig ist, dann entsteht das Verhalten, das bei den Gefühlen „herauskommt“, aus „Versuch und Irrtum“. Bei dieser Methode stoßen sich die jungen Menschen üblicherweise „die Hörner ab“ und passen dadurch ihr Verhalten an. Als „richtig“ erweist sich also das, was sich bewährt. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nehmen wir nun im Rahmen der Philosophie an, dass solche von der Natur begründeten Prozesse nicht zu wertbeständigem Verhalten führen. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wenn dies so ist, dann müssen wir als Gesellschaft darauf einwirken. Das bedeutet, wie müssen zu einer allgemeingültigen Moral erziehen, die unseren Emotionen Grenzen setzt oder aber bestimmte Emotionen bevorzugt. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Insbesondere ist damit gemeint, den schillerschen Satz „Edel sei der Mensch, hilfreich und gut“ umzusetzen und ihn sozusagen als Filter für die Emotionen einzusetzen, die aus uns herausspringen wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Probleme bei der Ethik &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Rein technisch ist nun die Frage: Vertrauen wir auf die Selbstregulation durch „Versuch und Irrtum“ und dabei letztlich auf den Nutzen bei der Anwendung unserer Gefühle? Oder greifen wir in sie ein, indem wir bestimmte Eigenschaften „hervorrufen“? Und falls wir eingreifen - wann tun wir es und welche Auswirkungen erhoffen wir uns davon? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Philosophie und Empathie&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Philosophie glaubt, ein Gefühl besonders gut erklären zu können: Die Empathie oder das Mitgefühl. Dieses Gefühl lässt sich aber auch psychologisch oder naturwissenschaftlich erklären. Empathie ist ein Gefühle, das nicht genau beschrieben werden kann, weil die Gefühle der anderen Menschen nie deckungsgleich mit den eigenen Gefühlen sind. Man beruft sich also auf das Gefühl mitzuleiden, wenn ein anderer Mensch leidet. (1)&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Obgleich solche Fragen sicher wichtig sind, finden wir in der Philosophie keine befriedigenden Antworten. Das liegt auch daran, dass in ihr häufig eine komplizierte Sprache verwendet wird, die sich den meisten Menschen nicht erschließt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Hinweis:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:6 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;310&quot; height=&quot;205&quot;   srcset=&quot;&quot; src=&quot;https://realfeelingspro.de/uploads/lehren_und_lernen_stufe_drei_310.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;Es mag ein, dass die beschriebene Sichtweise bei manchen Philosophen Empörung hervorruft. Sollte dies so sein, so wäre es gut, davon zu hören und darüber Argumente auszutauschen. Dieser Beitrag kann - je nach Sichtweise - Meinungen beinhalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1) Psychologie Heute, &lt;a href=&quot;https://www.psychologie-heute.de/leben/artikel-detailansicht/42084-empathie.html&quot;&gt;Erklärung des Wortes&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Aus der Reihe:  &quot;Fühlen ist ein wundersames Gefühl&quot;. Hier geht es um &lt;em&gt;Philosophie&lt;/em&gt;, die viele Aspekte des Lebens behandelt. Für Grundschüler und Menschen, die einen einfacheren Text lesen wollen, haben wir eine Version in vereinfachter Sprache vorbereitet. &lt;/em&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 11 Apr 2024 15:46:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/29-guid.html</guid>
    <category>gefühle</category>
<category>philosophie</category>
<category>psychologie</category>

</item>
<item>
    <title>Die Psychologie, die Gefühle und wir</title>
    <link>https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/13-Die-Psychologie,-die-Gefuehle-und-wir.html</link>
            <category>Fühlen ist ein wundersames Gefühl - Buch</category>
    
    <comments>https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/13-Die-Psychologie,-die-Gefuehle-und-wir.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://realfeelingspro.de/wfwcomment.php?cid=13</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://realfeelingspro.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=13</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
    <content:encoded>
