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 Echte Gefühle und verständliche Kommunikation by sehpferd.

Kommunikation über Gefühle – Ich, Du und der Elefant

Ich, Du, Wir und der Elefant
Obwohl die Gefühlswelt in nahezu jede Kommunikation hineinreicht, ist es dennoch schwer, über Gefühle zu sprechen. Das gilt besonders dann, wenn ethische, religiöse oder sonstige kulturelle Gründe normalerweise keine „offenen“ Dialoge über Gefühl zulassen.

Alles eine Frage der Beziehung ...

Diese Tatsache muss nicht zwangsläufig zum Problem werden. Wenn du dich beispielsweise in keiner aktuellen Beziehung zu der Person befindest, die mit dir über Gefühle sprechen will, fällt es dir normalerweise leichter, als wenn du in irgendeiner Beziehung zu ihnen stehst.

Auch in einer Beziehung zu einem sehr guten Freund oder einer sehr guten Freundin sind wenig Probleme bei Gesprächen über Gefühle zu erwarten. Das gilt jedenfalls dann, wenn du mit dieser Person bereits eine gewisse Routine entwickelt hast und weißt, dass du ihr vertrauen kannst.

Wesentlich schwieriger wird die Lage, wenn du dich in irgendeiner Beziehung (Arbeit, Verein, Verwandtschaft, Freundeskreis) zu einer Person befindet, weil du etwas „offenbarst“, was dort möglicherweise verbreitet wird.

Ziemlich „brenzlig“ kann es werden, wenn du bereits eine intensive oder gar intime Beziehung mit der Person hast und du ein „etwas befremdliches“ Gefühl mit ihr teilen willst. In diesem Fall kann eure Beziehung gefestigt oder aber auch gestört werden.

In einer Situation ist der „Sprung über die Hürde“ unerlässlich, aber dennoch nicht einfach. Das gilt immer dann, wenn du mit der Person noch keine Freundschaft oder Liebesbeziehung hast, aber gerne eine hättest.

Über die Hürden springen - der Weg zum Erfolg bei Gesprächen über das Fühlen

Wenn du das Bedürfnis hast, über ein Gefühl zu sprechen, dann ist zunächst nötig, die Bereitschaft des anderen zu überprüfen. Manche Menschen reagieren befremdet, und wenn es so ist, hat es wenig Sinn, mit ihnen über Gefühle zu sprechen. Andere sind der Meinung, dass es nicht angebracht ist, über Gefühle zu sprechen. („Darüber spricht man doch nicht“).

Gespräche „mit Ankündigung“

Wenn du selber einen Grund oder Anlass hast, über Gefühle zu sprechen, dann sag es möglichst undramatisch. Es kann sich um ein eigenes Gefühl handeln, um das Gefühl einer anderen Person oder um „einen Elefanten“ der bisher im Raum stand und endlich „befreit“ werden soll.

1, Mein Gefühl: „Ich habe häufig den Eindruck, dass ich … “
2. Dein Gefühl: „Du wirkst auf mich, als wärest du enttäuscht. Was ist passiert?“
3. Unklares Gefühl (Elefant im Raum): „Wir schleichen im Büro umeinander herum wie zwei Katzen. Hast du Lust, mal über die Gefühle zu sprechen, die wir dabei empfinden?“

Befürchtungen

Gespräche über „den „Elefanten im Raum“ sind immer heikel, weil damit ein Thema auf den Tisch kommt, das vorher vermeiden wurde. Wird ein klärendes Gespräch (nicht nur im Beispiel) für eine tiefere Bindung sorgen? Wird es die Zusammenarbeit behindern, wenn es "schief geht“?

Auch die beiden anderen Situationen sind nicht problemlos. Wenn ich sage: Ich habe den Eindruck“, dann kann dies wie ein Übergriff wirken. Sage ich „du wirkst auf mich“, dann kann die andere Person diese Beobachtung ablehnen.

Besonders kritisch ist der „Elefant“. Wer ihn sichtbar macht, riskiert, dass die andere Person behauptet, da wäre gar kein Elefant.