    Allgemein wird angenommen, dass die Psychologie durch den Arzt Sigmund Freud und seine neuen Lehren an Popularität gewann. Doch Freund und die meisten seiner Kollegen waren nicht sonderlich an der Gefühlswelt interessiert, sodass sie eher ein Schattendasein in der Welt der Psychoanalyse führten. Zudem wurden im Umfeld der Theorien von Sigmund Freud und Carl Gustav Jung zahlreiche unbewiesene Behauptungen verbreitet. Bei Freud war es die „Verdrängung“ der Gefühle und bei Jung das „kollektive Unbewusste“. Beide Theorien beschäftigen sich mit einem „geheimnisvollen“ Unterbewusstsein, das zu zahllosen Spekulationen Anlass gab. Die Gefühle selbst wurden dabei nicht erhellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1970er-Jahren wurden Gefühle oder Emotionen in der Psychologie plötzlich populär – teils unter dem Einfluss der humanistischen Psychologie, teils aber auch durch den Zeitgeist. Der Psychologe und Psychiater Daniel Casriel propagierte das Glücksgefühl, das aus den „positiven“ Emotionen entsteht. Im Klappentext lesen wir folgende Behauptung (1):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;„Eine der Hauptursachen für die zunehmende Zahl … charaktergestörter Menschen ist die Verdrängung elementarer Gefühle“. &lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Diese Idee begeisterte manche Psychologen und Nicht-Psychologen. Die Ideen wurden in Seminaren und Gruppen verbreitet (Selbsterfahrungsgruppen, „Encounter“), die sich auf vielfältige Weise damit beschäftigten, Gefühle hervorzurufen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Welche Gefühle interessieren Psychologen wirklich?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Gefühle, die Psychologen und angehörige ähnliche Berufszweige interessieren, sind seit 1980 sorgfältig dokumentiert. Die Sache hat einen einfachen Hintergrund: Um über die Gefühle zu sprechen und sie zu erforschen, benötigt man eine Ordnung, die mit Etiketten versehen werden kann. Die Psychologie hat gegen 1980 intern entschieden, dass es acht „Primäremotionen“ gibt, die ich nun vereinfacht darstellen will. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die wichtigsten Fragen des Überlebens sind für Menschen: Feinde zu erkennen, sichere Gemeinschaften zu finden und sich fortzupflanzen. Hinzu kommen Gefühle, die unseren Alltag betreffen und nicht zwingend erforderlich sind, um zu überleben. Die acht Gefühle sind laut dem Psychologie-Professor Robert Plutchik:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 620px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:10 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;620&quot; height=&quot;620&quot;   srcset=&quot;https://realfeelingspro.de/uploads/basisgefuehle.400W.serendipityThumb.jpg 600w,https://realfeelingspro.de/uploads/basisgefuehle.jpg 620w&quot; src=&quot;https://realfeelingspro.de/uploads/basisgefuehle.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Die Basisgefühle - hier abgestuft nach Intensität - Quelle: Wikipedia. &lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;1. Die Furcht (Angst). (Terror)&lt;br /&gt;
2. Das Vertrauen. (Admiration)&lt;br /&gt;
3. Die Lust. (Ecstasy)&lt;br /&gt;
4. Der Zorn. (Rage)&lt;br /&gt;
5. Der Kummer. (Grief)&lt;br /&gt;
6. Die Abneigung. (Loathing)&lt;br /&gt;
7. Das Erstaunen. (Admiration)&lt;br /&gt;
8. Die Erwartung. (Vigliance)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zu den einzelnen Bezeichnungen muss hinzugefügt werden, dass Plutchik englische Begriffe benutzte. Sie sind in der Übersetzung oft anders dargestellt worden als hier. Durch die Übersetzungen sind auch Verzerrungen entstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier einige Beispiele: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt; Die Furcht, auch als „Schrecken“ bezeichnet, mit der möglichen Folge der Panik.&lt;br /&gt;
Der Zorn mit der Vorstufe des Ärgers und der Folge der Wut.&lt;br /&gt;
Die Lust auch als „Freude“ bezeichnet und in einen Zusammenhang mit der Ekstase gebracht.&lt;br /&gt;
Der Kummer wird auch als als „Traurigkeit“ bezeichnet. &lt;br /&gt;
Die Akzeptanz mit dem Wort „Vertrauen“, aber auch mit „Bewunderung“.&lt;br /&gt;
Die Abneigung, auch als „Ekel“ definiert oder als Abscheu.&lt;br /&gt;
Das Erstaunen auch als Überraschung und oftmals als Verwunderung.&lt;br /&gt;