Gespräche mit sanften „Vorgaben“

Der Weg zu einem Gespräch über Gefühle ohne „Ankündigungen“ ist ebenfalls möglich. Es ist oftmals der bessere Weg, da Ankündigungen oder Appelle (Aufrufe) oftmals zur Verwirrung oder Ablehnung führen. Eine sanfte Vorgabe besteht darin, der anderen Person kleine Schwächen zu offenbaren. Das führt in gewöhnlichen, nicht belasteten Gesprächssituationen dazu, dass auch der Partner darauf eingeht. Manchmal warten Gesprächspartner darauf, dass die Themen deutlich intimer werden.

Wenn dein Gegenüber absolut nicht darüber sprechen will, wird er den „unterschwelligen“ Vorschlag ignorieren. Greift er oder sie dich an, weil du deine Schwächen zeigst, dann versuche, dem Gespräch eine andere Wendung zu geben (z. B. durch Metakommunikation) oder es irgendwie zu beenden.

Wie bereits erwähnt: Meist funktioniert diese einfache Methode, wenn du mit einem selbstbewussten Menschen sprichst, der sich seinerseits nicht scheut, über Gefühle zu sprechen.

Wenn es um Intimitäten geht

Ein besonderer Fall sind Gespräche bei sogenannten „ersten Dates“, bei denen oft sehr viel über „Gemeinsamkeiten“ gesprochen wird, die bei näherem Hinsehen belanglos sind. Gelingt es dabei nicht, Gefühle in das erste Gespräch einzubringen, so ist es so gut wie aussichtslos, dass sich „mehr“ entwickelt. Selbstverständlich gilt auch dabei, dass du nicht „mit der Tür ins Haus fallen solltest“, aber es lohnt sich, „gemeinsam durch eine „offen gehaltene Tür“ zu gehen.

Gerade bei „ersten Begegnungen“ gibt es oft große Hürden, die „Beobachtungen“, die sich dort ansammeln, in „Gefühle“ umzumünzen und dabei die eigenen Bedürfnisse zu berücksichtigen. Das allein reicht aber auch noch nicht: Bedürfnisse in Worte zu wandeln, ist ein Versuch mit ungewissem Ausgang. Am Ende einer ersten Begegnung kommt es nahezu ausschließlich darauf an, wie viel Intimität du (und der/die jeweils andere) zulassen.

Hinweis: Die Beispiele zu diesem Thema nehmen sehr viel Raum ein. Wir versuchen, bis Ende April einige Dialoge zu veröffentlichen.
Bild © 2026 bei sehpferd.de

Kommunikation: Psychologen, Pädagogen und Veranstalter

Im Umgang mit Menschen muss man sich darüber im Klaren sein, dass es in der Kommunikation immer Vorbehalte gibt
Harry S. Sullivan, Psychiater, Psychotherapeut

Kommunikation wird von Pädagogen, Psychologen und Praktikern unterrichtet. Grundsätzlich ist dabei sinnvoll, Grundlagen der Dialektik, der Rhetorik, der Kybernetik und der Gesprächspsychotherapie zu kennen.

Was die Psychologie in die Kommunikationslehre einbringt

In einer Schrift zum Psychologiestudium heißt es:

„Das kritische Denken (ist) eine wertvolle Fähigkeit in jedem Beruf, der die Bewertung von Informationen erfordert.“
Die Psychologie kann uns beispielsweise dabei helfen, Fragen, Antworten und andere Gesprächsroutinen zu verstehen, einzuordnen und zu verändern.

Das ist zwar nicht die gesamte Psychologie, die Kommunikationstrainer in Seminaren verwenden, aber es sind die ersten drei Bausteine.

Muss der „Trainer“ zwangsläufig Psychologe sein?

Die Frage wird oft gestellt, aber sie lässt sich einfach an einem Beispiel beantworten:

Ein Deutschlehrer muss kein Schriftsteller sein. Dennoch lehrt er, Schriftstücke zu erstellen. Das heißt, dass er mit der Sprache umgehen kann und gewisse Regeln kennt, nach denen Schrifttum (Aufsätze, Reportagen, Erfahrungsberichte, Bildbeschreibungen) erstellt wird. Er sollte beispielsweise seinen Schülern und Schülerinnen erklären können, wie Dialoge in Romanen verwendet werden.


Eine Person, die Kommunikation lehrt, sollte die Gesetze, Möglichkeiten und Risiken der Kommunikation kennen. Je nachdem, wo sie lehrt und wen sie schult, können die Seminare sehr unterschiedlich ausfallen. Dabei hilft ungemein, möglichst viele Grundlagen, also Theorien, Methoden und Werkzeuge zu kennen.