Die Neugierde, auch als Erstaunen, und auch als Umsicht oder Erwartung. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Diese Gefühle lassen sich ausführlicher beschreiben. Wir werden später sehen, wie die Kombinationen weitere Gefühle abdecken können. Zugleich werden wir darüber reden müssen, ob alle die „Gefühle“ wirklich das „Fühlen“ betreffen und ob dieses Schema für alle Gefühle gültig ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst die Definitionen in einfacher Sprache:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Lust &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Lust ist der Zustand, in dem wir uns wohlfühlen - bei der Arbeit, in der Freizeit, beim Essen und natürlich beim Sex. Wir sind also zufrieden mit uns selbst und mit anderen. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Vertrauen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wir vertrauen uns, anderen und den Umständen. Wir handeln mit diesem Gefühl und durch dieses Gefühl und glauben, dass uns (und anderen) dadurch keinerlei Schaden entsteht. Das Vertrauen ist im Grunde die Reaktion, mit der wir bewusst oder unbewusst unser Leben gestalten. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Angst&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Angst ist die Unsicherheit, die uns überfällt, wenn wir nicht wissen, was uns erwartet und wir daran zweifeln, dass es für uns selbst „gut ausgeht“. Es ist aber auch eine Körperreaktion, die unbedingt nötig sein kann, um Gefahren abzuwenden. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Erstaunen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wenn wir keinerlei Ahnung haben, wie etwas ausgehen wird und wie weder etwas fürchten noch erwarten, dann setzt das Erstaunen ein. Man sagt, es sei die Normalreaktion, wenn wir mit etwas völlig Neues erproben und es gleich gelingt oder wir aus Zufall beschenkt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Zorn&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wenn uns etwas von außen trifft und gegen unsere eigenen Neigungen oder Prinzipien verstößt oder wenn man uns in entsprechender Weise „behandelt“ (zum Beispiel herabwürdigt) empfinden wir Zorn. Er kann auch in Wut umschlagen und dann zu heftigen Reaktionen führen kann. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Kummer&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kummer, Traurigkeit oder der unerwartete Verlust von Vertrauen in uns selbst führt dazu, „niedergeschlagen“ zu sein. Diese Reaktion versetzt uns in einen Zustand des „Grübelns“, und wir benötigen dann jemanden oder auch etwas, das uns „da wieder herausholt“. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Abneigung (Ekel)&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Abneigung ist eine der natürlichen Reaktionen, jemandem keinen Zugang zu Körper, Geist und Emotionen zu gewähren - also ihn abzulehnen oder zu meiden. Bei der Lust beispielsweise, auf keinen Fall sexuellen Umgang mit ihm/ihr zu haben..&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Erwartung&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Erwartung ist eines der Gefühle, die sich auf die Zukunft beziehen - manche Autoren sagen deshalb eher, es handele sich um Neugierde, und wieder andere fragen sich, ob sich diese Haltung überhaupt als „Gefühl“ bezeichnen lässt. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Kombinationen aus den Etiketten  - neue Gefühle&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nachdem wir nun die „Etiketten“ behandelt haben, werden viele von euch sagen:&lt;em&gt; „Ja, aber das bildet eigentlich nicht die Gefühle ab, die ich selbst habe.“&lt;/em&gt; Doch diese Sichtweise kann verbessert werden, wenn man sich ansieht, dass viele der grundlegenden Gefühle miteinander kombiniert werden können. Dazu kommt noch, dass derartige Gefühle viele Namen haben, also nicht ein einziges „Etikett“. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das zeige ich an Beispielen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Lust und Vertrauen - Liebe empfinden.&lt;br /&gt;
Lust und Erwartung - optimistisch sein. &lt;br /&gt;
Vertrauen und Furcht = sich unterordnen.&lt;br /&gt;
Furcht und Überraschung - Aufkommen von Panik.&lt;br /&gt;
Überraschung und Kummer - enttäuscht sein.&lt;br /&gt;
Kummer und Abneigung = etwas bereuen.&lt;br /&gt;
Abneigung und Frucht = jemanden verachten.&lt;br /&gt;