Das bedeutet, auf unterschiedliche Anforderungen der Kunden (Klienten) eingehen zu können.

Wie in allen Bereichen des menschlichen Verhaltens spielt der „Zeitgeist“ in jede Wissenschaft hinein - auch in Kommunikationstrainings. Dabei wachsen die Ansprüche und die Erwartungen der Lernenden. Die Lehrenden allerdings haben heute kaum mehr Möglichkeiten als vor vielen Jahren.

Zwischen Lehrenden und Lernenden stehen heute die wortgewaltigen Versprechungen, mit denen manche Veranstalter werben. Doch alle Versprechungen treffen schon bald auf die erste Hürde: Umsetzen können sie nur die Lernenden. Sie benötigen dazu den Mut und die Geduld, das Verstandene in die Praxis umzusetzen.

Ich kann dir nur wünschen, dass es dir gelingen möge.

Zitat (oben) aus: "Das Psychotherapeutische Gespräch", Frankfurt 1976.
Zitat Mitte: Kurzfassung einer Abhandlung zum Psychologiestudium.

Kommunikation - von der Theorie zur Praxis

Gedacht ist nicht gesagt,
gesagt ist nicht gehört,
gehört ist nicht verstanden,
verstanden ist nicht einverstanden,
einverstanden ist nicht angewendet,
angewendet ist noch lange nicht beibehalten.

(Konrad Lorenz, Verhaltensforscher)

Theorie zu Praxis wandeln

Kommunikation aus der Theorie herausholen - und rein in die Praxis

Kommunikationsseminare werden angeboten, damit du in deinen Dialogen etwas erkennen kannst, was dir bisher nicht aufgefallen ist. Du hast die Freiheit, anschließend so weiterzumachen wie bisher, kleine Korrekturen vorzunehmen oder deine Kommunikation völlig zu verändern.

Wenn du deine Kommunikation völlig verändern willst, kannst du das kaum tun, ohne dein Verhalten zu ändern. Das bedeutet meist einen tiefen Einschnitt in dein Verhalten – und es kann sehr lange dauern, bis du es „verinnerlicht“ hast.

Einfacher ist es, sein Verhalten in bestimmten „Rollen“ zu verändern, also beispielsweise als Personalchef(in), Berater(in), Verkäufer(in) oder Sozialarbeiter(in). Das liegt daran, dass sich in diesen Rollen immer nur ein Teil der Persönlichkeit widerspiegelt, während die Gesamtpersönlichkeit dadurch nur wenig verändert wird. Allerdings erfordert auch dieses neue „Rollenverhalten“ eine gewisse Übung.

Wenn du das neue Verhalten nur „anlegst“ wie ein schlechter Schauspieler, wirst du unglaubwürdig – aber je glaubhafter du deine Rolle spielst, umso „authentischer“ wirkst du.

Dir bleibt also kaum etwas anderes übrig, als dein neues Verhalten „im richtigen Leben“ zu erproben. Versuche es zuerst in relativ „geschützten“ Situationen und wende es nach und nach bei wichtigeren Gesprächen an. Das ist die Methode, die sich am besten bewährt hat.

Wie bringe ich die erlernten Theorien in die Praxis ein?

Zehn Tipps, um bewusster zu kommunizieren oder dich vor Manipulation zu schützen.

1. Wende das Erlernte schrittweise an und überprüfe dabei, wie es wirkt.

Das Zitat, das ich vorangestellt habe sagt sinngemäß aus, dass du einige Zeit benötigst, um eine Technik oder Methode in der realen Welt anzuwenden. Ich nehme an, du hast die Inhalte des Seminars verstanden, aber du bist noch nicht einverstanden. Dann hilft dir „Versuch und Irrtum“, um zu erproben, wie du die Inhalte so anwenden kannst, dass sie dir nützen. Falls dies der Fall ist, wirst du sie voraussichtlich beinhalten.