Zorn und Erwartung - aggressiv werden. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wenn wir nun die „reine Lehre“ verlassen und damit auch der Psychologie erneut den Rücken kehren ergibt sich die Frage, ob es sich bei allen acht „ultimativen Standard-Gefühlen“ wirklich um Gefühle handelt. Insbesondere bleibt bei diesen Definitionen völlig unklar, warum sich manche Gefühle so heftig auswirken, während andere eher langsam entwickelt werden. &lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Unklar bliebt auch, ob und wie sich Gefühle ständig „neu bilden“ und wann und wie sie dabei von Neurotransmittern beeinflusst werden. Immerhin wird der größte Teil all unserer Handlungen durch ein erlerntes Verhalten bestimmt, an dem nur noch teilweise spontane Emotionen beteiligt sind. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Und schließlich fällt noch etwas auf: Mit jedem Etikett, das die Psychologie als „grundlegend“ vergibt, wird die eigene Möglichkeit, Gefühle zu beschreiben, stark eingeschränkt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Mehr oder weniger Etiketten für Gefühle? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wenn man berücksichtigt, dass auch andere als Robert Plutchik am Thema geforscht haben, fällt auf, dass sie teils zu gleichen, teils aber auch völlig anderen Schlüssen gekommen sind. Die Mehrheit wollte nur Ärger und Furcht, Abneigung (Ekel), Freude und Traurigkeit als Basisemotionen gelten lassen. Manche Forscher fügten einzelne Gefühle hinzu, die ihrer Meinung nach fehlten. Dazu gehören auch Scham, Verzweiflung, Akzeptanz und elementare Gefühle wie Liebe und Hass. Ferner werden Hoffnung, Glück, Panik, Schuld, Verachtung und Zufriedenheit genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Generell lässt sich sagen, dass sich manche Begriffe überschneiden. Andere wurden neutralisiert, zum Beispiel alle, die sich um den Fortpflanzungstrieb und die daraus entstehenden Emotionen drehen. Auch die babylonische Sprachverwirrung zieht tiefe Furchen in die Bezeichnungen. Von der Gelehrtensprache in simples Englisch, vom Englischen in die jeweilige Muttersprache des Lesers übersetzt, entstehen Unklarheiten, die eher verwirren als zu erhellen. Ein Beispiel ist „vigilance“, aus dem Französischen für „Wachsamkeit“ ins Englische übernommen, übersetzt mit „Umsicht“, aber in der Bedeutung eher als „Erwartung“ bezeichnet. Kein Mensch weiß, warum „Umsicht“ zu den Gefühlen gehören soll - es ist eine Maßnahme. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen die Theorien  von Robert Plutchik gibt es manche Einwände. Sie werden hier in einem besonderen Beitrag behandelt, indem wir fragen: „&lt;a href=&quot;https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/32-Wie-viele-Gefuehle-gibt-es-eigentlich.html&quot;&gt;Wie viele Gefühle gibt es eigentlich&lt;/a&gt; -  und welche davon sind wirklich Basisgefühle?“&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das ist nicht auf den „Erfinder“ der Theorie zurückzuführen, sondern auf die Unzulänglichkeit der Sprache selbst, wenn es um die Beschreibung von Gefühlen geht. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Dies alles führt uns zum nächsten Thema. Es geht darum, was Gefühle für uns bedeuten - also, einfach ausgedrückt, was sie „mit uns machen“. Denn so viel dürfte klar sein: Sie regulieren und deregulieren, nützen und schaden, und wir nehmen sie manchmal wahr und manchmal nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:4 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;310&quot; height=&quot;207&quot;    src=&quot;https://realfeelingspro.de/uploads/lehren_und_lernen_stufe_zwei_310.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;Dieser Artikel wurde in verständlichem Deutsch für Lehrende und Lernende geschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;(1) Casriel: &quot;Die Wiederentdeckung des Gefühls&quot; 1972 verfasst, deutsche Ausgabe von 1977.&lt;/em&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 06 Apr 2024 14:40:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/13-guid.html</guid>
    <category>etiketten</category>
<category>gefühle</category>
<category>grundlegende gefühle</category>
<category>psychologie</category>
<category>standard-gefühle</category>

</item>
<item>
    <title>Die Psychologie als Hüter der Gefühle</title>
    <link>https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/12-Die-Psychologie-als-Hueter-der-Gefuehle.html</link>
            <category>Fühlen ist ein wundersames Gefühl - Buch</category>
    
    <comments>https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/12-Die-Psychologie-als-Hueter-der-Gefuehle.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://realfeelingspro.de/wfwcomment.php?cid=12</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://realfeelingspro.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=12</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