2. Wo willst du das Erlernte hauptsächlich einsetzen?

Die meisten Seminare haben einen allgemeinen Teil, der für alle Kommunikationsformen gilt. Ein anderer Teil ist auf bestimmte Berufe oder Gesprächssituationen zugeschnitten. Es ist wesentlich einfacher, das Erlernte in einer festgelegten Rolle anzuwenden, als dein Verhalten im Alltag „völlig umzukrempeln“. Wenn du mit deinem Verhalten in einer bestimmten Rolle (Verkäufer, Berater, Partnersuchender) veränderst, kannst du relativ schnell zu Resultaten kommen.

3. Sei der Gesprächsführer (der Verantwortliche).

Der Gesprächsführer zu sein heißt nicht mehr und nicht weniger, als dich verantwortlich für den Verlauf des gesamten Gespräches zu sehen. Du kannst die Gesprächsführung jederzeit an die andere Person abgeben, wenn es dir sinnvoll erscheint. Achte aber darauf, dass du deine Absichten und Ziele weiterhin einbringen kannst.

Es kommt vor, dass eine andere Person als Gesprächsführer auftritt. Wenn du beispielsweise ein Bewerber oder eine Bewerberin bist, ist dies ganz normal. Aber auch dann kannst du das Gespräch durch „aktives Zuhören“ oder „kreative Antworten“ beeinflussen.

4. Beobachte und verändere.

Ein gutes Motto ist stets, dir zu sagen: „Ich beobachte mich, um mich zu verändern, und indem ich mich beobachte, verändere ich meine Handlungen.“ Das heißt nicht, „alles unter Kontrolle zu haben“, sondern zu erfahren, was gerade im Gespräch mit mir geschieht. Der Satz „ich beobachte mich, also verändere ich mich“, ist ein Merksatz aus Seminaren zur Verhaltensänderung.

Zu Anfang kann es auch lohnend sein, andere bei der Kommunikation zu beobachten. Du kannst auch daran lernen – aber bitte versuche sie nicht auf ihre Art der Kommunikation anzusprechen. Jetzt willst DU lernen.

5. Benutze Werkzeuge, um schneller Erfolg zu haben.

Wenn du ein Verhalten (deine Kommunikation) gründlich verändern willst, brauchst du möglicherweise ein paar Monate. Die Werkzeuge oder Techniken, die dir im Training zur Verfügung gestellt werden, wirken wesentlich schneller und effektiver. Nach und nach kannst du sie so in deine Kommunikation einbauen, dass alles „authentisch“ klingt, also so, als hättest du es erfunden.

6. Plane gewünschte und gefürchtete Gespräche.

Du kannst deine Kommunikation verbessern, indem du mögliche reale Gespräche planst und versuchst, das Erlernte „im stillen Kämmerlein“ oder vor dem Spiegel anzuwenden. Selbstgespräche sind dazu sehr hilfreich durch das ständige Einüben von „Standard-Situationen“. Durch den ständigen Gebrauch lernst du, dich auch unangenehmen Gesprächspartner zu stellen.

7. Nimm andere als eigenständige Wesen wahr.

Andere Menschen sind eigenständige Wesen, die selbst denken können und eigene Gefühle haben. Sie sind nicht wie du und sie werden auch nie wie du sein. Jemanden zu verstehen, heißt also, ihn in seinem „Anderssein“ zu verstehen.
Indem du das anerkennst, wirst du andere verstehen, unabhängig davon. Ob du sie magst oder nicht.

8. Integriere in deine Person, was sich bewährt hat.

Alles, was du erlernt und erprobt hast, kannst du in dein Leben, deine Persönlichkeit oder deine Rolle (Funktion) integrieren. Wenn niemand mehr merkt, dass du „vor Kurzem wohl eine Schulung“ bekommen hast, ist deins Ziel erreicht.

9. Schütze dich vor lästiger Manipulation durch Menschen.

Der Sinn von Kommunikationsseminaren liegt nicht ausschließlich darin, zu verstehen, verstanden zu werden oder den persönlichen Erfolg zu suchen. Viel wichtiger ist oft, dich mit den Kenntnissen vor lästigen Manipulationen zu schützen. Für viele Teilnehmer ist dies ein Gewinn, den sie sofort einstreichen können.

10. Dein „Freund“ könnte ein Roboter sein.

Künstliche Kommunikationspartner (Chatbots) können dir vorgaukeln, mit dir zu fühlen, auf deiner Seite zu stehen oder dich „gut zu beraten“. Es ist schwer, sie zu erkennen. Sei dir bewusst, dass sie Daten und konkrete Verhaltensmuster von dir ausspionieren können und diese Informationen an andere verkaufen können, um dich besser zu manipulieren. In manchen Seminaren lernst du, wie du dich davor schützen kannst.