    <content:encoded>
    Seit die Psychologie die Psyche als philosophisches Phänomen verlassen hat und die „Psychologie ohne Psyche“ von Wilhelm Wundt (ab ca. 1870) eingeführt wurde, hat sich auch unsere Sichtweise auf die Gefühle verändert. Wundt hat die Psychologie völlig neugestaltet, indem er den Zusammenhang zwischen Körper und Psyche untersuchte. Einfacher ausgedrückt: Er wollte wissen, wie Körper und Psyche einander beeinflussen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Gefühlen haben wir eine andere Ausgangslage als bei Religion und Philosophie. Seit sie nicht mehr mit dem „Gemüt“ identifiziert werden, und wir immer mehr über die Entstehung der Gefühle wissen, sind sie dem Zauber des Mystischen entrissen. Seither können wir Gefühle auf &lt;em&gt;natürliche Ursachen&lt;/em&gt; zurückführen. Dabei helfen uns nicht nur Kenntnisse über die Evolution, die Biochemie, die Lernprozesse und die allgemeinen Funktionen unseres Gehirns. Eine heute fast vergessene Wissenschaft, die Kybernetik, erlaubte uns, Regelungs- und Rückkoppelungsprozesse aus dem technischen Bereich auch auf den Menschen anzuwenden. Diese Methode ist ebenfalls nicht neu, aber man benutzte andere Namen dafür. Sie wurde zumindest in Teilen schon von dem Psychologieprofessor William James (1872) angewendet, der den Pragmatismus in die Psychologie einbrachte. Auch beidem bereits erwähnten Leipziger Professor Wilhelm Wundt taucht eine neutrale, naturbezogene Betrachtungsweise auf. In der Folge gab es mehrere Autoren, die versuchten, die Natur des Menschen durch Ingenieurwissenschaften zu erklären, unter anderem der populäre Mediziner Fritz Khan, der berühmt für seine einfachen Beschreibungen der Gefühle wurde. In den 1970ern gab es zahllose Autoren, die den Menschen als ein „sich selbst regulierendes „System“ darstellten und dabei Elemente der Nachrichtentechnik und der Kybernetik benutzten. In Deutschland war &lt;em&gt;Karl Steinbuch&lt;/em&gt; maßgeblich daran beteiligt. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Auch &lt;em&gt;Paul Watzlawick&lt;/em&gt; hat mit seiner Kommunikationstheorie namhaft dazu beigetragen, dass Gefühle „entmystifiziert“ wurden. Wenn es nämlich unmöglich ist, nicht zu kommunizieren, werden Gefühle schon kommuniziert, bevor überhaupt ein Wort gefallen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Psychologie interessierte sich zunächst wenig für Gefühle&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefühle zu erklären, fiel den Psychologen zunächst so schwer wie jedem anderen Menschen auch. Man nahm an, dass es einige Grundgefühle gab (1). Der Psychologe Philipp Lersch warnte jedoch zugleich, dass &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Die Klassifikatorische Ordnung der Gefühlsregungen eines der umstrittensten Kapitel der Psychologie (ist).&lt;br /&gt;
&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Ähnlich wie Lersch sahen und sehen viele andere Psychologen die Klassifizierung (Etikettierung) als ungeeignet. Die meisten Lehrbücher sind allerdings inzwischen auf die Klassifizierung der Gefühle nach Robert Plutchik fixiert. Er versuchte, ein generelles Konzept aller Gefühlsregungen aus acht Grundgefühlen zusammenzusetzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Warum die Psychologie weiterhin über Gefühle forschen sollte &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Psychologie ist als Wissenschaft dadurch  nicht überflüssig geworden, aber sie hat ihre Sichtweise erheblich verändert.  Bekanntlich haben wie keinerlei Möglichkeit, die Gedanken und Entscheidungen exakt nachzuverfolgen, die im Großhirn aufgrund der Wahrnehmungen, Impulse und Botenstoffe ausgelöst werden. Denn bevor, ein Gefühl einen erkennbaren Ausdruck bekommt, hat es in vielen Fällen einige Dutzend Hürden überwunden, Warteschleifen gedreht oder Wandlungen erfahren. In ihnen liegt nach wie vor das Geheimnis, das wir nicht lösen können. Es gibt also noch viel zu tun - und die Neuropsychologie wird uns vermutlich helfen, ein wenig präziser definieren zu können, wie solche Prozesse ablaufen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Das Drama der Etikettierungen  und die Auswirkungen  &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Drama der Psychologie besteht in ihrer Definitionssucht: Ist etwas einmal etikettiert, dann existiert es – unabhängig von den Erkenntnissen anderer. Nun sind aber Gefühle keine festen Größen, und aus diesem Grunde wandeln sie sich im Menschen, in der Gesellschaft und auch in der Wissenschaft. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wenn wir dies im Auge behalten, dann können wir und auf den schweren Weg machen, die gegenwärtig gültigen Definitionen der &lt;a href=&quot;https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/13-Die-Psychologie,-die-Gefuehle-und-wir.html&quot;&gt;Psychologie&lt;/a&gt; anzusehen. Und genau das werden wir jetzt versuchen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;(1) zitiert nach Hofstätter, Psychologie, Frankfurt 1957. &lt;/em&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 06 Apr 2024 14:31:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/12-guid.html</guid>
    <category>definitionen</category>
<category>definitionsmacht</category>
<category>gefühle</category>
<category>psychologie</category>
<category>wissenschaft</category>

</item>
<item>
    <title>Fühlen ist ein wundersames Gefühl – und wieso? </title>
    <link>https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/11-Fuehlen-ist-ein-wundersames-Gefuehl-und-wieso.html</link>
            <category>Fühlen ist ein wundersames Gefühl - Buch</category>
    
    <comments>https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/11-Fuehlen-ist-ein-wundersames-Gefuehl-und-wieso.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://realfeelingspro.de/wfwcomment.php?cid=11</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://realfeelingspro.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=11</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
    <content:encoded>
    „Fühlen“ ist eines der deutschen Wörter mit den widersprüchlichsten Bedeutungen. Am einfachsten erklärt es die Naturwissenschaft: &lt;em&gt;„Was durch die Sinne wahrgenommen werden kann, nennen wir ein Gefühl“&lt;/em&gt;. Die Geisteswissenschaft sieht mehr darin: Sie spricht von den &lt;em&gt;Regungen der Psych&lt;/em&gt;e und nennt sie „Gefühle“. Entstehen aus einem Gefühl wahrnehmbare Folgen, so sollen wir besser von „Emotionen“ sprechen. Noch im 19. Jahrhundert wurden „Gefühle“ von „Empfindungen“ getrennt. Demnach wurden Empfindungen durch äußere Zustände im Sinnesnerv, Gefühle hingegen durch Zustände im Bewusstsein erzeugt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nachdem ich jetzt relativ viele Begriffe auf euch abgeworfen habe, werdet ihr kaum sagen: „Ach, so ist das…!“ Denn die Frage, was denn nun ein Gefühl ist und wie wir über Gefühle sprechen können, ist damit keinesfalls beantwortet. Überhaupt … die Geschichte des Wortes „Gefühle“ im heutigen Sinne ist erstaunlich kurz.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Wofür haben wir eigentlich Gefühle?  &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefühle sind im Ursprung grundsätzliche und lebenswichtige Regungen, die wir auch mit vielen Säugetieren teilen. Sie bestehen im Wesentlichen aus der Wahrnehmung von Grundbedürfnissen. Haben wir genügend Nahrung, Wasser und eine schützende Behausung, so dienen uns die Gefühle hauptsächlich dazu, uns selbst zu erhalten, das soziale Miteinander zu regeln und für Nachwuchs zu sorgen. Der Mensch ist darüber hinaus in der Lage, seine Gefühle „einzuordnen“ und Ihnen einen „Stellenwert“ zu geben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;h2&gt;Gefühle sind Eigenschaften, die die Natur uns gegeben hat und die durch die Evolution geprägt wurden. Sie dienen dazu, die Existenz des Menschen zu sichern, soziale Kontakte einzugehen und für Nachwuchs zu sorgen. &lt;br /&gt;
 &lt;/blockquote&gt;&lt;/h2&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Körper und Gefühle arbeiten nicht grundlos zusammen  &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir von den Wurzeln der Gefühle ausgehen, so befinden wir uns mitten in der Evolution. Wir haben Triebe und Gefühle, die sich bis zum heutigen Tag in Körpersprache ausdrücken. Da Körpersprache in der Natur nicht sinnlos vergeudet wird, muss sie einen Sinn haben oder jedenfalls gehabt haben. Wenn jemand behauptet &lt;em&gt;„Je intensiver … (unsere) Gefühlsregung ist, umso deutlicher reagieren wir“&lt;/em&gt;, dann hat er zwar recht. Doch bei all diesen Aussagen sollten wir nicht vergessen, dass unsere Reaktionen einen Sinn haben – denn wenn die Natur oder die Evolution etwas getan hat, dann hatte es einen Sinn. Und daraus folgt: Wir reagieren nicht &lt;em&gt;irgendwie“ körperlich&lt;/em&gt;“, sondern wir&lt;em&gt; senden Botschaften aus, indem wir körperlich reagieren&lt;/em&gt;. Das Beispiel zeigt, wie schnell wir zu Fehlschlüssen kommen, wenn wir „uns selbst sehen“. Geht man auch nur einen kleinen Schritt weiter, so schließt sich der Kreis. Wie fühlen – und senden dabei sichtbare Botschaften aus, die andere Menschen verstehen können (und offensichtlich verstehen sollen). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man nennt diesen Vorgang „Kommunikation“,, und er findet immer und überall statt. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das, was hier gesagt wurde, betrifft also Gefühle, die über das Verhalten für andere erkennbar sind. Und das Thema sollte uns anregen, mehr über unser Verhalten herauszufinden und Kommunikationsprozesse zu verstehen. Gefühle, die sich nicht im Verhalten niederschlagen, sind also zunächst von niemandem erkennbar – außer, wir könnten sie selbst beschreiben. Nach und nach müssen wir nun beginnen, uns mit dem „digitalisieren“ der Gefühle zu beschäftigen – oder mit der Frage, wie man über Gefühle „als solche“ sprechen kann - und das ist wirklich nicht einfach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt; Gefühle im historischen Wandel &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Überhaupt ist das Gefühl als „menschliche Regung“ erst relativ spät entdeckt worden. Und das „Sprechen über Gefühle“ wurde in früheren Zeiten nur unter Schriftstellern diskutiert, die versuchten, ihnen einen Ausdruck zu geben. Seither werden Gefühle sehr unterschiedlich beurteilt. Mal werden sie ausgesprochen blumig dargestellt, wie etwa in der romantischen Literatur, insbesondere im 19. Jahrhundert. Dann wieder wurden sie aus dem kollektiven Bewusstsein verbannt, tauchten aber immer wieder auf, zum Beispiel in der „Humanistischen Psychologe“, etwa bei Casriel („Die Wiederentdeckung des Gefühls“) oder Perls („Verlier den Verstand und komm zu Sinnen“.) &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Erklärung des Fühlens - in einem neuen Ansatz&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Was hat das alles für uns zu bedeuten? Sind es nur Zeiterscheinungen? Können wir überhaupt erklären, was „die Gefühle mit uns machen.“ Und falls wir es können – wie können wir es anderen mitteilen? &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Dabei kommen wir auf einen „ganzheitlichen Ansatz“, den wir aus dem Buch „Die Kybernetik des Gehirns“ entnehmen“: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt; Jeder Reiz muss sich in einer Reaktion des Organismus fortsetzen und nach außen hin wieder abließen. Aber Empfindungen und damit der Reiz ist (nur dann) der Ausgangspunkt einer Leib-Seele-Reaktion, wenn die Empfindung zugleich gefühlsbetont ist (also) etwas Lockendes oder Abstoßendes für uns hat. &lt;/blockquote&gt; &lt;br /&gt;
Dieser Satz ist deswegen so aufschlussreich, weil wir daraus entnehmen können: &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;1. Nicht jeder Reiz von außen erzeugt ein erkennbares Gefühl.&lt;br /&gt;
2. Reize müssen offenbar eine Art „Reise“ antreten, bevor sie als Gefühle wahrgenommen werden. &lt;br /&gt;
3. Soll es zu Emotionen kommen (also wahrnehmbare Folgen), so muss unsere Gefühlswelt heftig angestoßen werden. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nehmen wir an, dies wäre der Fall. Dann hätten wir also ein Gefühl, aber wir wären immer noch nicht in der Lage, es einzuordnen. Das ist nur dann verständlich, wenn wir unterstellen, dass Gefühl zunächst immer „analog“ stehen, also sozusagen „fließend und ohne nachvollziehbare Struktur“ in unser Gehirn einfließen. Für die meisten Säugetiere, auch die Primaten, ist das absolut in Ordnung. Die grundlegenden, überlebenswichtigen Gefühle sind dazu da, uns zu nähern, einander abzuweisen oder uns fortzupflanzen. Das muss der Gorilla oder Schimpanse nicht verstehen. Er lebt damit. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Der Mensch will alles genauer wissen – gelingt es?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Mensch allerdings will mehr – er möchte sich selbst durchschauen. Einige Jahre lang sprossen „Selbsterfahrungsgruppen“ aus der Bewegung der „Humanistischen Psychologie“. Sie sollte dazu dienen, die eigenen, teils verborgenen Gefühle in der Gemeinschaft zu erforschen. Dabei wurden tatsächlich oft verborgene Gefühle freigelegt, also „erfahren“, aber deswegen noch nicht „verstanden“. Denn immer wieder scheiterte die „Umsetzung“ des Gefühls aus der „Ursuppe“ unstrukturierter Empfindungen in Sprache. Mit anderen Worten: Die Gefühle kommen bei solchen Methoden zwar zum Vorschein, können aber vorerst nur holprig oder gar nicht in Sprache umgesetzt werden. Auf diese Weise kommen sie nicht ins „Archiv“, das heißt, wir können sie nicht in den Teil des Gehirns übertragen, der für das „Einordnen“ zuständig ist. Und wir können sie deshalb auch nicht in Sprache abrufen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das ist nicht neu. Schon Goethe soll es gewusst haben, indem er schrieb:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Teilen kann ich euch nicht dieser (meiner) Seele Gefühl.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Es wird gerne auch zitiert als:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;„Redet sie Seele, so redet die Seele nicht mehr.“&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;strong&gt;Seele, Psyche und Co – was ist das genau?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Womit wir bei der Seele wären, die wir auch „Psyche“ nennen oder schlicht: „Die Welt der Empfindungen“. Die Psyche hatte ursprünglich eine eher metaphysische Bedeutung, die Seele hingegen eher eine religiöse. Indessen vermischten sich die Bedeutungen in der Sprache schnell, da die meisten Menschen keine Fremdwörter verwendeten („Psyche“), währen das Bildungsbürgertum solche Worte begierig aufgriff. Das Substantiv „die Psyche“ gehört bereits in 20. Jahrhundert, Ende des 19. Jahrhundert sagte man bestenfalls „&lt;em&gt;Was auf das Seelenleben Bezug hat oder in dasselbe mit aufgenommen ist.&lt;/em&gt;“&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zum Ende des 19. Jahrhunderts interessierten sich die Menschen erstmals für das „Psychische“, das auch als „Seelenleben“ bezeichnet wurde. Damals wurde der Begriff&lt;em&gt; „Seelenlehre&lt;/em&gt;“ nach und nach durch &lt;em&gt;„Psychologie“&lt;/em&gt; ersetzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Zunächst vereinnahmt die Psychologie die Gefühle &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil sich die &lt;a href=&quot;https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/12-Die-Psychologie-als-Hueter-der-Gefuehle.html&quot;&gt;Psychologie &lt;/a&gt;so intensiv mit der menschlichen Psyche beschäftigt, wird vielfach angenommen, dass diese Wissenschaft besonders kompetent sind, wenn es darum geht, Gefühle zu erklären. Inzwischen sind die Naturwissenschaften und Ingenieurwissenschaften aber an einem Punkt angelangt, an dem sie mitreden können. Ein typisches Beispiel dafür ist die &lt;em&gt;Neuropsychologie. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die &lt;a href=&quot;https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/13-Die-Psychologie,-die-Gefuehle-und-wir.html&quot;&gt;traditionelle Psychologie&lt;/a&gt; Gefühle beschreibt, habe ich an anderer Stelle zusammengefasst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Artikelserie findet du auch einen Beitrag, was alles &lt;a href=&quot;https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/9-Was-alles-Gefuehle-genannt-wird-sind-es-wirklich-welche.html&quot;&gt;Gefühle genannt wird &lt;/a&gt;- du kannst nachlesen, wo der Begriff überall verwendet wird. Wenn du wissen willst, welche Wissenschaften und Denkrichtungen sich mittlerweile mit Gefühlen beschäftigen, dann lies den Artikel &quot;&lt;a href=&quot;https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/10-Der-Siegeszug-des-Begriffs-Gefuehle-und-einige-Irrtuemer.html&quot;&gt;Der Siegeszug des-Begriffs Gefühle und einige Irrtümer darüber&lt;/a&gt;.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Zitat  von A.F. Marfield &quot;Die Kybernetik des Gehirns&quot;, Berlin 1970.&lt;/em&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 06 Apr 2024 11:44:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/11-guid.html</guid>
    <category>begriff</category>
<category>begriffe</category>
<category>buch</category>
<category>emotionen</category>
<category>feelings</category>
<category>fühlen</category>
<category>gefühle - technisch</category>
<category>gehirn</category>
<category>historisch</category>
<category>kybernetik</category>
<category>modern erklärt</category>
<category>neuropsychologie</category>
<category>psychologie</category>

</item>

</channel>
</rss>