Kommunikation

Kommunikation – Ziele anders setzen und damit Erfolg haben

Feste Ziel - sicherer Erfolg oder wahrscheinlicher Misserfolg?

Ziele festlegen und ändern

Wenn du dir vor dem Gespräch mit einem anderen Menschen feste Ziele setzt, gibt es nur zwei Möglichkeiten:

1. Du hast Erfolg – dann beglückwünsche ich dich – und du bist voraussichtlich zufrieden.
2. Das Gespräch endet mit einem Misserfolg. Das klingt nicht gut, und du bist vielleicht sauer darüber.

Es gibt allerdings einen anderen Weg, der dir etwas mehr Kompromisse abverlangt. Doch er kann dir wesentlich mehr Erfolge schenken als das „Entweder-oder“ eines festen Ziels.

Minimal - Maximal: Ziele auf Skalen

Zuerst legst du fest, was du unbedingt erreichen willst. Das kann ein Teilziel sein, mit dem du „zunächst“ zufrieden bist (ein Meilenstein). Hier nennen wir es ein „Minimumziel“. Dann legst du ein Maximalziel fest, also das, was du im günstigsten Fall erreichen könntest. Die Differenz zwischen beiden ist dein Verhandlungsspielraum. Nur du kannst entscheiden, wann du zufrieden mit dem Ergebnis bist.

Ein Kompromiss kann ein ausgezeichnetes Ergebnis sein

In der Praxis bewährt sich diese Methode wesentlich besser als das Entweder-oder-Prinzip fester Ziele.

Die weitaus besten Ergebnisse entstehen durch "skalieren" der Ziele

Mir als Autor ist bewusst, dass in manchen Erfolgsseminaren behauptet wird, „man“ solle das eigene Ziel niemals aufgeben. Doch hier rede ich von der Kommunikation im Alltag.

Ein Beispiel für variable Ziele

In meinem Archiv habe ich eine Anleitung gefunden, wie sich Ziele skalieren und korrigieren lassen, indem man eigene Erfahrungen dazu verwendet, Das Beispiel wurde für Personen geschrieben, die den "Partnermarkt" betreten wollen:


1. Setze deine Ziele bei der Partnersuche nicht zu hoch an. Nach Schätzung von Experten scheitern fast zwei Drittel der Suchenden vor allem an zu hoch angesetzten Zielen. Die meisten dieser Personen reduzieren ihre Ziele jedoch, nachdem sie den Partnermarkt kennengelernt haben.
2. Wer sich ein hohes Ziel, setzt, der sollte in jedem Fall auch ein niedrigeres Ziel ins Auge fassen. Was unter dem niedrigen Ziel liegt, entspricht etwa der Aussage: „Geht gar nicht für mich“.
3. Zwischen dem hohen Ziel und dem niedrigen Ziel liegt meistens eine Skala. Das heißt, wir fragen uns nicht mehr: „Passt alles?“, sondern „wie viel davon hat die Person, die ich kennenlerne?“
4. Auch kleine Erfolge nützen dir. Du kannst zum Beispiel eine Verabredung treffen, ohne sofort zu überlegen, ob die Person in dein „Beuteschema“ passt. Das wäre ein „erster Meilenstein“.
5. Lernen anhand der Möglichkeiten, die du hast. Die Gegenwart ist dabei dein Spielfeld für die Zukunft. Dabei kannst du entscheiden, ob du deine Zukunftsziele anpassen solltest.
6. Versuche stets, offen, liebevoll und fröhlich und dennoch selbstbewusst an Begegnungen heranzugehen. Erwarte wenig von einer Begegnung und „nimm ruhig etwas mit“ von dem, was dir geboten wird.
7. Das Kennenlernen bedeutet vor allem, möglichst interessante Menschen zu treffen. Versuche, bei jedem Treffen herauszufinden, welche deiner ursprünglichen Ziele du mit deinem Gegenüber erreichen möchtest. Mit der Zeit bekommst du ein realistisches Bild davon, was dir möglich ist und was nicht.


Kommunikation
Der Text stammt im Original von 2010 und wurde 2025 an die heutigen Sichtweise abgepasst.